Projektarbeiten Herbstsemester 2007
Projektarbeit HS 2007
Die berufsbegleitenden Studierenden des Studienjahres 2004 sowie die Vollzeit-Studierenden des Studienjahres 2005 arbeiteten bis am 11. Januar 2008 an ihrer ersten Projektarbeit. Folgende Themen wurden bearbeitet:
All optical CATV Networks
Studierende: Ralf Truffer, Salah Boukhaoua, Patrick Hummel
Betreuer: Dr. Rolf Hofstetter
Partner: HTW Chur
Kurzzusammenfassung:
Die Grosszahl der Datenübertragungsnetze der Schweiz sind Hybridnetze. Von der Zentrale zum Anschlusskasten ist ein Lichtwellenleiter gezogen, von welchem ein Kupferkabel zum Teilnehmeranschluss führt. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der geplanten Umrüstung auf eine reine optische Datenübertragung genannt Fiber to the Home (FTTH). Es werden die verschiedenen Technologien erläutert, sowie die Produkte die für den FTTH-Standard von Nöten sind. Anhand einer Marktanalyse wird aufgezeigt wo das grösste Potential in einer Umrüstung liegt und wer am meisten davon profitiert. Der Nutzen für den Netzbetreiber und den Service Provider, sowohl bei einem Ausbau, als auch bei der Wartung wird ebenfalls nicht ausser Acht gelassen. Mit Blick auf die Zukunft werden zum Schluss Prognosen für die FTTH-Technologie, sowie auch deren Ersatzprodukte gestellt.
Ausbau TV-Netz der Gemeinde Bad Ragaz
Studierende: Christian Bigger, Ngassam Yimga
Betreuer: Dr. Rolf Hofstetter
Partner: ewr-elektro ag, Bad Ragaz. Fernsehgenossenschaft Bad Ragaz
Kurzzusammenfassung:
Das Bestehende TV-Netz in Bad Ragaz gehört der Fernsehgenossenschaft Bad Ragaz und ist veraltet. Nun soll es dem heutigen Stand der Technik angepasst werden. Dafür mussten wir eine geeignete Technik ermitteln, welche den Erwartungen gerecht wurde und den heutigen, wie zukünftigen Ansprüchen genügten. Dazu gehörte als Erstes ein ausgiebiges Studium des bestehenden Netzes, wobei die Komponenten und die Übertragungsmedien untersucht werden. Anschliessend wurden verschiedene mögliche Techniken gesucht, diese bewertet und die am besten geeignete wurde zu einem Lösungsvorschlag ausarbeitet. Dabei wurde nicht nur die Technik, sondern auch die Übertragungsmedien angeschaut. Zum Beispiel, welche Quartiere modernisiert oder gar neu erschlossen werden mussten. Unser Lösungsvorschlag wird nun der Fernsehgenossenschaft vorgelegt und an der nächsten Versammlung im Frühling wird entschieden, wie sie den Umbau machen werden und ob sie unsere Lösung in Betracht ziehen.
Netzwerkmanagement Telecomlabor
Studierende: Alban Hoop, Mathias Füglistaler
Betreuer: Dr. Rudolf Tanner
Partner: Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien der HTW Chur
Kurzzusammenfassung:
Die bisher im Telecomlabor eingesetzten Systeme zur Überwachung des Netzwerks sind in die Jahre gekommen und nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik. Deshalb sollte in dieser Projektarbeit eine Nachfolgelösung für die bisher verwendete Kombination der Programme Cacti und WhatsUp gefunden werden.
Nach einer längeren Anforderungsanalyse bei der festgestellt wurde, dass eine Vielzahl an unterschiedlichen Tools für die Aufgabenstellung existiert, wurde beschlossen mit der Evaluierung der vier aussichtsreichsten Lösungen fortzufahren. Diese vier Lösungsvarianten wurde dann zahlreichen Tests unterzogen, welche aufzeigten, dass viele Netzwerkmanagementsysteme in der Lage sind bei Netzwerkausfällen zu alarmieren, jedoch nur wenige mit einer benutzerfreundlichen Konfiguration überzeugen können.
