Ausgewählte Forschungs- und Dienstleistungsprojekte des SII
Nachfolgend finden Sie eine alphabetische Auflistung ausgewählter vom Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft (SII) durchgeführter und laufender Projekte.
Das SII ist in interdisziplinären Teams in unterschiedlichen Forschungsfeldern tätig. Im Gegensatz bspw. zur Wirtschaftsinformatik, in der ein eher technologiegetriebener Ansatz verfolgt wird, steht bei der Informationswissenschaft dabei immer der Anwender im Fokus der Betrachtung.
Wir managen Information und konzipieren Lösungen zur Förderung der informationellen Autonomie von Menschen und Organisationen!
In diesem Zusammenhang beschäftigen wir uns mit den Einsatzmöglichkeiten und Auswirkungen neuer Technologien in unterschiedlichen Domänen, wie z.B. in Bibliotheken und Archiven, aber auch in privatwirtschaftlichen Unternehmen. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit den vielfältigen Facetten der Informationsarbeit auf sozialer, technologischer und organisatorischer Ebene.
A
Alternative Wege für Dienstleistungen und Bestandsnachweis in der Zentralbibliothek Zürich
Wie agiert die Zentralbibliothek Zürich vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Entwicklungen im Bibliotheks- und Informationsbereich und wo besteht Handlungsbedarf? Antworten auf diese Fragen wurden mit einer Situationsanalyse und durch den Vergleich mit den wichtigsten Trends in der Branche aufgezeigt.
B
Betriebsanalyse Volksbibliothek Gossau
Für die Beschreibung des Ist-Zustands wurden die Merkmale und Kennzahlen der Volksbibliothek Gossau mit den empfohlenen Werten der „Richtlinien für
Gemeindebibliotheken“ der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der allgemeinen öffentlichen Bibliotheken (SAB) verglichen. Die Ergebnisse der Analyse wurden mit Blick auf konkrete betriebliche Fragestellungen ausgewertet.
Bibliotheksinventar und Entwicklung von Optimierungsszenarien für die Bibliotheksdienstleistungen auf dem Platz Chur
Im Rahmen dieser Studie wurden in einem ersten Schritt die Struktur- und Planungsdaten der vom Kanton getragenen Bibliotheken in und um Chur erfasst. Im Vergleich mit ähnlichen Standorten und unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Bibliothekswesen wurden in einem zweiten Schritt kooperative Entwicklungsszenarien aufgezeigt.
C
Campusbibliothek Brugg-Windisch
Im Neubau der Fachhochschule Nordwestschweiz auf dem Campus Brugg-Windisch entsteht eine Campusbibliothek für die Fachbereiche Wirtschaft, Technik und Pädagogik. Aufgabe der HTW Chur war die Vermittlung bibliothekarischer Planungsstandards an der Schnittstelle von Schulleitung, Architekten und den vier Bibliotheksteams.
CEVI-Archiv
Im Hinblick auf das 2011 bevorstehende 100-jährige Jubiläum des Hotels und Vereinshaus Glockenhof sollte das Archiv des Cevi Zürich und das der Stiftung zum Glockenhaus neu organisiert werden. In diesem Zusammenhang wurden die Unterlagen für eigene Nachforschungen und die Erstellung einer Jubiläumschronik zugänglich gemacht. Darüber hinaus wurden Aspekte der Langzeitarchivierung behandelt.
CHEVAL (Chur Evaluation Laboratory)
Im Rahmen des Churer Evaluation Laboratory (CHEVAL) bietet das SII Dienstleistungen aus dem Bereich des Usability Engineering an, die sich sowohl an öffentliche Institutionen als auch an privatwirtschaftliche Unternehmen richten.
D
Das Rechercheverhalten von Benutzern wissenschaftlicher Bibliotheken in Chur
Mit Blick auf den Aufbau eines Bibliotheksportals für die wissenschaftlichen Bibliotheken in Chur untersuchte die HTW in einer empirischen Studie das Rechercheverhalten und die Arbeitsweise potenzieller Benutzer des Portals. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der Rechercheumgebungen und der qualitativen Beobachtung und Befragung von Probanden aus allen beteiligten Bibliotheken wurden Empfehlungen für die Gestaltung des Portals und die darüber angebotenen Dienstleistungen formuliert.
Die Archivarin im Zentrum des digitalen Zeitalters
Archivare haben den Auftrag, Wissen und Kulturgut zu bewahren. Sie erfüllen eine zentrale Funktion für die Gesellschaft – sie stehen im Zentrum. Wissen und Kulturgut werden im digitalen Zeitalter vermehrt in elektronischer Form erzeugt. Aus diesen Gründen stehen die Archivare im Zentrum des digitalen Zeitalters.
