Diplomarbeiten 2004
Einfache und kostengünstige Produktion von SMIL-basierten Multimedia-Präsentationen
Diplomanden: Georg Achermann, Maurus Caflisch
Referent: Prof. Bruno Wenk
Korreferent: Karl Lechner
Auftraggeber: IPK der HTW Chur, Chur
Kurzzusammenfassung:
Die Synchronized Multimedia Integration Language (SMIL) dient zur Gestaltung von interaktiven Multimedia-Präsentationen für PC, Laptop und für den Multimedia Messaging Service (MMS) auf mobilen Endgeräten. Einfach bedienbare Autorenwerkzeuge für die Realisierung SMIL-basierter Multimedia-Präsentationen sind noch rar, insbesondere solche, welche das MMS-Profil von SMIL unterstützen. Nach der Analyse bestehender Tools wurde für die Erstellung von SMIL-Präsentationen auf PC und Laptop das Open Source Autorenwerkzeug LimSee2 ausgewählt und eingesetzt. Für die Realisierung von SMIL-Präsentationen für mobile Endgeräte wurde ein eigenes Tool in Java entwickelt. Mit diesem, MMSconverter genannten, Tool können einfache SMIL-Präsentationen erstellt und als MMS-Nachrichten gespeichert werden.
Zusätzlich wurde basierend auf dem Openwave SDK die Anbindung an eine MMS-Infrastruktur über die standardisierte MM7-Schnittstelle realisiert, sodass die Nachrichten auch tatsächlich an mobile Endgeräte versendet werden können. Der MMSconverter verfügt über eine Plug-In Architektur, welche es ermöglicht, Erweiterungen einfach einzubinden, z.B. die Konversion von E-Mails in MMS-Nachrichten und die Weiterleitung an den Empfänger.
Mobile Tickets basierend auf MMS
Diplomanden: Stephan Arnold, Samuel Herger und Tobias Hösli
Referent: Prof. Dr. Rolf Hofstetter
Korreferent: Hans Kaufmann
Auftraggeber: SBB Informatik AG, Bern
Kurzzusammenfassung:
Das Mobile Ticket bietet die Möglichkeit, ein elektronisches Ticket weitgehend unabhängig vom jeweiligen Standort sowohl zu bestellen, wie auch zu beziehen. Ob diese Anwendung auch wirklich Chancen auf dem Markt hat, und welche Technologien sich für den Erwerb des Tickets anbieten, wurde im ersten Teil der Arbeit untersucht. Der zweite Teil der Arbeit befasste sich mit der MMS-Technologie, bei der zu prüfen war, ob sich die sicherheitsrelevanten Merkmale damit so übertragen lassen, dass sie ausgewertet werden können. Als bevorzugtes Sicherheitsmerkmal stand ein 2D-Barcode zur Verfügung, der mittels eines Scanners vom Zugspersonal ausgelesen werden kann. Teil der Analyse waren auch Untersuchungen von anderen Sicherheitsmethoden und Ausleseverfahren, die aufgrund verschiedener Testreihen beurteilt wurden.
Eine Reihe von Empfehlungen für die Realisation runden die Arbeit ab.
SMS-Gateway für eine exigo E-Mail-Box
Diplomanden: Patrick Bamert, Manuel Tschuor
Dozent: Merens Decasper
Experte: Thomas Schnider
Auftraggeber: Firma exigo AG, Chur
Kurzzusammenfassung:
Die Integration eines SMS- Gateways in die bestehende exigo E-Mail-Box bietet den Kunden einen weiteren interessanten Service. Mit diesem Service kann der SMS Nachrichten Versand auf einfache Art und Weise an einzelne oder mehrere mobile Empfänger durch eine gewöhnliche E-Mail ausgelöst werden.
Die Aufgaben der Diplomanden bestanden darin, einen geeigneten Provider zu evaluieren, in der bestehenden E-Mail Umgebung diverse Anpassungen auszuführen und einen lauffähigen Prototypen zur Ermöglichung dieses Dienstes zu entwickeln. Der Prototyp ist in Perl geschrieben. Er bietet dem Benutzer zusätzlich die Möglichkeit, Benachrichtigungen und Sendebestätigungen zu aktivieren. Die Variablen werden auf einem LDAP-Server verwaltet. Um allfällige Störungen schnell zu lokalisieren und zu beheben, führt die Software ein detailliertes Logfile und sendet dem Betreiber nötigenfalls Warnmeldungen.
Mobile Anwendung des "Wurth shop USA 2"
Diplomanden: Christian Forrer, Mario Zimmermann
Referent: Merens Decasper
Korreferent: Thomas Schnider
Auftraggeber: Würth Phoenix, Chur
Kurzzusammenfassung:
Damit die Prozesse im Aussendienst optimiert werden können, benötigt die Firma Würth ein mobiles Auftragserfassungstool für die Aussendienstmitarbeiter in den USA. In einer ersten Phase dieser Diplomarbeit wurde die aktuelle Situation analysiert und verschiedene Lösungsansätze werden aufgezeigt. Obwohl die Gegenüberstellung der Technologien und die Bewertung der mobilen Plattformen sehr umfangreich ist, konnte eine geeignete Auswahl für die Realisation des Prototyps getroffen werden. Im weiteren Verlauf der Arbeit wurde ein tragfähiger und benutzerfreundlicher Entwurf ausgearbeitet. Soweit möglich wurden die Methoden der objektorientierten Softwareentwicklung berücksichtigt.
