Bachelorarbeiten 2009
Im Abschlussjahrgang 2009 des Voll- und Teilzeitstudiums Informationswissenschaft wurden insgesamt 45 Bachelorarbeiten in den Vertiefungsrichtungen Archivwissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Informationsmanagement und Medienwirtschaft geschrieben.
Einige der besten Diplomarbeiten werden in nächster Zeit in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft publiziert und stehen dann online im Volltext zur Verfügung.
Bei Interesse an einer der anderen Arbeiten wenden Sie sich bitte an Iris Capatt.
Übersicht der Arbeiten
Abstracts
2D-Codes – Übersicht und Einsatzszenarien an Hochschulen
Diplomand: Pascal Andres
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Korreferent: Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann
Zweidimensionale Codes treten in verschiedensten Zusammenhängen auf und werden für viele Zwecke verwendet. Ursprünglich eine Entwicklung aus Produktions- und Logistikbranchen trifft man sie inzwischen auch als Alltagsanwendung an, welche den schnellen Zugriff vom Handy auf Websites ermöglicht. Die steigende Anzahl Mobiltelefone mit integrierter Kamera trägt massgeblich zu diesem Erfolg bei, der allerdings noch durch die geringe Verbreitung von 2D-Codereadern gebremst wird. Diese zwei Voraussetzungen erlauben die Erfassung der Codes und eröffnen damit eine Fülle von Anwendungen, die sich mit den Anforderungen mobiler Surfer weiterentwickeln. In der hier vorliegenden Arbeit sollen aus dieser Menge vielversprechende Ansätze vorgestellt werden um danach ihren möglichen Nutzen für
unterschiedliche Hochschulbereiche zu überprüfen. Ausgehend von der HTW Chur wird schliesslich eine letzte Auswahl von passenden Applikationen getroffen die anhand von Einsatzszenarios besprochen werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen als Indikator für die weitere Entwicklung von 2D-Codes im Allgemeinen und speziell im Nutzungskontext von Hochschulen dienen.
Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek EZB: Geschichte - Gegenwart - Zukunft
Diplomand: Raffael Ammann
Referent: Dr. Rafael Ball
Korreferentin: Gabi Schneider, M.A.
Die Geschichte der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) ist von grossem Erfolg gekennzeichnet. Die Verfügbarkeit neuer Informations- und Kommunikationstechnologien und das Aufkommen der E-Journals schufen den Bedarf und da-mit die Voraussetzung für diesen innovative und nutzerorientierten Dienstleis-tungs-Service in Bibliotheken. Die EZB wird heute als die wichtigste und grösste Datenbank für elektronische Zeitschriften wahrgenommen und gilt damit als eines der bedeutendsten bibliothekarischen Projekte der vergangenen zehn Jahre im europäischen Raum. Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Faktoren für diesen Erfolg massgebend sind. Dazu werden in einem ersten Teil die Entstehung und die Entwicklungsge-schichte der EZB analysiert. Im zweiten Teil wird anhand einer Online-Befragung der EZB-Administratoren die gegenwärtige Akzeptanz der Dienstleistung ermittelt. Auf Grund der Ergebnisse wurden fünf kritischen Erfolgsfaktoren identifiziert und in einem Punkt Handlungsbedarf festgestellt. Abschliessend werden mögliche Indi-katoren zur zukünftigen Entwicklung der EZB dargelegt.
Bestandserhaltung: Risikoanalyse und Massnahmenkatalog für die Stadtbibliothek Zofingen
Diplomand: Simon Bähler
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferentin: Gabi Schneider, M.A.
Bestandserhaltung umfasst alle vorbeugenden und behandelnden Massnahmen, die zum Schutz und zur Erhaltung von Kulturgut ergriffen werden. Dies erfordert die Auseinandersetzung mit zahlreichen präventiven, notfallvorbereitenden und nachgelagerten Aspekten – von der korrekten Lagerung und Benutzung, über die Ausarbeitung eines Notfallplans bis hin zu Restaurierungstätigkeiten. Die Arbeit besteht aus zwei Teilen: Zuerst wird kurz auf aktuelle Entwicklungen in der Bestandserhaltung eingegangen. Der praktische Hauptteil beschäftigt sich konkret mit der Gefahrensituation von Standort und Gebäude der Stadtbibliothek Zofingen. Mittels einer qualitativen Risikoanalyse werden der Reihe nach die Eintretenswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen von Gefahren sowie die Effektivität der vorhanden Sicherheitssysteme ermittelt. Aus diesen drei Faktoren erfolgt schliesslich eine Risikobewertung. Anschliessend werden strategische, organisatorische, einrichtungsbezogene und bauliche Massnahmen vorgeschlagen, die allesamt eine Reduktion des Risikos zum Ziel haben.
