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Diplomarbeiten 2005

Im Abschlussjahrgang 2005 des Vollzeitstudiums Information und Dokumentation wurden 15 Diplomarbeiten geschrieben. Das Themenspektrum ist entsprechend breit.

 

Einige der besten Diplomarbeiten wurden in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft publiziert und stehen online im Volltext zur Verfügung.

 

Bei Interesse an einer der anderen Arbeiten wenden Sie sich bitte an Iris Capatt.

Übersicht der Arbeiten

Abstracts

Evaluation eines Dokumentenmanagementsystems mit Blick auf den firmenweiten Einsatz

Diplomandin: Barbara Bosshart

Referent:       Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer

Korreferent:  Prof. Dr. Niklaus Stettler

 

Bei der Fülle an elektronischen Dokumenten in Unternehmen gewinnt eine zweckmässige Verwaltung an immer grösserer Bedeutung, damit die Dokumente einfach und schnell wieder aufgefunden werden können. Das Schweizer Radio DRS hat in einer Testphase auf der Ebene Radiodirektion ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) zur einfacheren und benutzerfreundlicheren Verwaltung und Recherche der Dokumente eingeführt.

In dieser Diplomarbeit geht es in einem ersten Teil darum, das DMS ‚PowerDOCS’ inklusive das Workflow-System ‚Ultimus’ und die Testphase zu untersuchen.

In einem zweiten Teil soll anhand von Befragungen über einen firmenweiten Einsatz des DMS ‚ Hummingbird EnterpriseTM 2004 – DM’ (Nachfolgesystem von ‚PowerDOCS’) nachgedacht werden. In diesen Befragungen wird das aktuelle Dokumentenmanagement der einzelnen Abteilungen und Programme von Schweizer Radio DRS betrachtet. Dabei wird überprüft, ob der Einsatz des DMS bei den einzelnen Abteilungen und dem Gesamtunternehmen grundsätzlich Sinn macht. Aufgrund dieser Auswertungen soll eine Empfehlung bezüglich des Einsatzes dieses DMS für das Schweizer Radio DRS abgegeben werden.

Rekatalogisierung - Bedeutung im Kontext der Erschliessungsentwicklung und Konzept für die Stadtbibliothek Biel

Diplomandin: Silvia Bühler

Referentin:    Denise Vosseler

Korreferent:  Prof. Dr. Bernard Bekavac

 

Infolge fortschreitenden Technologien, geänderter Regelwerke oder neuer Ansätze sind Bibliotheken in ihrer Geschichte immer wieder damit konfrontiert, dass ihre Erschliessungspraxis und –verfahren von neueren Entwicklungen überholt werden. Daraus können sich Brüche in den Katalogen ergeben. Mit Rekatalogisierungsverfahren wird versucht, diese Brüche auszugleichen. Ausgehend von der Entwicklung der Erschliessung wird im ersten Teil dieser Arbeit die Rolle der Rekatalogisierung aufgezeigt. Dabei wird betrachtet, welche Faktoren die Erschliessung beeinflussen, inwiefern Rekatalogisierung in Zukunft noch von Bedeutung sein könnte, und wie eine kontinuierliche Erschliessung erreicht werden könnte. Diese Ansätze bilden den theoretischen Hintergrund zur Erarbeitung eines Rekatalogisierungskonzepts für die noch nicht elektronisch erfassten Bestände der Stadtbibliothek Biel, auf dessen Grundlage die Rekatalogisierung geplant und durchgeführt werden kann.

Lösungsansätze für die Archivierung digitaler Baupläne der Abteilung Architektur an der Fachhochschule beider Basel

Diplomand:   Martin Cassani

Referent:      Prof. Dr. Niklaus Stettler

Korreferent: Prof. Dr. Bernard Bekavac

 

Baupläne der Gebäudearchitektur werden heute vorwiegend mit Hilfe von CAD-Verfahren (Computer Aided Design) virtuell konstruiert. Die langfristige Erhaltung der dabei entstehenden digitalen Daten birgt noch viele offene Fragen.  Die Abteilung Architektur an der Fachhochschule Basel schliesst im Sommer 2005 das KTI-Forschungsprojekt „Haus – Siedlung – Landschaft“ ab. Der grösste Teil des dabei entstandenen digitalen Projektmaterials besteht aus Planzeichnungen, die mit einem professionellen CAD-Programm erstellt und in einem proprietären Datenformat gespeichert wurden.