Dank einer Entwicklungsumgebung (IBM Websphere) für mobile Endgeräte und unter Verwendung der Java-Technologie konnte sehr schnell ein lauffähiger Prototyp entwickelt werden. Dieser Prototyp ermöglicht die Erfassung von Auftragsdaten und erlaubt die Suche nach Kunden und Produkten. Zusätzlich zur Aufgabenstellung wird die Möglichkeit einer Online-Anbindung geprüft und realisiert.
Malware on Mobile Devices
Diplomanden: Claudio Beltrametti, Reto Calonder
Dozent: Prof. Rolf Herheuser
Experte: René Loretan
Auftraggeber: Astalavista IT Engineering, Chur
Kurzzusammenfassung:
In Zusammenarbeit mit der Firma Astalavista IT Engineering entstand ein Dokument, das die aktuelle Situation von Malware auf PDA's und Mobiltelefonen sowie den Umgang damit aufzeigt.
Dem Laien wird zu Beginn erklärt, was unter Malware zu verstehen ist und welche Technologien sich für Attacken auf mobile Geräte eignen. Parallelen zu Viren, Würmern und Trojanern, wie sie vom Computerbereich bekannt sind, werden aufgezeigt. Die Beweggründe und Motive für einen Angriff auf ein mobiles Endgerät sind vielfach ähnlich wie bei herkömmlicher Malware. Dies konnte dank einem Bericht eines Hackers bestätigt werden.
Seit dem Frühjahr 2004 sind zudem Angriffe über die Bluetooth-Schnittstelle mobiler Endgeräte in Medienberichten aufgetaucht. Im praktischen Teil der Arbeit wurde ein Bluetooth-Tool entwickelt, das einen solchen Angriff durchführen kann. Verschiedene Daten konnten damit aus einem Handy ausgelesen werden. Die Zusammenstellung geeigneter Schutzmechanismen bildet den Abschluss dieser interessanten Arbeit.
Evaluation von DVB-T/MHP-Plattformen
Diplomanden: Carli Braschler, Franco Cadosch
Referent: Prof. Dr. Bruno Studer
Korreferent: François Chapuis
Auftraggeber: Tele Rätia AG, Bonaduz
Kurzzusammenfassung:
Die Tele Rätia AG beabsichtigt einen Tourismusinformationskanal mit DVB-T/MHP in ihrem Sendegebiet auszustrahlen.
In dieser Diplomarbeit wurde ein Prototyp eines Informationskanals mit einer Entwicklungsumgebung von Sofia Digital erstellt. Es wurde bewertet, ob der Kanal die gestellten Anforderungen erfüllt und ob ein Instandhalten des Kanals kosteneffektiv gewährleistet werden kann. Zusätzlich wurde untersucht, wie ein elektronischer Programmführer parallel zum Informationskanal betrieben werden kann. Swisscom Broadcast hat eine eigene Plattform in Entwicklung gegeben, die nebst einem elektronischen Programmführer auch die Möglichkeit bietet, einen Informationskanal zu erstellen.
Um zu beurteilen, welche Plattform für den Zweck der Tele Rätia AG besser geeignet ist, wurden die Plattformen von Swisscom Broadcast und Sofia Digital analysiert und bewertet.
Secure browsing and mailing with mobile devices
Diplomanden: Markus Grob, Felix Willi
Referent: Prof. Dr. Bruno Studer
Korreferent: François Chapuis
Auftraggeber: Dr. Ralf Hauser, PrivaSphere GmbH Zürich
Kurzzusammenfassung:
Die Firma PrivaSphere betreibt einen "Secure Messaging Service", der ein sicheres Austauschen von E-Mails und Dokumenten übers Internet an beliebige Kommunikationspartner ermöglicht. Da immer mehr Benutzer ihre E-Mails unterwegs mit ihrem Smartphone oder Personal Digital Assistent (PDA) lesen wollen, möchte PrivaSphere die mobilen Geräte in ihre Architektur einbinden.
In der vorliegenden Arbeit wurden vier mobile Geräte untersucht, ob mit ihnen ein sicherer E-Mailaustausch mit angehängten Dokumenten möglich ist: ein Sony Ericsson P 900 mit Symbian OS, ein Palm Tungsten T mit Palm OS, ein Pocket LOOX 600 mit Windows CE und ein BlackBerry 7730 mit RIM als Betriebssystem. Systematisch getestet wurde, wie gut die grundlegenden Sicherheitsmechanismen wie STARTTLS, abhörsicheres LOGIN AUTH oder POP3 mit SSL implementiert worden sind. Die meisten heutigen mobilen Endgeräte sind noch nicht soweit, dass mit ihnen sichere E-Mails ausgetauscht werden können.
In der Diplomarbeit wurden zahlreiche Unzulänglichkeiten identifiziert und Verbesserungsvorschläge gemacht.