Das letztlich gewählte Netzwerkmanagementtool „Zabbix“ erfüllte die Anforderungen des Kunden mit Abstand am besten, woraufhin dieses auf einem Linux-Server des Telecomlabors installiert und auf die Netzwerkinfrastruktur angepasst wurde.
Kabellose Anbindung von medizinischen Sensoren
Studierende: Zanchetti Rico, Büeler Pirmin
Betreuer: Martin Studer
Partner: IMT Information Management Technology AG, Buchs SG
Kurzzusammenfassung:
Durch den Siegeszug von PC, Laptops, Mobiltelefonen usw. in den letzten 15 Jahren, stieg das Verlangen nach kabellosem Übertragen von Daten stark an, um die Kommunikation zwischen den einzelnen Geräten zu vereinfachen.
Dies führte zu sehr vielen Entwicklungen in diesem Gebiet, sodass heute dutzende Funkstandards existieren und noch ständig weitere dazukommen. Für eine bestimmte Anwendung die geeignetste Wireless Technologie zu finden, wird also immer schwieriger.
Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser einen Überblick über die zehn wichtigsten Wirelesstechnologien zu geben, indem alle einzeln beschrieben und in Tabellen
gegenübergestellt sind.
Weiter wird in diesem Bericht die passende Wireless Technologie für das Übertragen von Daten eines medizinischen Sensors ausgewählt. Die beiden Technologien Zigbee und Bluetooth, die dafür in der engeren Wahl standen, sind zudem ausführlich beschrieben.
Open Archive @ Fachhochschule Ostschweiz
Studierende: Rino Decurtins, Daniel Lys
Betreuer: Bruno Wenk
Partner: HTW Chur
Kurzzusammenfassung:
Mit einem Publikationsserver ist es der FHO möglich, Publikationen (Fachartikel, Projekt- und Bachelorarbeiten) auf den Server zu laden und einem breiten Publikum kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die drei Initiativen „Open Access“, „Open Archive“ und „Creative Commons“ regeln die Grundlagen für die Veröffentlichung, die Zusammenarbeit und den Urheberrechtsschutz.
MyCoRe ist Open Source und erfüllt sämtliche Anforderungen an einen Publikationsserver. Dieser Kern wurde zusammen mit der Webapplikation DocPortal implementiert und getestet. Die Applikation ist in Java geschrieben und verwendet XML/XSL Webtechnologien. Durch Access-Control-Lists werden der Zugriff auf Publikationen und die Rechte für die Benutzer geregelt. MyCoRe unterstützt multimediale Dokumente, sprich Text, Audio und Video. Für den Austausch der Metadaten ist die OAI-PMH Schnittstelle implementiert und der Suchmaschinenbetreiber OAIster indexiert sämtliche Metadaten und bereitet diese für die Suche auf.
Print 2.0 - user generate content
Studierende: Michael Eisel, Haris Kadic
Betreuer: Bruno Wenk
Partner: punkt.ch - Die Zeitung der Schweiz
Kurzzusammenfassung:
Die neue Generation des Webs, das Web 2.0, erlaubt, dass die Nutzer ebenfalls ihren Teil beitragen. Dabei kommt es sehr oft vor, dass die Nutzer die Grenzen überschreiten und das Web 2.0 missbrauchen. Ein Teil dieses Missbrauchs sind Beleidigungen und das Veröffentlichen von Fluchwörtern.
Die Gratiszeitung punkt.ch beauftragte die FH HTW Chur im Rahmen einer Projektarbeit, einen Filter zu entwickeln, welcher auf der Webseite von punkt.ch die Meinungen der Leser live filtert. Der Filter soll gewisse Leitplanken setzen und zusätzlich der Redaktion die Arbeit erleichtern, indem, während der Benutzer seine Meinung schreibt und veröffentlicht, die Eingabe live gefiltert und geprüft wird. Neben dem Live-Filter wurden ein Bayes-Filter und ein zusätzliches Tool implementiert, welches der Redaktion erlaubt, die eingegangenen und vom Live-Filter geprüften Benutzertexte entweder zur Veröffentlichung freizugeben, oder aus der Datenbank zu löschen.
