ROIS - Regionales, offenes Innovationssystem Alpenrhein
Beginn: 2008, Ende: 2011 (laufende Fortführung der erfolgreichen RIZ)
Projektleitung: Urs Jenni und Andreas Ziltener
Das Hauptziel des Projekts ist daher der Aufbau eines bedürfnisorientierten, regionalen, offenen Innovationssystems (ROIS). Damit werden die strukturellen Voraussetzungen für eine Vergrösserung der Region auf wirtschaftlicher Ebene geschaffen. Zudem wird ein gemeinsamer, grenzüberschreitender Innovationsraum etabliert. Messgrössen sind die Steigerung der kooperativen Innovationsprojekte sowie die Steigerung der grenzüberschreitenden Kooperationen.
Die Erfolgswirksamkeit von regionalen offenen Innovationssystemen zeigen neben positiven Erfahrungen insbesondere in Nordeuropa auch Schweizer und Österreicher Beispiele: Seit 1991 verfolgt das Réseau CCSO in sechs Westschweizer Kantonen erfolgreich einen stark regional verankerten, dezentral organisierten Innovationsförderungsansatz. Mit einem ähnlichen Modell werden durch InnovationsTransfer Zentralschweiz (ITZ) seit mehreren Jahren KMUs in der Region Zentralschweiz gefördert. Der Wirtschaftsstandort Vorarlberg GmbH (WISTO) weist ebenfalls Bestrebungen auf, die stark an diesem Ansatz anlehnen. Auch die beiden KMU-Zentren in Chur und Vaduz tendieren in diese Richtung.
Die zentrale Anlaufstelle in einem ROIS bildet das Regionale Innovationszentren (RIZ). Die RIZ bieten in ihren Regionen bedürfnisorientierte Innovationsdienstleistungen für die KMUs an. Sie akquirieren selbständig Projekte, wickeln diese zusammen mit den KMUs ab und übernehmen die Funktion des Gatekeeper und der Knowledge Pipline, indem sie regen Kontakt zu den Hochschulpartnern und den anderen RIZ pflegen. Falls sinnvoll sollte hierzu zu einem späteren Zeitpunkt eine Dachorganisation geschaffen werden.
Das SIFE der HTW Chur leitet das Projekt und begleitet es wissenschaftlich. Zudem fungiert das KMU-Zentrum des SIFE als Vorzeigebeispiel für die Ausgestaltung der Regionalen Innovationszentren (RIZ), da der Ansatz seit mehr als zwei Jahren in über 30 Projekten angewendet wird. Gleichzeitig stellt das SIFE als Knowledge Pipeline den Zugang zu den qualifizierten Forschungspartnern (CHOst, Hochschule Liechtenstein, FHV, Unis, FHs, ETHs, EMPA usw.) sicher. Mit zunehmender Realisierung der Projektziele werden sukzessive Leitungsaufgaben vom SIFE an die RIZ übertragen. Das SIFE kann je nach Bedarf Aufträge an weitere Forschungsinstitutionen und/oder Dienstleistungsunternehmen vergeben.

- Akteure im offenen Innovationssystem
