HTW Chur

Hochschule für Technik und Wirtschaft

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Miliz 21

(Start 2010, Projektleiterin Judith Fischer)

Das zentrale Anliegen des Projektes ist die Erforschung und Ausarbeitung von innovativen Lösungen und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Milizsystems, welches auch im 21. Jahrhundert zum Funktionieren des Staates von Bedeutung ist. Mangels geeigneter Kandidaten ist es heute allerdings nicht mehr zeitgemäss und bedarf einer Optimierung. Herausforderungen stellen mangelnde Vereinbarkeit von politischer und beruflicher Karriere, gesellschaftlicher Wertewandel etc. dar.

 

Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf den Einbezug der Unternehmerseite sowie neuer Führungsmodelle gelegt werden. Dies stellt eine bisher nicht untersuchte Erweiterung der Diskussion dar. Ein innovatives Handbuch soll das Endergebnis des Forschungsprojektes sein und aufzeigen, wie die Bereitschaft für neben- und ehrenamtliche Behördentätigkeit erhöht werden kann.

 

Gemeindeführungsmodelle

(Start 2009, Projektleiter Dominik Just)

 

In diesem Forschungs-Vorprojekt werden Möglichkeiten untersucht, das Thema Gemeindeführungsmodelle in einem grösseren Rahmen (Gesamtschweiz/Alpenraum) mit Hilfe von Finanzierungspartnern weiter zu verfolgen. Als Ziel werden unter anderem ein Leitfaden für die Praxis und eine Benchmark-Datenbank angestrebt.

 

 

Fusionierte Gemeinde und funktionaler Raum

(Start 2009, Projektleiter Ursin Fetz)

 

Dieses Forschungsprojekt soll aufzeigen, dass durch die Übereinstimmung der (fusionierten) Gemeinde mit dem funktionalen Raum (Raum, der über politische Grenzen der Gemeinde hinausgeht und sich über das Verhalten der Einwohner und Nutzer, die Erreichbarkeiten sowie über die Bestimmung und die Aktivitäten, die in diesen Räumen stattfinden, definiert) eine optimale Gemeindegrösse entsteht. Es geht der Frage nach, ob diese funktionalen Räume durch industrielle, touristische oder landwirtschaftliche Unterschiede geprägt sind.

 

 

Auswirkungen von Gemeindefusionen

Am 29.01.2010 fand als Abschluss des Forschungsprojektes „Auswirkungen von Gemeindefusionen“ ein Workshop und die Präsentation der Ergebnisse in Graubünden, Amt für Gemeinden statt. Neben dem ZVM-Team unter der Leitung von Ursin Fetz nahmen Amtsleiter Thomas Kollegger, Mitarbeiter des Amtes für Gemeinden sowie einige Gemeindepräsidenten aus Fusionsgemeinden in Graubünden am Workshop teil. Der Workshop brachte nützliche Hinweise und Tipps für erfolgreiche Fusionen, für die Erhaltung bzw. Schaffung der Identität der Bevölkerung mit der fusionierten Gemeinde sowie für die kantonale Unterstützung der Fusionsgemeinden mit sich.

Worum ging es im Forschungsprojekt „Auswirkungen von Gemeindefusionen“? Das ZVM hat im Auftrag der Kantone Graubünden, Glarus und Freiburg die Phase nach dem formellen Fusionsentscheid erforscht. Dabei wurden in Suraua GR,  Luchsingen GL und Gurnels FR Interviews durchgeführt und anschliessend ein Fragebogen an alle im Zeitraum 01.01.2000  bis 01.01.2008 fusionierten Gemeinden der Schweiz gesandt. 56 % der fusionierten Gemeinden nahmen an der Befragung teil. Das Forschungsprojekt wurde im August 2009 erfolgreich abgeschlossen. Am 19.08.2009 erfolgte die Präsentation der Ergebnisse und ein Workshop im Kanton Glarus. Die Erkenntnisse vervollständigen den Leitfaden für Gemeindefusionen, der ergänzt worden ist.