Automatisierung einer Prüfeinrichtung für einen Flammensterilisator
Studierende: Reinhard Hassler, Thomas Freitag
Betreuer: Max Schalcher
Partner: Integra Biosciences AG, Chur
Kurzzusammenfassung:
Die Firma Integra Biosciences AG Chur entwickelt eine neue Generation ihres bestehenden Flammensterilisators FIREBOY. Um die Produktionskosten gegenüber dem bestehenden Modell zu senken, möchte man eine automatisierte Prüfvorrichtung für die Endprüfung der Geräte einsetzen.
Integra Biosciences beauftragte die HTW Chur, im Rahmen dieser Projektarbeit bereits während der Entwicklungsphase verschiedene Konzepte für eine mögliche Realisierung der Prüfvorrichtung auszuarbeiten. So konnten bereits erste Ideen zur Vereinfachung eines möglichen Prüfablaufes in das Flammensterilisator- Design einfliessen.
Von den drei erarbeiteten Konzepten wurde eines zur Realisierung vorgeschlagen. Das favorisierte Konzept stellt einen Kompromiss aus hohem Automatisierungsgrad, vertretbaren Prüfkosten und hohem Qualitätsstandart dar. Es zeichnet sich dadurch aus, dass das Prüfpersonal mittels Ablaufsteuerung durch den Prüfvorgang geführt wird. Der Prüfer wird aufgefordert, verschiedene Manipulationen am Prüfling durchzuführen. Die Auswertung wird mittels eines einfachen Kommunikationsinterfaces an die Ablaufsteuerung ausgegeben.
Pipettierroboter - Automatische Justage
Studierende: Raschle Nico, Hegland Lars, Peng Denise
Betreuer: Reto Bonderer
Partner: Hamilton Bonaduz AG
Kurzzusammenfassung:
Im Rahmen der Projektarbeit im Herbstsemester 07 wurde für die Firma Hamilton Bonaduz AG eine Messeinrichung für die genaue Positionierung des Pipettierroboters erarbeitet. Das heisst, die Position des Roboterarmes muss bis auf einen hundertstel Millimeter genau zu bestimmen sein. Ebenfalls soll die Messeinrichtung den Aufwand des Servicetechnikers minimieren und die Justage erleichtern.
Da die Messvorrichtung aus Kostengründen nicht fix am Pipettierroboter befestigt wird und daher vom Servicetechniker transportiert werden muss, darf sie ein gewisses Gewicht nicht überschreiten.
Die Projektziele wurden alle erreicht. Die Hardware wurde ausgewählt und die Software zur einfacheren Ansteuerung des Roboters erstelt. Alle Höhen und Winkel können gemessen werden und auch der Abstand der Gripper kann ermittlet werden. Alle Messdaten werde in einer Datei gespeichert und können ausgelesen werden. Trotzdem müssen für die Verwendung am Original noch Änderungen vorgenommen werden.
Pipettierroboter - Leistungsendstufe
Studierende: Martin Rupp, Rudolf Jörg, Philipp Triet
Betreuer: Max Schalcher
Partner: Hamilton Bonaduz AG
Kurzzusammenfassung:
Linearantriebe finden ein sehr vielfältiges Einsatzgebiet. Dies beginnt bei einem einfachen Portalantrieb und reicht bis zur Hochgeschwindigkeitsbahn „Transrapid“. Bis anhin wurden vielerlei Linearantriebe mit einer Motor-Riemenkombination realisiert. Durch Umlenkrollen und Zahnriemen verschlechtert sich der Wirkungsgrad. Zudem leiden solche Antriebe oftmals an eingeschränkter Dynamik, welche besonders bei Hochgeschwindigkeitsantrieben gefordert ist.