Evaluation von E-Learning Tools und Systemen: exemplarische Umsetzung anhand des Lerninhalts "wissenschaftliche Suchmaschinen"
Diplomandin: Martina Blessing
Referent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Das Suchen und Finden wissenschaftlicher Informationen im Internet gewinnt durch die vielen verfügbaren Quellen immer mehr an Wichtigkeit. Wissenschaftliche Suchmaschinen unterstützen diese Suche, der Umgang mit ebendiesen muss, wegen ihren spezifischen Funktionalitäten, jedoch zuerst erlernt werden. Im Rahmen des Projekts E-lib.ch soll ein E-Learning Angebot für die Suche mit wissenschaftlichen Suchmaschinen erstellt werden. In der vorliegenden Arbeit geht es um die geeigneten Tools und/oder Systeme zur Umsetzung dieses E-Learning Angebotes. Zuerst werden die Anforderungen an eine Software herausgearbeitet, es folgt eine begründete Auswahl von Tools und Systemen und deren Evaluation mittels Kriterienkatalog. Exemplarisch wird abschliessend eine Umsetzung mit den, gemäss Evaluation, geeignetesten Produkten getätigt und dokumentiert. Daraus entwickeln sich Empfehlungen für die Auswahl von Software für den Lerninhalt "wissenschaftliche Suchmaschinen".
Metadatenschema für die Erschliessung von Videos am Beispiel von Tanzvideos
Diplomandin: Ursina Brändli
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferentin: Gabi Schneider, M.A.
Audiovisuelle Dokumente bereichern unser Kulturgut und müssen als Zeitzeugen erhalten und zugänglich gemacht werden. Die audiovisuellen Objekte stellen eine Herausforderung für Gedächtnisorganisationen dar. Der sachgerechte Umgang mit audiovisuellen Dokumenten konfrontiert die Gedächtnisorganisationen mit einer komplexen Erschliessung und Erhaltung.
Die vielen Formate verlangen ein grosses Fachwissen, um sachgerecht archiviert und zugänglich gemacht zu werden. Der Inhalt von audiovisuellen Dokumenten, es kann sich dabei sowohl um stehende als auch um bewegte Bilder handeln, sowie die Erfassung der Migrationsgeschichte sind eine grosse Anforderung für die Metadaten der inhaltlichen Erschliessung. Daher wurde ein Metadatenschema entwickelt, welches den Fokus auf die Erschliessung von Videos legt und diese anhand des Beispiels von Tanzvideos behandelt. Es ist nach Arbeitsprozessen strukturiert und wurde mittels Erschliessungsszenarien und Expertengesprächen evaluiert. Das Metadatenschema richtet sich an Institutionen, welche audiovisuelle Dokumente, im speziellen Videos, erschliessen und soll als Hilfsmittel und Gedankenanstoss dienen.
Die aktuelle Situation der Informationsvermittlung in privatwirtschaftlichen Unternehmen der Deutschschweiz
Diplomandin: Simone Bruckner
Referent: Prof. Dr. Urs Naegeli
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Diese Bachelor-Thesis beschäftigt sich mit der Situation der Informationsvermittlungsstellen in privatwirtschaftlichen Unternehmen der Deutschschweiz. Insbesondere durch das Aufkommen des Internets erleben sie zurzeit einen Umbruch und müssen sich neu ausrichten. Im Zentrum dieser Arbeit stehen Experteninterviews und eine schriftliche Befragung. Die Experteninterviews wurden mit Personen geführt, die einen guten Überblick über die Szene haben. Die schriftliche Befragung fand in Informationsvermittlungsstellen von privatwirtschaftlichen Unternehmungen der Branchen Banken, Consulting, Medien, Pharma- und Chemieindustrie und Versicherungen statt. Im ersten Teil werden die oben genannten Branchen kurz analysiert, danach werden die Experteninterviews und die schriftliche Befragung ausgewertet. Aufgrund dieser Ergebnisse werden mögliche Trends für die Zukunft dargestellt und Empfehlungen für Informationsvermittlungsstellen abgegeben.
