Bachelor-Studium Bau und Gestaltung
Studienidee
Das Spezielle des Bachelor-Studienganges Bau und Gestaltung liegt in der fachübergreifenden Ausbildung und in der bewussten Thematisierung der Schnittpunkte von Ingenieurbau und Architektur. Durch das sich gegenseitig unterstützende und inspirierende Nebeneinander der beiden Ausbildungen eröffnen sich neue Formen der Zusammenarbeit, ohne das jeweils eigene Fachgebiet zu verwischen. Zudem werden in vielfältiger Weise die Bedürfnisse des Planens und Bauens in alpinen Bergregionen thematisiert.
Studienkonzept
Der Architekt der Zukunft wird vermehrt auch Koordinationsaufgaben übernehmen müssen und dadurch verstärkt mit Ingenieurfragen konfrontiert sein - umgekehrt muss der künftige Ingenieur auch immer häufiger architektonische Überlegungen in seine Arbeit einfliessen lassen. Dementsprechend sind die Möglichkeiten heutiger Berufspraxis ausserordentlich vielfältig und reichen vom hochgezüchteten Spezialisten bis zum über breites Wissen verfügenden Allrounder. Diesem Umstand kann die Hochschule gerecht werden, wenn sie sich einerseits auf die Vermittlung solider fachlicher Grundfertigkeiten konzentriert, darüber hinaus aber auch eine Palette verschiedener weiterführender Fächer anbietet, welche die Studierenden belegen können.
Ausgangspunkt und Ziel im Studiengang Bau und Gestaltung ist das Bauwerk als konstruierter und räumlich gestalteter Eingriff in ein bestehendes Umfeld. Die Studierenden befassen sich von Anfang an mit praktischen und gestalterischen Fragen am Bau. Ein grosses Augenmerk wird auf die Konstruktion und Bauausführung gelegt. Schlussendlich sind der beste Entwurf und das beste Projekt nur so gut wie seine Umsetzung. Bei den Bauingenieurstudierenden liegt ein zusätzlicher Schwerpunkt im Tiefbau, bei den Architekturstudierenden im Entwurf. Die Studierenden erkennen, wie sich Grundlagen und Anwendungen gegenseitig bedingen, entdecken zunächst nicht offensichtliche Beziehungen zwischen einzelnen Fächern und sehen während des ganzen Studiums ihr Berufsziel qualifizierte Bauexperten/innen klar vor sich.
Verbindung zwischen Ingenieurbau und Architektur
Das Besondere des Studienkonzeptes Bau und Gestaltung ist die Bearbeitung der Schnittstellen zwischen Ingenieurbau und Architektur. Dabei handelt es sich einerseits um die konstruktiven und gestalterischen Fragen im Hochbau, andererseits um den Bauprozess als solches, die Bauorganisation und das Baumanagement. In diesen Bereichen findet ein gemeinsamer Unterricht statt. Zudem üben Bauingenieure und Architekten die Zusammenarbeit an gemeinsamen Projektarbeiten.
Schwerpunkt "Bauen in den Bergen"
Aufgrund der einmaligen Lage der HTW Chur inmitten des Alpenraums und den spezifischen Fragestellungen, mit welchen ein Bergkanton wie Graubünden konfrontiert ist, fokussiert der Studiengang Bau und Gestaltung seine Projekte und Zielsetzungen auf den Alpenraum. Zudem ist der Kanton Graubünden für seine spektakulären Ingenieurbauten und seine wegweisende Architektur weit über die Grenzen hinaus bekannt. Dies bietet dem Studiengang eine einmalige Grundlage.
Zu den besonderen Schwerpunkten gehören technische Fragen wie die Erstellung von Schutzbauwerken im Hochgebirge oder die Sanierung alter Bausubstanz ebenso wie die Suche nach planerisch und ästhetisch anspruchsvollen Baulösungen, welche der regionalen Architektur und den Besonderheiten der alpinen Landschaft gerecht werden. Beispiele für im Unterricht behandelte Themen sind Umwelt und Klima, dezentrale Besiedlung, Infrastrukturunterhalt und touristische Ortsbilder. Das Bachelor-Studium erhält damit ein in der Schweizer Hochschullandschaft einmaliges Ausbildungsprofil, das speziell auf die Bedürfnisse der Region zugeschnitten ist.
Studiendauer, Semester
Das Studium dauert je nach Studienvariante drei oder vier Jahre mit sechs oder acht Semestern. Ein Semester besteht in der Regel aus 14 Unterrichtswochen. Dazu kommen jährlich zwei bis drei Blockkurse (Mo bis Fr) und pro Semester zwei Prüfungswochen. Das Studium wird mit einer Bachelor-Thesis (Diplomarbeit) abgeschlossen. Das Studium beginnt in Kalenderwoche 38.
Unterrichtstage und -zeiten
Unterricht Vollzeitstudium: (3-4 Tage Unterricht + Blockwochen)
1. Semester: Mittwoch–Freitag + 2 Blockwochen
2. Semester: Mittwoch–Freitag + 2 Blockwochen
3. Semester: Mittwoch–Freitag + 3 Blockwochen
4. Semester: Mittwoch–Freitag + 3 Blockwochen
5. Semester: Montag/Mittwoch–Freitag + 1 Blockwoche
6. Semester: Mittwoch–Freitag + Bachelor-Arbeit
Unterricht Teilzeitstudium: (2-2½ Tage Unterricht + Blockwochen)
1. Semester: Donnerstag–Freitag + 2 Blockwochen
2. Semester: Donnerstag–Freitag + 2 Blockwochen
3. Semester: Mittwoch–Freitag + 1 Blockwoche
4. Semester: Mittwoch–Donnerstag + 1 Blockwoche
5. Semester: Mittwoch–Donnerstag + 2 Blockwochen
6. Semester: Mittwoch–Freitag + 2 Blockwochen
7. Semester: Montag/Freitag + 1 Blockwoche
8. Semester: Freitag + Bachelor-Arbeit
Unterrichtszeiten: 8.15-11.50 Uhr, 13.15-16.50 Uhr und 17.15-18.50 Uhr
ECTS-Punkte und Titel
Total 180 ECTS-Punkte.
Titel
Bachelor of Science FHO in Civil Engineering mit der Angabe der jeweiligen Vertiefungsrichtung (Ingenieurbau bzw. Architektur).
Equipment
Alle Studierenden benötigen bei Studienbeginn einen Laptop. Dieser wird auf Wunsch von unserer Informatikabteilung konfiguriert.
Zulassung zum Studium
Vierjährige Hoch- oder Tiefbauzeichnerlehre (oder verwandte Lehre innerhalb des Bauwesens) und technische Berufsmatura. Oder Gymnasialmatura mit einjähriger Berufspraxis.
Studienkosten
- Studierende, die vor Studienbeginn mindestens 2 Jahre in der Schweiz oder dem Fürstentum Liechtenstein gewohnt haben: Studiengebühr pro Semester CHF 960.-, Einschreibegebühr CHF 300.-
- Studierende aus EU/EFTA Staaten Studiengebühr pro Semester CHF 1’900.-, Einschreibegebühr CHF 300.-
- Studierende von ausserhalb EU/EFTA-Staaten Studiengebühr pro Semester CHF 10’000.-, Einschreibegebühr CHF 3’000.
Administration und Anmeldung
Derungs Jacqueline
Organisationsassistenz
Telefon: +41 (0)81 286 24 75
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