Durch die Verbreitung der Leistungselektronik ist es überhaupt erst möglich geworden Linearantriebe ohne Rotationsmotoren zu realisieren. Ähnliche Leistungselektronik wird für Brushless DC Motoren, Asynchronmotoren, Synchronmotoren und Servomotoren eingesetzt und findet eine dementsprechend breite Zielgruppe. Linearmotoren sind hochdynamisch und effizienter als herkömmliche Linearantriebe.
Handelsübliche Elektronik bietet vielerlei Möglichkeiten solche Motoren zu betreiben bzw. anzusteuern. Dies entspricht jedoch nicht den Erfordernissen der Firma Hamilton Bonaduz AG. Hamilton möchte die Leistungselektronik mit allen übrigen Komponenten eines Geräts auf einer Leiterplatte unterbringen. Es wird ausserdem lediglich eine Schnittstelle benötigt, um die Endstufe zu betreiben, im Vergleich zu dem breiten Schnittstellenangebot von kommerziellen Endstufen.
Diese Projektarbeit beschäftigt sich mit der Ausarbeitung eines Konzeptes zum einfachen Betrieb eines solchen Linearmotors. Dabei knüpft die Arbeit an das Hard-/Softwarekonzept der Firma Hamilton an (Zentrale Steuerungskomponenten). Die Realisation der Endstufe erfolgt durch Einsatz des Mikrocontrollers Infineon C167, des FPGA Lattice MACHXO2280 und der Treiber IC’s von APEX, Intersil, NEC und Fairchild.
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Neuprogrammierung eines Messplatzes
Studierende: Michael Heinemeyer, Daniel Streiff
Betreuer: Martin Studer
Partner: Reinhardt Microtech AG, Wangs
Kurzzusammenfassung:
Zur Herstellung von hochpräzisen Widerstandsschichten werden bei der Firma Reinhardt Microtech AG spezielle Materialien auf Keramik-Substrate aufgesputtert. Für die Qualitätssicherung werden jeder Charge Referenzsubstrate beigelegt. Für die Messungen der Widerstandswerte, der Alterung und des Temperaturkoeffizienten steht dem Personal ein Metallisierungsmessplatz zur Verfügung. Auf dem Computer läuft eine selbst programmierte Software, welche es zu ersetzen gilt.
Im Rahmen dieser Projektarbeit wurde die Dokumentation der alten Umgebung vervollständigt. Es wurden die Anforderungen an eine neue Software beschrieben und ein Lösungskonzept erstellt.
Mit der Programmierung von Prototypen konnte gezeigt werden, dass der neue Messplatz mit der Programmiersprache Java implementiert werden kann. Abschliessend wurde ein Entwurf skizziert, anhand dessen sich die neue Software implementieren lässt.
Broadband im Retail-Markt
Studierende: Klaus Bertsch, Mirko Demarmels, Ueli Pircher
Betreuer: Urs Kappeler
Partner: Siemens Schweiz AG, Zürich
Kurzzusammenfassung:
Für die Siemens Schweiz AG soll mit dieser praxisbezogenen Projektarbeit 1 - durch eine gezielte Analyse - die Chancen, Möglichkeiten und Wirkungen von Breitbandprodukten im Deutschen Retailmarkt aufgezeigt werden.
Hauptsächlich geht es um die gesamte Palette der Kommunikationsprodukte der Siemens Schweiz AG. Es soll anhand einer Machbarkeitsstudie analysiert werden, welche Anforderungen an die Geräte sowie die Verpackung (Aussehen, Grösse, Design) gestellt werden um diese erfolgreich im Retailmarkt platzieren zu können. Ebenfalls soll analysiert werden in wie weit ein Supportservice gewünscht ist und welche Anforderungen an einen Support gestellt werden.
Anhand der Recherchen und Analysen soll für die Siemens Schweiz AG eine Empfehlung ausgestellt werden welche Auskunft über die Konsequenzen und Chancen bei einem allfälligen Eintritt in den Retailmarkt gibt.
Zuletzt geändert: 01.02.08, DSt