Informations- und Kommunikationsdesign für touristische Websites am Beispiel der Website TicinoInfo
Diplomandin: Hildegard Carisch
Referent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Korreferent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Die Tourismusbranche wird mit neuen Informations- und Kommunikations-Technologien vorangetrieben, die das Verbraucherverhalten entscheidend verändern. Für die Tourismusverantwortlichen bedeutet dies eine permanente Herausforderung. Einerseits sollen alle Informationen übersichtlich, jederzeit und überall nach neusten Standards verfügbar gemacht werden, andererseits soll der Kunde nicht mit elektronischen Daten überflutet werden, die er gar nicht haben möchte. Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Optimierung des Informations- und Kommunikationsdesigns von touristischen Websites unter Berücksichtigung von Mehrwerten und Potentialen neuer touristischer Trends. Über eine expertenorientierte, heuristische Evaluationsmethode werden die grundlegenden Kriterien in strategischen und taktischen Werte gruppiert als Kriterienkataloge ausgearbeitet und über einige Best Practice-Anwendungen mit der empirischen Forschungsmethode einer Inhaltsanalyse erhoben. Am Fallbeispiel der Website TicinoInfo werden die Interdependenzen der strategischen und taktischen Werte analysiert und mögliche Mehrwerte und Potentiale skizziert.
E-Health: Auswirkungen der Online-Informationssuche des Patienten auf die Arzt-Patient-Beziehung
Diplomandin: Annet Disler
Referent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Korreferent: Prof. Dr. Urs Naegeli
Immer mehr Patienten suchen im World Wide Web nach Gesundheitsinformationen, um sich über Behandlungsmöglichkeiten, Diagnostik und Krankheiten zu informieren. Dies kann den informierten Patienten hervorbringen, der Experte seiner Krankheit wird und in der Arzt-
Patient-Beziehung aktiv Einfluss nimmt auf Therapie- oder Behandlungsentscheidungen. In der vorliegenden Bachelor-Thesis wird zum einen die Online-Informationssuche des Patienten thematisiert, zum anderen werden die Auswirkungen der Online-Informationssuche des Patienten auf die persönliche Krankheitsbewältigung und auf die Arzt-Patient-Beziehung mit Hilfe der Literatur und mit einer teilstandardisierten Befragung mit fünf Patienten und fünf Ärzten untersucht.
Ökonomischer Mehrwert von Bibliotheken, aufgezeigt anhand ausgewählter Dienste der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Diplomandin: Patricia Dürring
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Immer häufiger werden Fragen über den ökonomischen Wert von Bibliotheken gestellt. Dadurch stehen Bibliotheken heute zunehmend unter dem Druck, ihre Ergebnisse in betriebswirtschaftlichen Kennzahlen darzulegen. In der Fachliteratur erscheinen vermehrt Artikel zu diesem Thema, jedoch ohne einheitlichen Umgang mit der Terminologie. Diese Bachelor-Arbeit bietet zunächst einen Überblick über den Stand der Forschung. Auf diesem Theorieteil aufbauend wird eine ökonomische Mehrwertrechnung für zwei Dienste der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern durchgeführt. Als erstes wird der jährliche Wert der ausgeliehenen Medien geschätzt und in ein Kosten-Nutzen-Verhältnis gesetzt. Nachfolgend wird mit einer Benutzerbefragung ein allfälliger indirekter wirtschaftlicher Nutzen aus der Bibliotheksbenutzung aufgezeigt, sowie der monetäre Wert des Lesesaal als Lernort mit der Contingent Valuation-Methode geschätzt. Auch dieser Wert wird in ein Kosten-Nutzen-Verhältnis gesetzt. Die Arbeit zeigt die Chancen und Möglichkeiten, aber auch die Probleme und Grenzen der ökonomischen Mehrwertrechung für Bibliotheken auf.
