Projektarbeiten Wintersemester 06/07
Gefahrenstellen-Warnsystem
Gefahrenstellen-Warnsystem
Studierende: Patric Rupp, Mijodrag Miljanovic
Betreuer: Rolf Hofstetter
Partner: Triopan AG
Kurzzusammenfassung:
Zur Vermeidung von Unfällen werden heute Baustellen mit Signalisierungen, Absperrungen und Aufprall-Puffern gesichert. Trotzdem passieren noch sehr viele Auffahrunfälle, welche mit einer zusätzlichen akustischen Warnsignalisierung im Fahrzeuginnern vermieden werden könnten. Es gibt heute Systeme, welche die Fahrzeuge mit zusätzlichen Informationen versor-gen, wie z.B. Verkehrsdurchsage und RDS beim Radio, Abstandsradar etc. Verschiedene Arbeitsgruppen arbeiten an Standards für die Automobilindustrie.
Die Firma Triopan AG beauftragte die HTW Chur im Rahmen einer Projektarbeit eine technische Umsetzung einer Gefahrenstellenabsicherung zu machen. Umgesetzt wurde ein funktionsfähiger Prototyp der auf einem einfachen Sender- Empfängerprinzip aufbaut. Der 433 MHz Sender befindet sich in einer Strassenwarnleuchte und der Empfänger im Fahrzeug. Sobald das Fahrzeug sich im Umkreis von 10m des Senders befindet, gibt der Empfänger einen akustischen Warnton ab.
Ortung in einem Gebäude mit Bluetooth
Studierende: Edgar Jordi, Rafael Pfister
Betreuer: Jean-Marie Zogg
Partner: HTW Chur
Kurzzusammenfassung:
Das klassische Ortungssystem GPS eignet sich zurzeit nicht für die Ortung in Gebäuden. Dieses Manko soll mit einem hausinternen Bluetooth-Netz behoben werden.
Bluetooth ist ein Industriestandard für die drahtlose (Funk-)Vernetzung von Geräten über kurze Distanz. Mit Bluetooth kommunizieren Mobiltelefone, Smartphones, PDA's, Computer und Peripheriegeräte miteinander.
Die Bluetooth-Module werden mit AT-Befehlen konfiguriert. Danach werden sie an Referenzstellen platziert und senden dauernd ein Signal aus.
Mittels einer javabasierten Applikation auf dem PDA oder Smartphone werden die Signale der Bluetooth-Referenzstellen erkannt und interpretiert. Als Ausgabe erhält man auf dem PDA oder Smartphone die aktuelle Position (z. B.: Sie befinden sich im Raum U12). Voraussetzung bei den PDA's bzw. Smartphone ist eine vorinstallierte Java Virtual Machine.
Die Applikation bzw. das MIDlet kann online als JAR-Datei auf das javafähige Smartphone oder PDA heruntergeladen und installiert werden.
Protokollanalyse der GSM/UMTS Schnittstelle
Studierende: Küng Marco, Iaconi Alessandro, Bolfing Flavio
Betreuer: Rolf Hofstetter
Partner: HTW Chur
Kurzzusammenfassung:
Die Projektarbeit befasst sich mit der Signalisierung auf der Luftschnittstelle eines GSM -Netzes. Zur Analyse dieser Luftschnittstelle verwenden wir das TEMS Pocket 5.0 und die dazugehörige Software zur Auswertung der gemessenen Daten. Das TEMS Pocket 5.0 ist ein Sony Ericsson Handy mit einer speziellen Firmware, mit der die Signalisationsdaten aufgezeichnet werden können, welche über die Luft-Schnittstelle übermittelt werden. Die aufgezeichneten Logfiles können auf den PC überspielt werden und mittels der TEMS Investigation Software ausgewertet werden. Mit dieser Software können die Meldungen übersichtlich angezeigt werden. Dabei stehen grafische oder numerische Anzeigemöglichkeiten zur Verfügung. Unserer Aufgabe war es, das TEMS Pocket 5.0 und die Software zu evaluieren und deren Möglichkeiten aufzuzeigen. Zum Schluss haben wir noch einen Praktikumsversuch zu der Thematik Signalisierung auf der Luftschnittstelle" erstellt.
JAIN und Asterisk
Studierende: Beat Keller, Simon Gander
Betreuer: Bruno Wenk
Partner: Swisscom Innovations
Kurzzusammenfassung:
JAIN ist eine Sammlung von Java APIs, entwickelt für Realtime- Anwendungen.
Darunter sind auch APIs für die Telefonie. Asterisk, eine Open Source
Teilnehmervermittlungsanlage eignet sich somit bestens um einen Teil der
Möglichkeiten von JAIN unter Beweis zu stellen.
Da sich JAIN noch nicht sehr verbreiten konnte, ist es schwierig, sich zu
diesem Thema einen Überblick zu schaffen, was dieser Bericht erleichtern
soll.
Neben der Suche nach einer funktionierenden Implementation von JAIN gehen
wir in dieser Arbeit auch auf deren Installation inklusive Demoapplikation
ein. Wir verwendeten die JAIN Implementation von Mobicents welche bisher als
einzige gemäss den JAIN APIs zertifiziert wurde, jedoch erst in einer Beta-
Variante verfügbar ist. Zur Demonstration wird eine kleine
Rückrufwecker- Applikation vorgestellt. Abgerundet wird das Ganze mit einem
Einblick in den Gegenbuhler Parlay, welcher sich bisher stärker verbreiten
konnte.