 

 

Auswirkungen von Gemeindefusionen

(2008-2009, Projektleiter Ursin Fetz)

 

Das ZVM hat im Auftrag der Kantone Freiburg, Glarus und Graubünden die Auswirkungen von Gemeindefusionen untersucht. Dabei wurden in Gurnels FR, Luchsingen GL und Suraua GR Interviews durchgeführt und anschliessend ein Fragebogen an alle im Zeitraum 01.01.2000  bis 01.01.2008 fusionierten Gemeinden der Schweiz gesandt. 56 % der fusionierten Gemeinden nahmen an der Befragung teil.

Das Forschungsprojekt "nachhaltige Gemeindefusionen" wurde im August 2009 erfolgreich abgeschlossen. Die Erkenntnisse vervollständigen den Leitfaden für Gemeindefusionen, der ergänzt worden ist.

  

Am 19.08.2009 fand ein Workshop und die Präsentation der Ergebnisse in Glarus statt.

 

 

Raumplanung, Bevölkerungsdynamik und Gemeindefinanzen

(KTI/ HSW Luzern) (2005-2007, Projektleiter Dominik Just)

 

Das Projekt startete anfangs 2005 und wurde im Mai 2007 anlässlich einer Präsentation in Luzern abgeschlossen. Anhand einer Softwaresimulation können die Auswirkungen von raumplanerischen Massnahmen einer Gemeinde auf die Bevölkerungsentwicklung und schlussendlich auf die Gemeindefinanzen analysiert werden. Das Instrument ist sowohl bei Behörden als auch bei privaten Beratungsunternehmen auf grosses Interesse gestossen. Das ZVM hat das von der KTI finanzierte Projekt als Beirat begleitet und wird die kommende flächendeckende Verbreitung der Software unterstützen.

 

 

Leitfaden für Gemeindefusionen

(KTI) (2004-2005, Projektleiter Ursin Fetz)

 

Projektbeschrieb:

 

Zusammenschlüsse in Gemeinden

In den vergangenen Jahren ist Bewegung in die Gebietsreform der Schweizer Gemeinden gekommen. Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen drängt sich eine weitere Verstärkung der Zusammenarbeit auf. Immer deutlicher wird, dass nur einschneidende Strukturveränderungen (Fusionen) eine nachhaltige Verbesserung der Situation garantieren. In den letzten Jahren ist deshalb die Zahl der Gemeinden in der Schweiz deutlich zurückgegangen. Während über die allgemeine Thematik von Gemeindezusammenschlüssen in letzter Zeit vieles zu erfahren gewesen ist, sind Erfahrungen aus Gemeindefusionsprojekten nur fallweise publiziert.

 

 

Resultat: Leitfaden für Gemeindefusionen

Diese Erfahrungen und die Erkenntnisse weiterer erfolgreicher Gemeindefusionsprojekte aus der ganzen Schweiz wurden in einem einjährigen Forschungsprojekt verarbeitet. Daraus resultiert der soeben publizierte Leitfaden für Gemeindefusionen.

 

Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) hat das Projekt gefördert und mitfinanziert. Der Kanton Graubünden bzw. sein Gemeindeinspektorat haben den Leitfaden mit Eigenleistungen und einem finanziellen Beitrag unterstützt. Gemeinsam mit Fachhochschulinstituten aus den Kantonen Luzern und Wallis wurden Interviews in folgenden Gemeinden durchgeführt:

 

- Acquarossa TI

- Guttet-Feschel VS

- Le Mouret FR

- Luchsingen GL

- Lugano TI

- Rapperswil-Jona SG

- Reiden LU

- Suraua GR

- Willisau LU

- Wichtrach BE

- Zofingen AG

 

Die vielen Gemeinsamkeiten einer Fusion im Bereich der Bearbeitungsmethodik, der Kommunikation, der Finanzen sowie der Mitwirkung des Kantons sind im neuen Leitfaden ausführlich beschrieben. Daneben wurde aber auch deutlich, dass jedes Fusionsprojekt neue und einmalige Aspekte hat, die zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich vielfach um kantonale Eigenheiten. Konkrete Beispiele und nützliche Tipps helfen den interessierten Gemeinden weiter.