Das digitale Zeitalter verändert das Arbeitsfeld der Archivare grundlegend und stellt neue Herausforderungen an sie. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen Archivare Kompetenzen in den Bereichen Geschichte, Vermittlung, Informatik und Records Management mitbringen oder erwerben. Diese vier Bereiche müssen in einem Archiv abgedeckt werden, damit das Archiv seinen Auftrag vollständig erfüllen kann.
DIAMOND
Im Rahmen der Grundlagenvorlesung „Einführung in die Informationswissenschaft“ wurde in den vergangenen Jahren (2003-dato) ein umfassendes Blended-Learning Konzept aufgebaut und angewendet, das auf einem eigenentwickelten Modell DIAMOND (Didactical Approach for Media Competence Development) zur Herausbildung von Schlüsselkompetenzen basiert.
Digitale Langzeitarchivierung für kleine und mittlere Organisationen
Im Projekt wurde ein Lösung entwickelt, wie kleinere und mittlere Organisationen ihre digitalen Unterlagen über lange Zeit zur Verfügung halten können, um so den rechtlichen Anforderungen zu genügen und ihr Wissenspotential nutzen zu können. Dazu wurden die nötigen organisatorischen Massnahmen für die Einführung von Records Management den spezifischen Rahmenbedingungen angepasst und durch low-tech Werkzeuge ergänzt, welche auf die bestehende IT aufbauen.
Dokumentationsstelle für Wissenschaftspolitik
Im Zuge der Auflösung des Zentrums für Wissenschafts- und Technologiestudien (CEST) wurde dessen Dokumentationsstelle in die Geschäftsstelle des Schweizerischen Wissenschafts- und Technolgierates (SWTR) eingegliedert. Die HTW Chur wurde mit einer Expertise betreffend Standortbestimmung und Entwicklungsszenarien beauftragt.
E
"Eine Bibliothek für Rapperswil-Jona"
Nach der Fusion der Gemeinden Rapperswil und Jona wurde die HTW Chur mit einer Neubeurteilung des städtischen Bibliothekswesens beauftragt. Das Konzept „Eine Bibliothek für Rapperswil Jona“ entstand unter Einbezug der Schulbibliotheken und im Gespräch mit den Beteiligten (Workshops).
E-lib.ch: ElibEval
Innerhalb des von der Schweizerischen Universitätskonferenz getragenen Innovations- und Kooperationsprojektes "E-lib.ch: Elektronische Bibliothek Schweiz" nimmt das SII zum Zwecke der Qualitätssicherung und -verbesserung Usability-Evaluationen der im Rahmen von "E-lib.ch" enstehenden Online-Angebote vor.
E-lib.ch: Informationskompetenz
Im Rahmen von E-lib.ch beschäftigt sich das SII mit der Erarbeitung von Standards zur Vermittlung von Informationskompetenz an Schweizer Hochschulen auf der Basis bestehender ausländischer Standards (wie z.B. der ACRL) und der Entwicklung von konkreten Lernzielen und pädagogischen Leitlinien auf der Grundlage dieser Standards.
E-lib.ch: WiSuma
Im Rahmen des von der Schweizerischen Universitätskonferenz getragenen Innovations- und Kooperationsprojektes "E-lib.ch: Elektronische Bibliothek Schweiz" beschäftigt sich das SII mit dem Auf- und Ausbau von Kompetenzen für die Informationsrecherche mit wissenschaftlichen Suchmaschinen.
eTOP Graubünden
In enger Kooperation mit den Destinationen Flims/Laax, Davos/Klosters und Engadin/St. Moritz, sowie Vertretern von Graubünden Ferien, der Rhätischen Bahn und Südostschweiz New Media wurde vom SII ein Strategiekonzept für die Implementierung einer "Elektronischen Tourismusplattform" (eTOP Graubünden) entwickelt, welche zukünftig die gemeinsame Grundlage zur Steigerung der Vermarktungseffizienz der einzelnen Destinationen und Tourismusanbieter im Kanton Graubünden bilden soll.
Evaluation Bibliotheken Stans
Die Bibliotheken in Stans wurden mit Blick auf die Versorgung des Kantons Nidwalden und gültige Qualitätsstandards beurteilt. Die HTW Chur untersuchte die Profile der Bibliotheken im Verhältnis zueinander und legte Leitideen für die strategische Entwicklung vor.
G
Garden Memory Goes Public
Ziel des Projektes „Garden Memory Goes Public“ ist es, ein interkantonales, ontologiegestütztes Informationssystem zur Gartendenkmalpflege aufzubauen und die aus verschiedenen Quellen zusammengeführten Informationen über ein zentrales Portal zur Verfügung zu stellen.
Gemeindearchiv Schiers
Für das Gemeindarchiv Schiers wurde eine Konzept für die Reorganisation von Aktenführung, Handarchiv und Hauptarchiv erarbeitet.