Embedded Asterisk
Studierende: Pitsch Curdin, Bernet Sandro
Betreuer: Reto Bonderer
Partner: HTW Chur
Kurzzusammenfassung:
"Embedded Asterisk" ist eine digitale Telefonvermittlungsanlage. Die Idee von Asterisk ist, dass ein grosser Teil einer Telefonanlage durch Standard-PC-Hardware ersetzt wird. Zudem bietet Asterisk eine Vielzahl an Telefondienstleistungen. Das Ziel dieser Projektarbeit war, ein "Embedded Asterisk" System zu entwerfen, welches besonders günstig und einfach zu
konfigurieren ist. Diese Aspekte sollen das System für kleine und mittlere Unternehmen attraktiv machen.
Das erarbeitete System macht es möglich, VoIP-Clients untereinander und mit dem Festnetz zu verbinden. Als Anbindung an das Festnetz stehen zwei FXO Anschlüsse zur Verfügung, mit denen zwei Gespräche in das Festnetz geführt werden können. Auch ein analoges Telefon kann an das System angeschlossen werden. Zu den implementierten Telefondienstleistungen gehören zum Beispiel:
Ein Voice-Mail-System das Nachrichten von verpassten Anrufen speichert, diese
können später abgehört werden. Beim Abhören der Nachrichten führt ein Voice-Menu die Eingaben des Benutzers.
Föderiertes Identitätsmanagement: Überblick, Analyse und Demonstratorkonzept
Studierende: Pirmin Janka, Philip Schädler
Betreuer: Bruno Studer
Partner: Eyeson AG
Kurzzusammenfassung:
Ständig steigt die Flut an Passwörtern, egal ob am Arbeitsplatz oder im Internet. Zudem sollten all diese Passwörter aus Sicherheitsgründen regelmässig geändert werden. Für eine Firma wie die Eyeson AG, welche ihren Kunden verschiedene Web Services mit Benutzerauthentifizierung anbietet, ist dies eine unbefriedigende Lösung. Diese Projektarbeit zeigt daher auf, wie eine Lösung auf Basis eines föderierten Identitätsmanagements aussehen kann.
Der erste von insgesamt vier Teilen gibt einen Überblick über die aktuell vorhandenen Technologien. Anschliessend folgt im zweiten Teile eine SWOT-Analyse, welche die Stärken und Schwächen der in Frage kommenden Technologien beleuchtet. Im dritten Teil wird dann eine Anforderungsanalyse der Eyeson AG durchgeführt. Im vierten und letzten Teil wird anhand der vorherigen Resultate eine Technologie ausgewählt und ein Demonstratorkonzept entwickelt, das zeigt, wie ein föderiertes Identitätsmanagement mit Web Services umgesetzt werden könnte.
Messungen an Verankerungen von Schutzbauwerken
Studierende: Remo Brunner, Remo Mugwyler
Betreuer: Prof. Dr. Leci Flepp, Prof. Max Schalcher
Partner: Herr Michel Heimgartner, Institutsleiter für Bau und Gestaltung, Chur
Kurzzusammenfassung:
Zum Schutz von Siedlungen und Strassen werden Schutzbauwerke eingesetzt. Zum Beispiel übernehmen Stahlnetze vermehrt die Schutzfunktion des Waldes gegen Stein- und Blockschlag. Diese Schutznetze werden mittels Verankerungen im Untergrund befestigt. Bei Steinschlag entstehen grosse Kräfte, die von den Verankerungen in den Untergrund übertragen werden müssen. Dies setzt eine ausreichende Verankerungstiefe und Verformbarkeit der Anker voraus, da sonst die Schutzfunktion nicht gewährleistet ist. Zum Zweck der Dimensionierung werden mit einer Versuchsvorrichtung vor Ort Zugversuche am Anker durchgeführt und die Daten mittels einer Messeinrichtung erfasst. Anhand der Auswertungen der Messreihen wird kontrolliert, ob die vorgegebenen kritischen Kriterien erfüllt sind. Das Ziel dieser Projektarbeit besteht darin, die bestehende Messeinrichtung zu automatisieren und auf den neusten Stand der Technik zu bringen.
Eine Hydraulikpumpe erzeugt einen Druck, der einen Zylinder ausfahren lässt, welcher am Anker zieht. Die daraus resultierende Kraft wird mittels der Kraftmessdose PRE 60 über den Steuerungskasten auf einen PC eingelesen. Dort wird diese Kraft mit dem Sollwert verglichen. Ist der Sollwert, also der Prüfdruck höher, pumpt die Hydraulikpumpe weiter Öl in den Zylinder. Sobald der Zylinderdruck dem Prüfdruck entspricht, geht die Pumpe in den Leerlauf über. Sinkt der Druck im Zylinder infolge Verformung des Ankers, werden die Ventile im Hydraulikkreislauf wieder umgeschaltet, so dass der Druck im Zylinder zunimmt. Nach erfolgter Messung, welche durch SIA-Normen geregelt ist, wird der Druck bis zur Grundlast abgelassen. Auch dies kontrolliert die in DasyLab implementierte Steuerung. Die aus diesen Messungen resultierenden Bewegungen des Ankers werden mittels Triangulationsmessgeräte über einen Steuerkasten auf einen PC geleitet und dort aufgezeichnet. Die Messewerte werden nach der Messung in eine Excel-Tabelle geschrieben und können von da aus zur Evaluation der Messung verwendet werden.
zuletzt geändert: 06.08.07 DSt

