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Autarkes Wohnen

Modell des Autarken Wohnhauses in Flerden

Das Konzept des Projekts Autarkes Wohnen ging von einem Haus aus, das mit dem funktioniert, was unmittelbar auf dem Grundstück vorhanden ist. Beim Bau des dreigeschossigen Wohnhauses wurde aber klar, dass solche autarken Inselanlagen ohne Anschluss an Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für erschlossene Gebiete eher kostspielig und umständlich sind.

 

So wurde das Konzept den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Entstanden ist ein Gebäude, das zwar nicht autark ist, sich aber durch einen sehr niedrigen Energieverbrauch auszeichnet. Dies nicht nur bezogen auf die Betriebsenergie, sondern auch auf die Graue Energie der Baumaterialien und Bauprozesse. Das Haus besteht im Wesentlichen aus einem Aufbau aus Holz und Stroh, verputzt mit natürlichen Materialien und kommt fast vollständig mit erneuerbaren Ressourcen aus.

 

Das Energie- und Haustechnikkonzept sieht vor, das Regenwasser zu sammeln und für den Gebrauch in die Wasserversorgung des Hauses einzuspeisen. Mit dem Regenwasser werden WC-Anlagen, Waschmaschine, Geschirrspülmaschine und Gartenbewässerung versorgt. Das Das Warmwasser wird mittels Solarkollektoren gewonnen, die am Balkongeländer montiert werden. Für die Stromgewinnung wurden am zweiten Balkongeländer Photovoltaik-Elemente montiert, regulierbar je nach Sonnenstand zwischen 35 und 75 Grad. Auf eine konventionelle Heizung wird verzichtet. Zum einen wirkt der Baustoff Stroh sehr isolierend, zum anderen wärmt die Sonne das Haus in der kälteren Jahreszeit dank der grossen Fenster auf.  

 

Baumaterialien: Fundament: Beton, Decken: Holz, Wände: Stroh und Lehm, Dächer begrünt

Anzahl Strohballen: 99 Stück mit 2,40 m Länge, 1,20 m Breite, 0,70 m Höhe  

Projektbeginn: 2004

Baubeginn: Mitte April 2007

Einzug: Anfang November 2007

Externe Projektpartner