Gemeindebibliothek Rüti ZH
Für die Unterbringung der Gemeindebibliothek Rüti in neuen Räumen und den Aufbau eines Bibliotheksverbunds Rüti-Dürnten wurden diverse Machbarkeitsstudien erstellt.
H
HTW CORE
Ziel dieses Projekts ist die organisatorische und technische Implementierung eines Online Repositories für die HTW Chur. Die Realisierung des Repositories erfolgt dabei in enger Kooperation mit der Hochschulbibliothek.
K
Kulturhistorische Datenbank Graubünden
Gegenstand des Projekts für das Institut für Kulturforschung Graubünden (IKG) ist es, ein Portal zur Publikation von kulturhistorischen Forschungsdaten zu realisieren. Sehr oft entstehen in Forschungsprojekten wichtige Zwischenresultate, die für die weitere Forschung von hoher Relevanz sein können. Solche Rohdaten sind per se relativ kleine Informationseinheiten, was eine Erschliessung derselben besonders anspruchsvoll macht.
L
Living Memory
Das Forschungsprojekt Living Memory beschäftigte sich mit der Frage, wie grosse multimediale Bilddatenmengen organisiert, einfach zugänglich gemacht und möglichst direkt für Präsentationen aufbereitet werden können.
M
Memoriav
Im Rahmen dieses Projektes wird eine Erhebung über Menge und Zustand des audiovisuellen Kulturgutes in der Schweiz durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, einen systematischen Überblick zu den in der Schweiz vorhandenen audiovisuellen Bestände zu erhalten.
N
Neue Bibliothek St. Gallen
In der Stadt St. Gallen ist geplant, aus dem Zusammenschluss der St. Galler Freihandbibliothek, der Kantonsbibliothek Vadiana sowie der Frauenbibliothek Wyborada eine „Public Library“ nach angelsächsischem Vorbild zu entwickeln. Die HTW Chur ist mit der Fachberatung der Projektgruppe beauftragt.
O
OntoQuery
Im Rahmen dieses Projektes erfolgte die Entwicklung einer generischen Software zur halbautomatischen Ontologieerstellung und zur Erweiterung von Suchanfragen mittels semantischer Technologien.
Ostool
Ostool ist ein zentrales Metadata Repository für unstrukturierte Daten. Das Tool ermöglicht es kleinen und mittleren Organisationen ihre geschäfts- und wissensrelevanten Unterlagen auf einer lowtech IT-Umgebung zu verwalten. Die Dokumentenablage wird mit dem Ostool synchronisiert.
P
PlagiateSTOP
Im Rahmen dieses Projektes werden unterschiedliche Softwarelösungen zur Erkennung von Plagiaten evaluiert. Darüber hinaus werden auch die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen untersucht, die von Hochschulen bei der Einführung solcher Softwarepakete beachtet werden müssen.
R
Rmlab by HTW. Evaluationsumgebung für Records Management und GEVER Systeme
Unter http://rmlab.fh-htwchur.ch hat das SII eine Evaluationsplattform für Records Management – und GEVER-Systeme aufgebaut. Verschiedene Systeme können darauf kostenlos getestet werden. Die Auswahl ist nicht abschliessend und nicht wertend, weitere Systeme werden kontinuierlich aufgeschaltet.
S
Schweizerischer Verein für Rechtsinformatik
Für den Schweizerischen Verein für Rechtsinformatik (SVRI) wurde eine Studie zur Bestandesaufnahme und Einschätzung zukünftiger Entwicklungen des wissenschaftlichen Publizierens im Bereich Recht in der Schweiz durchgeführt.
SERENA (SEmantic REtrieval for busiNess contActs)
SERENA ist ein interdisziplinäres Projekt, in dessen Rahmen ein ontologiegestütztes Information-Retrieval-System mit Recommenderkomponenten für die BioTech-Branche aufgebaut wird.
SPRINT (Schweizer Portal für die Recherche im Internet)
Das Schweizer Portal für die Recherche im Internet (SPRINT) stellt ein Kompetenznetzwerk für die Suche im Internet dar. Durch SPRINT sollen sich Benutzer, trotz der steigenden Informationsflut und ständig neuen Entwicklungen im Suchmaschinenbereich, besser im Internet zu Recht finden.
Swiss Campus Web Services
Der Hauptgegenstand des Projektes ist die Entwicklung einer technisch und organisatorisch funktionierenden "Service Oriented Architecture" (SOA) für den Verwaltungsbereich der Hochschulen.
W
Workshops Bibliothek 2.0
Welche „Web 2.0“-Anwendungen gibt es bereits in Bibliotheken? Was ist überhaupt Web 2.0 und was könnte man unter „Bibliothek 2.0“ verstehen?