 

Das Vier-Phasenmodell

Der Hauptnutzen des Leitfadens für die Gemeinden besteht in der raschen Übersicht über einen möglichen Fusionsprozess als Grundlage für das Vorgehen in der eigenen Gemeinde. Der Leitfaden kann dank eines übersichtlichen Phasenmodells wie ein roter Faden durch ein Fusionsprojekt führen- ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, weshalb sich ein schweizweiter Einsatz unter Berücksichtigung der kantonalen Eigenheiten anbietet. Das vom ZVM entwickelte Vier-Phasenmodell ist auf die meisten der untersuchten Gemeindefusionsprozesse übertragbar. Die vier Phasen entsprechen dem chronologischen Ablauf eines Fusionsprozesses. Am Ende jeder Phase ist ein politischer Entscheid (Meilenstein) nötig, welcher über die Weiterführung des Projektes entscheidet. Berücksichtigt werden muss, dass sich die Phasen überlappen können und je nach Projekt nicht klar voneinander abgrenzbar sind.

 

Die Meilensteine

Die Vorabklärungen gehen der Fusionsanalyse voraus und enden mit dem Entscheid, ob überhaupt ein Fusionsprojekt gestartet wird oder nicht. Dieser fällt in der Regel in die Kompetenz der beteiligten Gemeinde-Exekutiven. Die Fusionsanalyse ist der zeit- und umfangmässig wichtigste Teil der Arbeit, in welcher wichtige Untersuchungen und Bewertungen vorzunehmen sind. Die Phase endet in der Regel mit einem Bericht, worin das weitere Vorgehen zuhanden der Auftraggeber (Gemeinde-Exekutiven) empfohlen wird. Die dritte Phase (Fusionsvorbereitung) ist ganz auf die Fusionsabstimmung ausgerichtet. Grundlage ist der Fusionsvertrag, welcher die zukünftige Gestaltung der Gemeinde sowie verschiedene Übergangsregelungen enthält. Wird eine Fusion in der Volksabstimmung angenommen, können nun die Umsetzungsarbeiten für die neue Gemeinde in Angriff genommen werden (Umsetzung). Diese Phase endet im Leitfaden mit der Inkraftsetzung der neuen Gemeinde.

 

Der Leitfaden versteht sich als anwendungsorientierte Handlungsempfehlung und wird bei der Herausgabe vom Schweizerischen Gemeindeverband unterstützt.

 

 

Wissenschaftspreise für Dissertation "Verarmungsrisiken im Wandel"

Die Dissertation der ZVM-Mitarbeiterin Judith Fischer mit dem Titel "Verarmungsrisiken im Wandel. Analyse des Einflusses gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedingungen auf die Beantragung von Sozialhilfe" wurde mit zwei Wissenschaftspreisen ausgezeichnet (mit dem "Award of Excellence 2009" des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung und mit dem "Wissenschaftspreis 2009" der Arbeiterkammer Oberösterreich).

 

Mehr Informationen dazu finden Sie unter folgenden Links:

 

Die Dissertation von Judith Fischer  ist im Verlag Dr. Kovac erschienen:

http://www.verlagdrkovac.de/3-8300-4383-X.htm .

Gemeindefusionen

Das ZVM hat sich auf die Begleitung von Gemeindefusionen spezialiert. Aus einem Forschungsprojekt ist ein Leitfaden für Gemeindefusionen entwickelt worden.

 

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Im Kursprogramm für Gemeinden sind Weiterbildungsmöglichkeiten des ZVM und anderer regionaler Anbieter einheitlich zusammengefasst.

 

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Fetz Ursin, Prof. Dr. iur., Rechtsanwalt, Sekundarlehrer phil. I
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