In der folgenden Arbeit sollen Lösungsansätze für die Archivierung von CAD-Daten aufgezeigt werden, wobei auch einer langfristigen Erhaltung der CAD-Funktionalitäten Beachtung geschenkt wird. Verschiedene bestehende Vorgehensweisen bei der Archivierung von CAD-Daten werden betrachtet und aus den dabei gewonnenen Erkenntnissen ein Archivierungskonzept für das Projektmaterial „Haus – Sieldung – Landschaft“ abgeleitet.


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RFID in Schweizer Bibliotheken: Erfahrungen und Entwicklungen

Diplomand:   Markus Christen

Referent:      Prof. Dr. Bernard Bekavac

Korreferent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer

 

Die RFID-Technologie setzt sich in unsere Welt immer mehr durch. Seit kurzem hat sie auch in Schweizer Bibliotheken Einzug gehalten. Wie bei fast jeder neuen Technologie sind die Erwartungen zuerst geradezu immens. Jetzt,  wenige Jahre nach Eröffnung der ersten Bibliothek der Schweiz mit RFID-Technik ist es Zeit, eine kleine Bilanz zu ziehen: Warum wurde RFID gewählt? Was wurde sich davon erhofft? Wie sieht die Realität aus? Wo zeigen sich Probleme mit der Technik? Ist die Technik vielleicht für andere Anwendungen im IuD-Bereich einsetzbar?

Auf diese Fragen versucht die Arbeit Antworten zu geben. Darüber hinaus wird kurz die Funktionsweise der RFID-Technik erklärt, Anwendungen von RFID neben Bibliotheken angesprochen, die zur Zeit möglichen Anwendungsgebiete der Technik in Bibliotheken vorgestellt, und der Aspekt Datensicherheit bzw. Datenschutz ausführlich behandelt.

Erhebung über den Stand von Records Management in der Schweiz. Eine Benchmarking-Studie über die chemisch-pharmazeutische Branche

Diplomand:   Luigi Ciullo

Referent:      Prof. Dr. Niklaus Stettler

Korreferent: Prof. Dr. Norbert Lang

 

Unternehmen werden heutzutage unabhängig davon, zu welcher Branche sie gehören, nicht nur mit immer strengeren Unternehmensrichtlinien und Regulierungsauflagen kon-frontiert, sondern gleichzeitig mit einem exponentiellen Wachstum des Unternehmen – Contents und des Informationsflusses. Dabei müssen Unternehmen in stark regulierten Branchen, wie der chemisch-pharmazeutischen Industrie, in der Lage sein, mit den Auswirkungen der wachsenden Informationsflut und deren gesetzlichen Regelungen, effizient umzugehen. Die mangelhafte Einhaltung geltender Vorschriften kann für Unternehmen dieser Bran-che ernste Konsequenzen haben. Dazu zählen neben erheblichen Einbussen bei der Rentabilität auch ein längeres Time-to-Market und der Verlust von Wettbewerbsvorteilen.

Das kann nur vermieden werden, wenn Forschungsergebnisse sauber dokumentiert und für eine lange Zeit ordnungsgemäss archiviert werden. Deshalb ist das Records Management in dieser Branche unumgänglich.

Diese Ausarbeitung will anhand von Interviews mit acht RM-Verantwortlichen den Stand von Records Management in der schweizerischen chemisch- pharmazeutischen Branche zeigen, Handlungsbedarfe formulieren und generelle Trends dieser Disziplin aufzeigen. Zudem wird der Status vom RM in dieser Industrie mit anderen Benchmarks wie dem öffentlichen Sektor in der Schweiz und in New South Wales sowie grossen Industrieunternehmen in den USA verglichen.