Information Audit
Diplomandin: Simone Epper
Referent: Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann
Korreferent: Prof. Dr. Urs Naegeli
Das Information Audit (IA) ist eine Methode zur Überprüfung der Informationssituation in Unternehmen im Hinblick auf die optimale Nutzung der Ressource Information. Ziel eines Information Audits ist, Informationsressourcen zu identifizieren und deren Verwendung mit Blick auf die Unternehmensstrategie zu evaluieren um letztlich eine effizientere Organisationsstruktur zu ermöglichen. Im ersten Teil dieser Bachelor-Arbeit wird der aktuelle Forschungsstand anhand von verschiedenen Information Audit Modellen aufgezeigt. Zudem wird das Information Audit anhand eines Vergleichs mit anderen informationsspezifischen Audits eingegrenzt und anschliessend in die Begriffswelt der Informationswissenschaft eingeordnet. Der zweite Teil dieser Arbeit befasst sich mit der aktuellen Situation in Schweizer Unternehmen. Mittels Experteninterviews wird die Verbreitung des Information Audits in der raxis untersucht. Die Ergebnisse werden anhand von drei Hypothesen aufgearbeitet. Dabei wrden die Bedürfnisse der Unternehmen sichtbar.
Joint-Use-Library – ein Modell für die Schweiz?
Diplomandin: Simone Fasola
Referentin: Gabi Schneider, M.A.
Korreferent: Prof. Dr. Robert Barth
In der Schweiz haben sich Studien- und Bildungsbibliotheken mehrheitlich in Richtung der Allgemeinen Öffentlichen Bibliotheken entwickelt und ihren wissenschaftlichen Charakter weitgehend abgelegt. Die Arbeit analysiert, inwieweit sie damit dem Modell der Joint-use-Libraries entsprechen. Schwierig erweist sich die Abgrenzung vom Konzept der Public Library. Die einschlägige Fachliteratur beschreibt entweder fusionierte Bibliotheken verschiedener Typen oder bestehende Bibliotheken, die um eine Funktion, die traditionellerweise zu einem anderen Bibliothekstyp gehört, erweitert wurden. Die Frage ob eine Bibliothek als Joint-use-Library gilt, ist demzufolge eine Frage des Blickwinkels – gestellt auf der Folie der historischen Unterteilung der Bibliothekstypen. Die Stadt- und Kantonsbibliothek Zug und die geplante Neue Bibliothek St. Gallen werden anhand von Interviews mit dem Modell der Joint-use-Library verglichen. Beide haben die angloamerikanische Public Library als Vision. Jedoch einzig die geplante Neue Bibliothek St. Gallen entspricht dem Modell der Joint-use-Library, da sie aus bestehenden Bibliotheken fusioniert werden soll. St. Gallen könnte der Bibliothekslandschaft Schweiz als Vorbild dienen, bei der Entwicklung zur Konzentration von Bibliothekstypen in urbanen Zentren.
Untersuchung der Nutzung von E-Books in Wissenschaft und Lehre
Diplomandin: Antonia Fuchs
Referent: Dr. Rafael Ball
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
E-Books gewinnen in der wissenschaftlichen Community zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Bibliotheken ergänzen ihr Angebot an elektronischen Informa-tionsquellen wie Datenbanken oder E-Journals mit E-Books. Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Nutzung und Akzeptanz von E-Books an den Universitäten St. Gallen und Regensburg. Die Untersuchung erfolgt durch eine Befragung der Angehörigen der Universität St. Gallen. Diese Ergebnisse werden anschliessend mit den Umfrageresultaten der Universität Regensburg, die durch den Bibliotheksverbund Bayern an insgesamt 19 wissenschaftlichen Bibliotheken in Bayern erhoben wurden, verglichen. Auf Basis der Ergebnisse werden Richtlinien für die zukünftige Erwerbung von E-Books erarbeitet und der Handlungsbedarf in den Bereichen Benutzerschulung und Werbung an wissenschaftlichen Bibliotheken erläutert.
