IPA – Inverse predicted almanac

- Bild 1: In engen Strassenschluchten ist die Bestimmung der Koordinaten problematisch
Ziel des Projektes war es, ein Verfahren zu entwickeln, um GPS-Ortung und -Navigation in Gebieten mit schwierigen Empfangsbedingungen zu unterstützen. Die Position eines Empfängers soll anhand der sichtbaren Satelliten zu finden sein. Das Abschattungsprofil muss vorgängig aufgenommen werden. Das Verfahren ist vor allem für den öffentlichen Verkehr geeignet.
In Fahrzeugen des öffentlichen und privaten Verkehrs werden GPS-Empfänger eingesetzt, um zum Ziel der Fahrt zu gelangen oder zum Bestimmen bzw. Anzeigen der Haltestellen. Problematisch bleibt eine exakte Bestimmung der Koordinaten in engen Strassenschluchten (Bild 1) oder Gebieten mit eingeschränktem Sichtkontakt zu den Satelliten.
Die Position der Satelliten am Himmelsgewölbe (Skyview, Bild 2) ist bei GPS dank der gesendeten Almanache im Voraus berechenbar. Misst ein Empfänger eine Abweichung vom vor-ausberechneten Skyview (z. B., dass einige Satelliten fehlen), so muss ein Hindernis (z. B. Gebäude) in der Sichtverbindung vorliegen. Umgekehrt folgt daraus: Anhand der Abweichung zwischen dem gemessenen und dem vorausbestimmten Skyview sollte der aktuelle Standort bestimmt werden können, wenn die Hindernisprofile bekannt sind. Nach zahlreichen Messungen kann die Methode zur Überprüfung der Plausibilität eines angenommenen Standortes verwendet werden.
Projektdauer: Februar 2009 – Oktober 2009
Auftraggeber: HTW Chur, Förderungskommission
Projektpartner: -
Projektteam:
- Jean-Marie Zogg, Projektleiter
- Adriano Zanoli, wiss. Mitarbeiter

