"Erst in der Praxis habe ich bemerkt, wie umfangreich unsere Ausbildung eigentlich war."
Isabelle Walther
Abschluss: 2007
Heute tätig als Knowledge Engineer
Nach ihrer Lehre als Detailhandelsangestellte absolvierte Isabelle Walther die Kaufmännische Berufsmatura für Erwachsene und begann 2003 ein Vorpraktikum in der Stadtbibliothek Baden. Nach dem dreijährigen Vollzeitstudium begann sie als Knowledge Engineer im Bereich Communications bei der VP Bank in Vaduz. Dort ist sie unter anderem zuständig für die Konzeption und Weiterentwicklung der Webplattformen, ist in Projekte eingebunden und definierte Prozessabläufe innerhalb des Teams.
Sie haben an der HTW Chur Informationswissenschaft studiert. Warum haben Sie sich für die HTW Chur entschieden?
Der Studiengang Informationswissenschaft wird im deutschsprachigen Raum ausschliesslich von der HTW Chur angeboten, da lag die Wahl, nach Chur zu gehen, einfach nahe. Letztendlich hat mich aber der Informationstag an der HTW davon überzeugen können, mich für das Studium anzumelden.
Was war für Sie das Highlight in Ihrer Studienzeit?
Im Rückblick betrachtet sind es die Freundschaften, die entstanden sind. Immer wenn es anstrengend wurde, war der Zusammenhalt in der Klasse
besonders spürbar. Ebenso gut in Erinnerung sind die Feste, die wir immer
zum Ende des Semesters feierten.
Worauf hätten Sie gerne verzichtet während des Studiums?
Anstrengend war es vor allem, wenn in diversen Fächern gleichzeitig Prüfungen,
Referate sowie Semesterarbeiten anstanden. Die eine oder andere Nachtschicht liess sich deshalb nicht vermeiden.
Was war Ihre nächste Station nach dem Studium?
Seit Beendigung meines Studiums arbeite ich bei einer Privatbank in Liechtenstein.
Wie haben Sie den (vollen) Einstieg ins Berufsleben empfunden?
Durch die gute Einarbeitung und die interessanten Projekte, war der Berufseinstieg durchwegs positiv, und ich konnte mein Wissen aus dem Studium gleich in der Praxis umsetzen.
Welche Aspekte aus Ihrem Studium waren für Sie hilfreich?
Erst in der Praxis habe ich bemerkt, wie umfangreich unsere Ausbildung eigentlich war. Neben dem spezifischen Fachwissen der Informationswissenschaft halfen mir vor allem die betriebswirtschaftlichen Fächer sowie die Erfahrungen aus den Projektkursen beim Berufseinstieg.
Was würden Sie am Studium ändern, damit es noch praxisgerechter wird?
Da unser Studium so breit gefächert ist, würde ich an den Inhalten nichts
ändern. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Berufschancen auf nur einen
Bereich der Informationswissenschaft beschränken.
Wem würden Sie das Studium empfehlen?
Allen mit Interesse an Themen rund um Information, Wissen und elektronische
Medien. Zudem sollte man kein Problem damit haben, Referate zu halten
und Semesterarbeiten zu schreiben. Auch wenn viele nach dem Studium
in die klassischen Bereiche der Informationswissenschaft (z. B. Bibliothek)
einsteigen, steht einer Tätigkeit in einem Wirtschaftsunternehmen nichts im
Wege.


