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Unsere Themenreihen

Herzlich Wilkommen zu unserer Themenreihe 2012: „Querköpfe“. Dabei sind Männer und Frauen, Künstlerinnen und Umweltaktivisten, Politiker und Musikerinnen, Umweltaktivisten und viele mehr. Wir stellen Ihnen Rebellinnen, Querdenker und Aussenseiter vor und empfehlen Ihnen zu den Portraitierten wieder Lesestoff und Filme aus unserer Bibliothek.

 

 

Stöbern Sie auch in unserer letztjährigen Themenreihe "Besondere Frauen".

 

 

Querköpfe

Bruno Manser - die Symbolfigur des Widerstands gegen die Zerstörung der Regenwälder

Bildquelle: Klick auf Bild

1984 reiste der Basler Bruno Manser als 30jähriger zum ersten Mal in den Regenwald von Borneo/Malaysia. Zuvor hatte er nach der Matura Erfahrungen gesammelt in Bereichen wie Landwirtschaft, Handwerk oder Heilkunde, immer auf der Suche nach einem einfachen, umweltgerechten  Leben.

Sechs Jahre lebte und überlebte er im Dschungel mit dem Volk der Penan, und in dieser Zeit unterstützt er das indigene Volk im Kampf gegen den Raubbau des Regenwaldes durch die mit der Regierung verbandelten  grossen Holzkonzerne.

1990 wurde Bruno Manser von der Malaysischen Regierung zur „Persona non grata“ erklärt und musste fliehen.

In die Schweiz zurückgekehrt machte  er mit spektakulären Aktionen auf die katastrophalen ökologischen und sozialen Folgen der grossflächigen Abholzung aufmerksam. Man erinnert sich an den Hungerstreik auf dem Bundesplatz, den Fallschirmabsprung über Genf und an diverse Ausstellungen.

 

Trotz Einreiseverbot und ausgesetzten Kopfgelds vom indonesischen Teil Borneos brach Bruno Manser im Jahr 2000 erneut nach Sarawak auf. Seit dem 25. Mai 2000 gibt es kein Lebenszeichen mehr, alle Suchexpeditionen blieben erfolglos. Anfang März 2005 wurde Manser vom Basler Zivilgericht amtlich für verschollen erklärt.

 

Was bleibt ist das Bewusstsein vieler Menschen, Gruppen und sogar politischer Gemeinden, auf Tropenholz zu verzichten. Dieses Bestreben wird gefördert durch den „Bruno Manser Fond“, der vom Rebell und Querdenker Bruno Manser selbst im Jahr 1992 gegründet worden ist.

Der Verein engagiert sich für die Erhaltung der bedrohten tropischen Regenwälder mit ihrer Artenvielfalt und setzt sich für die Rechte der Regenwaldbevölkerung ein

 

 

In der HTW Bibliothek sind erhältlich:

Nelson Mandela - Symbolfigur des Widerstands gegen die Apartheid

Bildquelle: Klick auf Bild

Nelson Mandela wurde 1918  in der Transkei in Südafrika geboren. Vorbereitet durch den frühen Tod des Vaters auf selbständiges Denken und Handeln, bewältigte er trotz etlicher Hindernisse seine Ausbildungsjahre erfolgreich.  Als junger Student der Rechtswissenschaft engagierte sich Mandela in der politischen Opposition gegen das weisse Minderheitsregime. 1942 trat er dem African National Congress bei und gründete dort später zusammen mit Walter Sisulu, Oliver Tambo und anderen die Jugendliga des ANC, der sich dem Kampf gegen die Apartheid verschrieb. Mit dem Verbot des ANC 1960 begann die Untergrundarbeit  und schliesslich die Gründung des bewaffneten Flügels des ANC. Jahrzehnte lang kämpfte Mandela für ein nichtrassistisches Südafrika mit freien Wahlen und Stimmrecht für alle. Immer wieder wurde er inhaftiert; insgesamt verbrachte er 27 Jahre seines Lebens als politischer Häftling in Gefangenschaft.

 

Im Februar 1990 wurde das Verbot des ANC durch Staatspräsident Frederik de Klerk aufgehoben und Nelson Mandela aus der Haft entlassen. Mandela und de Klerk erhielten 1993 gemeinsam den Friedensnobelpreis. 1994 gewann der ANC die ersten demokratischen Wahlen Südafrikas. Nelson Mandela wurde vom neuen Parlament zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt.

 

Nelson Mandela hat drei Mal geheiratet und ist Vater von sechs Kindern. Seine zweite Frau, Winnie Madikizela, nahm während Mandelas langer Haft eine führende Rolle in der Antiapartheidbewegung ein.

 

Seit seinem Rücktritt engagiert sich Mandela als Rechtsanwalt in Menschenrechtsorganisationen.

Seit 2011 lebt er wieder in seinem Heimatdorf.

 

 

In der HTW Bibliothek sind erhältlich:

 

 

Kontakt

Haben Sie Anregungen oder weitere Vorschläge zu unserer Themenreihe "Querköpfe"?

Wir freuen uns über jedes Feedback.

 

Mail: bibliothek(at)htwchur.ch

Tel.: 0041 (0)81 286 24 33