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Geschichte und Soziologie der Information

Modul: Geschichte und Soziologie der Information 6.1iwGSI

Niveau: Assessment-Stufe, Pflichtmodul

ECTS: 4

 

Dozenten:

Robert Barth

Edzard Schade

 

Modulanforderung:

keine

Modulziele

Die Studierenden

  • haben einen Überblick über die historische Entwicklung von Informationsträgern (Medien), von Formen bzw. Verfahren der Vervielfältigung von Medien bzw. Medieninhalten und von Kommunikatorrollen seit der Frühgeschichte.
  • wissen, dass der Zugang zu Informationen und die Möglichkeiten der Informationsverbreitung im Laufe der Zeit auf ganz unterschiedliche Weise reguliert wurde.
  • sind in der Lage, die gesellschaftliche Bedeutung der Veränderung der Medien und der Kommunikatorrollen zu erkennen und für die unterschiedlichen Bereiche der Informationsverarbeitung nutzbar zu machen (Beschaffung, Aufbereitung und Vermittlung von Informationen durch Archive, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Kommunikationsabteilungen, Forschungsabteilungen usw.).

Modulinhalte

Einstieg: Differenzierte Lese- und Schreibfähigkeit vom Altertum zur Gegenwart

  • Mündlichkeit und Schriftlichkeit und ihre Vertreter

Informationsträger und Informationsvervielfältigung vor dem Buchdruck (Frühgeschichte bis Anfang 15. Jahrhundert)

 

Mechanisierung des Buchdrucks und Folgen (Mitte 15. bis 17./18. Jahrhundert)

  • Buch, Flugblatt, Flugschrift, Kalender, das Neujahrsblatt als schweizerische Sonderform
  • Periodika: Von der „Messerelation“ zur Tageszeitung
  • vom „Journal des s¢avants“ zu wiss. Spezialzeitschrift
  • Drucktechniken und Druckgrafik

Exkurs Zensur: Formen und Phasen

 

Exkurs Verlag: Was leistet ein Verlag?

 

Entstehung der Massenpresse im Zeitalter des Liberalismus und der Industriealisierung (18.bis 19. Jahrhundert)

  • Strukturwandel der Öffentlichkeit
  • Neue Reproduktionstechniken (Text, Bild, Fotografie u.a.)
  • Wachsende Bedeutung des Bildes für die Wahrnehmung der Umwelt
  • Professionalisierung des Journalismus
  • Neue publizistische Darstellungsformen

Technisierung und Kapitalisierung der Informationsverbreitung durch den Siegeszug tertiärer Medien (19. bis 20. Jahrhundert)

  • Elektrifizierung der Informationsverbreitung: Telegraf, Telefon, Fernschreiber, Film, Radio und Fernsehen
  • Neue analoge Speicherformen
  • Neue mächtige Akteure der Informationsverarbeitung: Grossverlage, Filmindustrie, Radio- und Fernsehunternehmen, Werbeindustrie, Urheberrechtsgesellschaften u.a.
  • Medienakteure als öffentliche Personen: Reporter, Moderatorinnen, Filmhelden, Werbeikonen usw.

Digitalisierung und Konvergenz im Bereich der Informationsverarbeitung (ab 1980er Jahre)

  • Entgrenzung bestehender Medien: Konvergenz auf der Hard- und Softwareebene
  • Entstehung konvergenter Informations- und Mediendienste
  • Trends der Mediennutzung in der Gegenwart