Strategische Kommunikation für Bibliotheken Die Stakeholderkommunikation als Modell, Konzept und Fallstudie

Diplomandin: Evelyne Fürst

Referent:       Prof. Dr. Josef Herget

Korreferent:  Prof. Dr. Robert Barth

 

In der letzten Zeit vollzog sich in den privatwirtschaftlichen Public Relations ein Paradigmenwechsel, der aus der Unternehmenskommunikation hervorgegangen ist: die Stakeholderkommunikation. Sie erlaubt ein gezieltes Analysieren und Ansprechen der Stakeholder einer Unternehmung. Auch Bibliotheken sehen sich mit verschiedenen Stakeholdern und ihren Ansprüchen konfrontiert. Bis anhin wurden diese in den bibliothekari-schen Public Relations nur bedingt beachtet. Die vorliegende Diplomarbeit erarbeitet auf der Grundlage der Strategischen Kommunikation ein Modell der bibliotheksspezifischen Stakeholderkommunikation. Dieses erlaubt die systematische Analyse der Stakeholder, deren Bedürfnisse und entwickelt darauf basierend eine neue Kommunikationsstrategie. Das in der Diplomarbeit erarbeitet Modell wird anhand einer Fallstudie getestet und reflektiert.

Bestandespräsentation in Didaktischen Zentren. Dargestellt am Beispiel der Bibliothek der Pädagogischen Fachhochschule Graubünden

Diplomandin: Gaby Gujan

Referent:       Denise Vosseler

Korreferent:  Prof. Dr. Norbert Lang

 

Das veränderte Kaufverhalten der Kunden, ausgelöst durch die Übersättigung der Märkte und der immer mehr verfügbaren Freizeit, hat auch Auswirkungen auf Bibliotheken. Die Atmosphäre und erste Sinneseindrücke sind entscheidend. Der Präsentation des Bestandes in den Räumlichkeiten der Bibliothek kommt dementsprechend eine bedeutende Rolle zu.

Ziel jeder Bibliothek sind zufriedene Benutzende. Diese Arbeit zeigt anhand der Bibliothek der Pädagogischen Fachhochschule Graubünden die wichtigen Faktoren im Bereich Bestandespräsentation auf, die zur Erfüllung dieses Ziels notwendig sind. Dazu wird in einem ersten Schritt die Ist-Situation der Bestandespräsentation der Bibliothek der Pädagogischen Fachhochschule Graubünden analysiert. Danach werden Merkmale und Aufgaben eines Didaktischen Zentrums ausgearbeitet. Als nächstes folgen ein theoretisches sowie ein praktisches Kapitel zum Thema Bestandespräsentation, indem Fachliteratur ausgewertet bzw. drei Best-Practice-Institutionen analysiert werden. Optimierungsmöglichkeiten für die Bibliothek der Pädagogischen Fachhochschule Graubünden bilden den Abschluss dieser Arbeit.

Virtuelle Fachbibliotheken: Ein Konzept auch für die Schweiz?

Diplomandin: Justine Haeberli

Referent:       Prof. Dr. Josef Herget

Korreferent:  Prof. Dr. Robert Barth

 

Virtuelle Fachbibliotheken bündeln grundsätzlich alle verteilt und zentral vorliegenden, relevanten Informationsressourcen eines Fachgebietes. Als zentraler Einstiegspunkt ermöglichen sie ihren Nutzern den Zugang zu wissenschaftlicher Fachinformation über das Internet.

In der vorliegenden Diplomarbeit werden in einem ersten Teil die Virtuellen Fachbibliotheken Deutschlands typisiert. Nach einer Definition und begrifflichen Abgrenzungen wird die Bedeutung der Förderung der überregionalen Literaturversorgung durch die DFG im Zusammenhang mit den Virtuellen Fachbibliotheken aufgezeigt sowie ein Überblick über die Virtuellen Fachbibliotheken in Deutschland gegeben. Anschliessend wird deren modulares Konzept betrachtet sowie neue Aspekte und Einflüsse auf die Entwicklung von Virtuellen Fachbibliotheken exemplarisch beschrieben. Der zweite Teil der Arbeit betrachtet die Bibliothekslandschaft der Schweiz mit Schwerpunkt auf Projekten und Initiativen der digitalen Informationslandschaft an den Hochschulbibliotheken. Die Übertragbarkeit des Konzepts der Virtuellen Fachbibliotheken auf die Informationslandschaft der Schweiz wird im letzten Teil der Arbeit betrachtet, wobei die Nachnutzbarkeit dieses modularen Konzeptes analysiert wird. Dort werden auch Empfehlungen für den Aufbau und die Entwicklung eines Konzeptes zur digitalen wissenschaftlichen Informationsversorgung in der Schweiz diskutiert. Eine Vision, wie diese Informationsversorgung aussehen könnte und die daraus abgeleitete Empfehlungen runden die abschliessende Diskussion ab.