Digitale Langzeitarchivierung von Klein-Sammlungen mit Open Source Archivsystemen – Konzept für die langfristige elektronische Archivierung von Pressedokumenten am Beispiel der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur
Diplomand: Fridolin Furger
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Gegenstand der vorliegenden Bachelor-Thesis ist die Ausarbeitung eines Konzepts für die langfristige elektronische Archivierung der Pressedokumentation der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur. Damit verschränkt ist die Aufgabe, eine Neuordnung des Bestandes zu entwickeln. Als mögliche Lösungen werden zwei Ansätze erarbeitet. Ein erster Ansatz basiert auf den gegebenen Mitteln und wird auf dem Windows-Ordnersystem umgesetzt. Der zweite Ansatz sieht die Einführung eines Archivsystems vor, das für die langfristige Erhaltung digitaler Ressourcen ausgerüstet ist, und verwendet für die Ausführung das Open Source Repository DSpace. Es wird untersucht, inwieweit sich eine solche Archivsoftware, die
von der Anwendung her recht anspruchsvoll ist, für den gegebenen Aufgabenbereich eignet. Die Arbeit geht insbesondere auch der Frage nach, ob sich digitale Langzeitarchivierung von Klein-Sammlungen im Rahmen eines aktiven Arbeitsumfelds realisieren lässt.
Inhaltliche Bilderschliessung mit einer Ontologie – Untersuchung an Dokumentarischen Bildern
Diplomandin: Yannick Mireille Grogg
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Die inhaltliche Erschliessung von Bildern oder Fotografien verlangt eine spezielle Erschliessungsmethode. Die drei Theorien von Panofsky, Shatford und Jörgensen können als Leitplanken für eine einheitliche Bildbeschreibung eingesetzt werden. Die Subjektivität sowie die Besonderheiten von Bildsammlungen und Bildarten spielen dabei eine einflussreiche Rolle, so dass die Bilderschliessung individuell angepasst werden soll. Dokumentationssprachen dienen als Begriffspalette für die Bildbeschreibung. Die Arbeit untersucht die gegebenen Theorien und ausgewählte Dokumentationssprachen um sie für die Erschliessung von Dokumentarischen Bildern einzusetzen. Dabei wird die Ontologie als mögliche und umfassende
Dokumentationssprache analysiert und getestet. Die Ontologie mit ihrer Vielfältigkeit und Flexibilität ist in der Lage die Schwerpunkte aus der Theorie sowie die Charaktere jeder Dokumentationssprache in eine Dokumentationssprache zu integrieren. Aus den Ergebnissen werden Begründungen und Empfehlungen für einen möglichen Einsatz einer Ontologie
für Dokumentarischen Bildsammlungen erarbeitet.
Chatbots in Bibliotheken: Theoretische Überlegungen und Umsetzung eines Chatbots für die Bibliotheken der HTW Chur
Diplomandin: Renate Gygax
Referent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Korreferent: Gabi Schneider, M.A.
Auftraggeber: Bibliothek HTW Chur
Gegenstand dieser Bachelor-Thesis sind Chatbots, virtuelle Gesprächspartner, die sich mit Benutzern natürlichsprachig unterhalten können. Seit ein paar Jahren ist der Einsatz derartiger Dialogsysteme vermehrt in Bibliotheken zu beobachten. Bibliothekarische Chatbots beantworten etwa Fragen zur Nutzung der Bibliothek, lotsen Benutzer durch Websites oder machen proaktiv auf Dienstleistungen der Bibliothek aufmerksam. Diese Arbeit gibt zunächst einen theoretischen, bibliotheksunabhängigen Überblick über die Thematik. Es werden dazu die geschichtliche Entwicklung von Chatbots, die technische Umsetzung, eine exemplarische Marktübersicht sowie die wichtigsten Gestaltungsrichtlinien für die Entwicklung von Chatbots dargestellt. Schwerpunktmässig wird schliesslich untersucht, welche Einsatzszenarien es für Chatbots in Bibliotheken gibt und welche Chancen und Grenzen dabei bestehen. Auf Basis der theoretischen Erkenntnisse wird danach die Umsetzung eines prototypischen Chatbots für die Bibliotheken der HTW Chur erläutert. Als integraler Bestandteil dieser Arbeit wird zudem ein Handbuch erstellt, welches detailliert die Funktionsweise des realisierten Chatbots beschreibt sowie eine Anleitung für die Weiterentwicklung enthält.