Einführung in das Thema Digital Reference Services und Möglichkeiten zum Einsatz von Realtime Reference Services in Schweizer Bibliotheken anhand des Praxisbeispiels der ETH-Bibliothek Zürich

Diplomandin: Nathalie Hutter

Referent:       Prof. Dr. Bernard Bekavac

Korreferent:  Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer

Partner:         ETH-Bibliothek Zürich

 

Immer mehr Informationen stehen heutzutage in digitaler Form zur Verfügung und können über das Internet ortsunabhängig und rund um die Uhr abgerufen werden. Viele Bibliotheken haben auf diese Entwicklung reagiert und stellen ein entsprechendes digitales Angebot (Webkataloge, Datenbanken, Linksammlungen etc.) zur Verfügung. In einem nächsten Schritt müssen auch die Auskunftsdienstleistungen in digitaler Form angeboten werden. Diese Auskunftsdienstleistungen über das Internet werden als Digital Reference Services bezeichnet.

Im ersten Teil der Diplomarbeit werden die verschiedenen Formen von Digital Reference Services wie E-Mail, Chat, Voice over IP und Videokonferenz vorgestellt. Auch wird der Stel-lenwert der Digital Reference Services in verschiedenen Ländern beleuchtet. Der zweite Teil ist den Auskunftsdienstleistungen in Echtzeit gewidmet. Anhand des Praxis-beispiels ETH-Bibliothek Zürich wird untersucht, wie diese Formen zum Einsatz kommen können. Am Schluss der Arbeit wird versucht, die Ergebnisse auch auf andere Schweizer Bibliotheken zu übertragen.

Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Öffentlichen Bibliotheken in der Schweiz

Diplomandin: Lorena Ianzito

Referent:       Prof. Dr. Robert Barth

Korreferent:  Prof. Dr. Niklaus Stettler

 

Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Öffentlichen Bibliotheken findet in der Schweiz meistens noch zufällig und punktuell statt. Zudem wird grosses Gewicht auf die Leseförderung gelegt. Die Vermittlung von Informationskompetenz wird erst in neueren Projekten integriert.

Die Arbeit untersucht, wie die Zusammenarbeit zwischen Schulen der Primar- und Sekundarstufe I und Allgemeinen Öffentlichen Bibliotheken intensiviert und verbessert werden kann. Dafür werden in einem ersten Teil die Bedeutung von Öffentlichen Bibliotheken als Bildungsinstitutionen und Konzepte der Förderung von Informationskompetenz auf der Primar- und Sekundarstufe dargelegt. Mit Hilfe einer Best Practice-Analyse werden Merkmale einer wirksamen Kooperation ermittelt. Darauf aufbauend wird ein Konzept zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Öffentlichen Bibliotheken in der Schweiz erstellt. Es handelt sich um ein Grobkonzept, das bei einer Umsetzung detaillierter ausgearbeitet werden muss. Dieses Konzept wird als Beispiel auf die Freihandbibliothek St. Gallen übertragen. Dabei werden Empfehlungen für eine intensivere und innovative Kooperation mit den umliegenden Schulen abgegeben.

Lucernensia an der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern Evaluation, Konzept und Entwicklung einer Checkliste zum kantonalen Sammelauftrag

Diplomand:   Stefan Mauruschat

Referent:      Prof. Dr. Robert Barth

Korreferent: Prof. Dr. Niklaus Stettler

 

Die Sammlung und Sicherung des kantonalen Dokumentenerbes ist ein zentraler Auftrag von Kantonsbibliotheken. Schweizweit gibt es keine einheitliche Praxis zur Umsetzung dieses Auftrags und die einzelnen Bibliotheken haben nur wenige schriftliche Kriterien, was gesammelt werden soll. An der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern gab es bisher trotz Diskussionen unter den Fachreferenten keine Einigung. Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit ist die aktuelle Praxis der Fachreferenten an der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern. Gesetzliche Grundlagen werden analysiert und die Sammelpraxis verschiedener Bibliotheken dargestellt. Die Sammlung wird zu jener des Staatsarchivs abgegrenzt, der Bezug zur Kantonsbibliographie geklärt. Aus den diversen daraus folgenden Möglichkeiten resultiert ein Konzept nach dem "Best Practice-Prinzip". Begriffe werden definiert und Grundsätze für die Sammlung aufgestellt. Zentraler Punkt ist eine Checkliste, die den Fachreferenten und der Erwerbungsabteilung die Entscheidung zur Aufnahme einer Publikation in den Lucernensia-Bestand erleichtert. Daneben werden organisatorische Massnahmen skizziert, welche die Sammlung optimieren können.