Konzeption und Umsetzung eines Web-Based-Trainings für www.digithek.ch
Diplomandin: Lea Gysel
Referent: Prof. Dr. Urs Naegeli
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Auftraggeber: Mittelschul- und Berufsbildungsamt Kanton Zürich
Die Digithek ist eine Recherchierplattform für Mittel- und Berufsfachschulen der Deutschschweiz. Sie bietet eine kommentierte Linksammlung und diverse, teilweise kostenpflichtige Datenbanken an. Die Digithek soll unter anderem Zugang zu Informationen ermöglichen und die Informationskompetenz von Schüler und Schülerinnen fördern. Im Rahmen der Bachelor-Thesis wird ein E-Learning-Konzept entwickelt, um Inhalte rund um die Informationsbeschaffung und -bewertung zu vermitteln. Das zukünftige Lernangebot richtet sich an GymnasiastInnen und kann als Selbstlerneinheit oder im Unterricht eingesetzt werden. Ein modulartiger Aufbau soll den thematischen Zugriff und die einfache Aktualisierung ermöglichen. In der Konzeption werden unter Berücksichtigung von didaktischen, methodischen und psychologischen Aspekten Hinweise zu den zu vermittelnden Inhalten, den Lehrzielen, der Struktur, den Medien und der Gestaltung des "Web-Based-Trainings" gegeben. Ein erster Prototyp wird umgesetzt und analysiert.
Daten, Dokumente, Information und Wissen in der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) – Informationsmanagement in einer Nonprofit-Organisation
Diplomand: Thomas Hanimann
Referent: Prof. Dr. Urs Naegeli
Korreferent: Dr. Rafael Ball
Die Arbeit behandelt das Informationsmanagement der Schweizerischen Evangelischen Allianz, einer Schweizer Nonprofit-Organisation, mit Konzepten aus der Informationswissenschaft. Neue Ansätze für das Informationsmanagement werden dabei in den Zusammenhang der Gesamtstrategie, den Auftrag und die Kultur der Organisation und der in ihr
tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestellt. Die Arbeit untersucht die grundsätzliche Bedeutung von Information und Wissen für eine Organisation mit einem schweiz- und weltweit grossen Netzwerk und erörtert Möglichkeiten, wie Information effizient gesteuert und wirkungsvoll kommuniziert, beziehungsweise in der Öffentlichkeit angeboten werden kann. Es
werden interne Informationsprozesse untersucht und dabei die Grundlagen eines Dokumentenmanagements gelegt. Sodann geht es um die Tragweite und Bedeutung des Wissensbegriffs in einem werteorientierten Kontext. Im Bereich des Wissensmanagements wird anschliessend dargestellt, wie in einem komplexen Netzwerk die Organisation insgesamt zu einer "lernenden Organisation" werden kann. Die Perspektive ist insofern eine integrative,
als die einzelnen Informationsstrukturen und -prozesse in einen Gesamtzusammenhang der Organisation gestellt werden. Die Arbeit verfolgt ein praktisches Ziel: Mit der Untersuchung sollen die theoretischen Grundlagen für organisatorische, prozedurale und unternehmenskulturelle Massnahmen gelegt werden.
Zehn Jahre Themenorientierte Medienpräsentation in der Schweiz: Realisationsformen und Auswirkungen – eine Bilanz
Diplomandin: Olivia Hauser
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand in Anlehnung an das Konzept der Fraktalen Bibliothek eine neue Präsentationsform der Medien für Bibliotheken: die Themenorientierte Medienpräsentation. Die unterschiedlichen Realisationsformen, die Auswirkungen und die Verbreitung der Themenorientierten Medienpräsentation sind die wichtigen Aspekte dieser
Bachelor-Thesis. Mittels Experteninterviews in vier grossen allgemeinen öffentlichen Bibliotheken der Deutschschweiz sind die Erfahrungen, Veränderungen und Auswirkungen im Bereich der Themenorientierten Medienpräsentation erfasst worden. Die verschiedenen Realisationsformen werden mit einem Raster untersucht, damit ein Vergleich zwischen den
vier bereits erwähnten Bibliotheken gezogen werden kann. Um die Aktualität der Thematik und die Verbreitung der Themenorientierten Medienpräsentation zu erheben, wurde in der ganzen Schweiz eine Online-Befragung durchgeführt.
Geschäftsmodelle, Marktchancen und mögliche Erfolgsfaktoren von Mobile Gaming
Diplomand: Pascal Hunziker
Referent: Dr. Rafael Ball
Korreferent: Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann
Mobiles Internet ist durch den Ausbau der Netze konsumentenfreundlicher geworden und befindet sich klar auf dem Vormarsch. Zahlreiche Produktelaunches benutzerfreundlicher Endgeräte und attraktive Tarife unterstützen den Vormarsch. Parallel zu dieser Entwicklung unternimmt die Spielindustrie grosse Anstrengungen im Bereich des Mobile Gaming und
erhofft sich grosse Zuwächse. Die Spieler der Zukunft sind mobil und können jederzeit und fast überall an den jeweiligen Spielen teilnehmen. Kann der mobile Telekommunikationskanal neue Märkte eröffnen und welcher Marktakteur erkennt als erster die Marktchancen und nutzt diese? Die Weiterentwicklung bestehender Geschäftsfelder aus dem Medienmanagement wird sowohl von den Spielentwickler, aber auch den Telefonkommunikationsgesellschaften betrieben. Dabei geht es im Kern um die Identifikation von Marktchancen und dem Entwerfen von neuartigen Geschäftsmodellen. Anhand von Szenarien werden Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren und Marktchancen von Mobile Gaming aufgezeigt.
Webseiten-Archivierung: Ein Konzept zur Bewertung, Selektion und Emulation von geschäftlichen Internet - auftritten am Beispiel der ABB Homepage
Diplomand: Simon Johner
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferentin: Pia Wittmann
Auftraggeber: Dr. Tobias Wildi, Docuteam GmbH
Seit seiner Geburtsstunde in den 1990er Jahren hält das World Wide Web immer schneller Einzug in unseren Alltag. Webseiten wandelten sich von statischen Seiten hin zu multimedialen, interaktiven und kollaborativen Plattformen. Die Inhalte dieser Plattformen können dynamisch generiert und gemeinsam erarbeitet werden und sind untereinander verlinkt. Aufgrund
dieser Eigenschaften können Internetdokumente als neue Quellengattung bezeichnet werden und sollten als solche von Seiten der Archivwissenschaft untersucht, gewürdigt und beurteilt werden. Sie stellen für die archivarischen Prozesse eine neue Herausforderung dar, für welche es bisher nur wenige Konzepte gibt.
Die Firma Docuteam GmbH, welche im Mandatsverhältnis für die Archivierung des Schriftguts der ABB Schweiz zuständig ist, hat aus diesem Grund eine Bachelor-Arbeit zum Thema Webseiten-Archivierung ausgeschrieben. Diese Arbeit fokussiert die drei Themenbereiche der Selektion und Bewertung, Emulation sowie der Analyse von Internetauftritten hinsichtlich Struktur, Inhalt und Technologie.
RFID in Schweizer Bibliotheken – eine Übersicht
Diplomandin: Corinne Keller
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann
RFID (Radio-Frequenz-Identifikation) kann in Bibliotheken anstelle des Strichcodes eingesetzt werden und erlaubt unter anderem eine problemlose Selbstausleihe durch die Kunden oder das gleichzeitige Verbuchen mehrerer Medien. Zudem integriert RFID die Mediensicherung. Der Hauptvorteil von RFID besteht darin, dass durch die neue Technologie das Bibliothekspersonal entlastet wird und Zeit für neue Aufgaben gewinnt. Somit stellt RFID eine grosse Chance für die Bibliotheken dar. Diese Bachelor-Arbeit beschreibt, wie RFID funktioniert, welche Standards bestehen und was mit den Funk-Chips alles möglich ist. Neben den Vorteilen wird auch dargelegt, welche Risiken und Herausforderungen bestehen. Eine Online-Umfrage bei 22 Schweizer Bibliotheken, die sich mit RFID beschäftigen, zeigt, inwiefern sich RFID bereits etablieren konnte. Insgesamt wurden 34 Bibliotheken mit RFID ermittelt. In den Lessons Learned wird prägnant zusammengefasst, worauf beim Einsatz von
RFID geachtet werden sollte und wo noch Probleme vorliegen.
Usability-Evaluation: Chur Evaluation Laboratory CHEVAL
Diplomandin: Marion Leu
Referent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Usability von Chur Evaluation Laboratory (CHEVAL). Mit einer Vergleichsrecherche von Usability-Agenturen wird in einem ersten, theoretischen Teil die Online-Beratungskomponente von CHEVAL untersucht. Den Hauptteil, und damit gleichzeitig das Zentrum dieser Arbeit, bildet die Usability-Evaluation, welche mit den Methoden des Benutzungsfragebogens der ISO Norm 9241/110-S und des "lauten Denkens" anhand von Testpersonen, welche einer bestimmten Zielgruppe entsprechen, durchgeführt wird. Durch die Vergleichsrecherche und die Usability-Evaluation werden Usability-Probleme erkannt und Empfehlungen zu Lösungsvorschlägen von CHEVAL entwickelt.