Modell einer Kosten-Nutzen-Analyse für elektronische Zeitschriften – dargestellt am Beispiel der STM-E-Journals der Bibliothek des Paul Scherrer Instituts (PSI)

Diplomandin: Monika Puwein

Referent:       Prof. Dr. Josef Herget

Korreferent:  Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer

 

Seit einigen Jahren ist in wissenschaftlichen Bibliotheken die Kostenproblematik elektronischer Produkte aus dem STM-Bereich (Sciences, Technology & Medicine) aktuell. Im Gegensatz zu den Bibliotheksbudgets steigen vor allem die Preise der elektronischen Zeitschriften kontinuierlich an. Aufgrund der knappen Ressourcen müssen von den Bibliotheken Entscheidungen in Hinsicht auf ihr elektronisches Zeitschriftenangebot getroffen werden. Vermehrt basieren diese Entscheidungen auf den Ergebnissen von eigens dafür durchgeführten Kosten-Nutzen-Analysen. In der Literatur werden oft die Problemsituationen bestimmter Institutionen aufgezeigt und behandelt. Die individuellen Lösungen können jedoch nicht ohne weiteres auf andere Institutionen übertragen werden. Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit ist die aktuelle Praxis der Fachreferenten an der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern. Gesetzliche Grundlagen werden analysiert und die Sammelpraxis verschiedener Bibliotheken dargestellt. Die Sammlung wird zu jener des Staatsarchivs abgegrenzt, der Bezug zur Kantonsbibliographie geklärt. Aus den diversen daraus folgenden Möglichkeiten resultiert ein Konzept nach dem "Best Practice-Prinzip". Begriffe werden definiert und Grundsätze für die Sammlung aufgestellt. Zentraler Punkt ist eine Checkliste, die den Fachreferenten und der Erwerbungsabteilung die Entscheidung zur Aufnahme einer Publikation in den Lucernensia-Bestand erleichtert. Daneben werden organisatorische Massnahmen skizziert, welche die Sammlung optimieren können.

Das Erwerbungsprofil im Kontext der Entwicklungstendenzen Pädagogischer Hochschulbibliotheken aufgezeigt am Infozentrum der PHZ, Teilschule Schwyz

Diplomandin: Deborah Ricklin

Referentin:    Denise Vosseler

Korreferent:  Prof. Dr. Norbert Lang

 

In den letzten Jahren entstanden in der Schweiz aus zahlreichen Lehrerseminaren Pädagogischen Hochschulen. Durch diese Umstrukturierung auf die Tertiärstufe des Bildungssystems, ändert sich auch der Leistungsauftrag der ehemaligen Seminarbibliotheken. Die Seminarbibliotheken müssen nicht nur neue Bedürfnisse berücksichtigen, sondern auch auf die verschiedene Entwicklungstendenzen im Bestandsangebot und Dienstleistungsbereich von Hochschulbibliotheken eingehen.

Innerhalb der folgenden Arbeit wird versucht, die wichtigsten Entwicklungstendenzen, vor allem im Bereich des Bestandsangebots aufzuzeigen. Aufgrund der neuen Entwicklungstendenzen und der Umstrukturierung ist für die Seminarbibliotheken eine transparente und kontrollierte Bestandspolitik unerlässlich. In einem weiteren Teil der Arbeit wird das vor allem im deutschsprachigen Raum oftmals umstrittene Erwerbungsprofil aufgegriffen und dessen Bedeutung im Hinblick auf den neuen Leistungsauftrag der Seminarbibliotheken aufgezeigt. Der Abschluss der Arbeit bildet die Erstellung eines konkreten Erwerbungsprofils unter Einbezug der neuen Entwicklungstendenzen für das Infozentrum der PHZ Schwyz.

Konzept zur Bestandespräsentation am neuen Standort der Kinder- und Jugendbibliothek der Zentralbibliothek Solothurn

Diplomandin: Rahel Rothen

Referentin: Denise Vosseler

Korreferent: Prof. Dr. Norbert Lang

 

Kinder und Jugendliche sind die Bibliotheksgeneration von morgen und damit die Zukunft der Bibliotheken. Es ist wichtig, ihnen den Zugang zu den Medien durch eine bewusste Bibliotheksarbeit zu erleichtern. In der deutschsprachigen Fachliteratur wurde die Frage nach der ,richtigen’ Gestaltung einer Kinder- und Jugendbibliothek in den letzten Jahrzehnten immer wieder diskutiert.

Diese Diplomarbeit widmet sich dem Thema „Bibliotheksarbeit mit Kindern und Jugendlichen unter dem Aspekt der Medienpräsentation“, ausgehend von der Kinder- und Jugendbibliothek (KiJuBi) Solothurn. Diese kann aufgrund des Platzmangels ihren attraktiven und aktuellen Medienbestand nicht mehr genügend zur Geltung bringen. Der bevorstehende Umzug gab Anlass zur Entwicklung eines Konzepts für die Raumnutzung und -gestaltung sowie zur benutzerorientierten Überarbeitung der Bestandesgruppen. Dazu wird die Bibliotheksarbeit und verschiedene benutzerorientierte Bibliothekskonzepte aus Sicht der Kinder- und Jugendbibliotheken erläutert, auf die Bestandespräsentation eingegangen und vier Best Practice-Beispielen betrachtet. Abschliessend werden der KiJuBi unter Berücksichtigung neuer Trends sowie der Rahmenbedingungen und vorhandenen Ressourcen Empfehlungen zur Optimierung ihrer Bestandespräsentation gegeben.

Entwicklung und Erprobung vom Analyseinstrument „ReaDy“, zum systematischen Vergleich der Nutzerbedürfnisse und der Bedürfnisse der Dokumentenlieferer, mit dem Sammelauftrag der Dokumentationsstelle - Erprobt in der Dokumentationsstelle Riehen BS.

Diplomandin: Christa Schmid

Referent:       Prof. Dr. Niklaus Stettler

Korreferent:  Prof. Dr. Norbert Lang

 

Dokumentationsstellen bauen ihre Dienstleistungen auf der Sammlung auf. Komplexe Überlegungen, in denen die Situation der Nutzer und der Lieferer parallel betrachtet werden, sind kaum Thema von Diskussionen.

Durch die Erstellung des Analyseinstruments „ReaDy“, welches den Ablauf Leser/Nutzer und den Ablauf Lieferer mit dem Sammelauftrag der Dokumentationsstelle vergleicht, sollen die verschiedenen Positionen systematisch untersucht werden. Auftauchende Diskrepanzen sollen genauer betrachtet und durch lösungsorientierte Handlungsempfehlungen einander näher gebracht werden. Durch die Anwendung vom Analyseinstrument in der Gemeindeverwaltung und der Dokumentationsstelle Riehen, wird das Analyseinstrument in der Praxis angewendet. Die aus den auf Interviews, Analysen und Vergleichen abgestützten Untersuchungen resultierenden Handlungsempfehlungen, sollen praxisnah sein. Weiter soll durch die Analyse der Kontakt zwischen Nutzern, Ablieferern und Mitarbeitenden der Dokumentationsstelle und das gegenseitige Verständnis gefördert werden.

Die Erfahrungen dieser ersten Anwendung vom Analyseinstrument bringen Hinweise für den zukünftigen Einsatz von „ReaDy“ in Dokumentationsstellen.

Infoabende

Im März finden wieder an verschiedenen Standorten Informationsveranstaltungen zu unseren Studienangeboten statt.

  • Mittwoch, 07. März, Zürich (Zentralbibliothek)
  • Donnerstag, 08. März, Chur (Kantonsbibliothek)
  • Dienstag, 13. März, Winterthur (ZHAW, 19:00 Uhr)
  • Mittwoch, 14. März, Luzern (Zentral- und Hochschulbibliothek)
  • Donnerstag, 15. März, Bern (Universitätsbibliothek)
  • Dienstag, 20. März, Basel (Universitätsbibliothek)

Der Beginn der Veranstaltungen ist, sofern nicht anders angegeben, jeweils um 18:15 Uhr. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bachelor in Information Science

Ihr Einstieg in die Welt der Informationswissenschaft

Master of Science in Information Science

Forschungsorientierte Vertiefung Ihres Wissens

Master of Advanced Studies in Information Science

Ihre Weiterbildung für den professionellen Umgang mit der wachsenden Informationsflut