Online-Publikationen von Schweizer Verlagen – Stand und Aussicht
Diplomandin: Susanne Manz
Referent: Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann
Korreferent: Prof. Dr. Robert Barth
Auftraggeber: Schweizerische Nationalbibliothek
Digitales Publizieren im World Wide Web bietet Autoren und Verlegern die Möglichkeit neuer Geschäftsmodelle und Publikationsformen. Dies führt zu einem zunehmend unübersichtlichen Angebot an Online-Publikationen, die sowohl von den traditionellen Verlagen als auch von neuen Marktteilnehmern veröffentlicht werden. Solche bisher unbekannten Verlags- und Publikationsformen stellen Bibliotheken mit einem Sammelauftrag wie die Schweizerische Nationalbibliothek vor neue Herausforderungen. Diese Bachelor-Thesis analysiert zu Beginn, welche neuen, zusätzlichen Marktteilnehmer bei der Veröffentlichung von Online-Publikationen die traditionellen Aufgaben von Verlagen übernehmen können. Zudem wird untersucht, welche unterschiedlichen Publikationsformen von den verschiedenen Anbietern online veröffentlicht werden. Anschliessend folgt eine Betrachtung der entsprechenden Situation in der Schweiz, die durch Beispiele illustriert wird. Aufgrund der durchgeführten Untersuchungen werden schliesslich mögliche Entwicklungen für die Zukunft prognostiziert und Empfehlungen zum Umgang mit Verlagen und ihren Online-Publikationen an die Schweizerische Nationalbibliothek abgegeben.
Dokumentation der Entwicklung von Medizinprodukten in kleineren und mittleren Unternehmen KMU
Diplomand: Rolf Marugg
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer
Korreferent: Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann
Auftraggeber: CSEM Nanomedicine, Landquart
Medizinprodukte gehören zu den am stärksten regulierten Produkten auf dem Markt. Sowohl Produkthersteller wie auch Produktentwickler müssen ihre Prozesse dokumentieren, um damit die Konformität mit den regulatorischen Anforderungen zu belegen. Die CSEM Nanomedicine entwickelt selber Medizinprodukte und muss entsprechende Dokumentationsprozesse implementieren. In der Bachelor-Arbeit wird untersucht, welche regulatorischen Anforderungen an die Dokumentation und die Dokumentationsprozesse gestellt werden. Unter Anwendung der gesetzlichen Vorgaben der EU und der FDA und der daraus abgeleiteten Normen wird ein Konzept entwickelt, mit dessen Hilfe eine normen- und gesetzeskonforme Dokumentation des Designprozesses von Medizinprodukten in KMU wie der CSEM Nanomedicine Landquart entwickelt werden kann. Dabei werden organisatorische Aspekte ebenso berücksichtigt wie die Unterstützung des Dokumentenmanagements mit Hilfe von IT-Anwendungen.
Gründe für die Nicht-mehr-Nutzung einer allgemeinen öffentlichen Bibliothek: Gemeindebibliothek Wettingen
Diplomandin: Susanne Mathys
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
In der Gemeindebibliothek Wettingen, einer allgemeinen öffentlichen Bibliothek der Schweiz, wurde in den letzten Jahren ein leichter Rückgang der Bibliothekskundschaft festgestellt. Die Forschung nach den Ursachen der Nicht-mehr-Nutzung kann Schwächen im Angebot einer Bibliothek aufdecken und Hinweise liefern in welchen Bereichen eine Erweiterung des Angebots
zu einer erneuten Nutzung der Bibliothek führen könnte. In dieser Arbeit wird die Befragung ehemaliger Nutzerinnen und Nutzer der Gemeindebibliothek Wettingen dokumentiert. Die Befragungsteilnehmerinnen und teilnehmer wurden gefragt, welche Gründe dazu führten, dass sie ihren Bedarf an Informationen und Medien nicht mehr in der Gemeindebibliothek Wettingen abdecken. Die Ergebnisse werden mit denjenigen aus bereits durchgeführten Befragungen im deutschsprachigen Raum verglichen und es wird aufgezeigt, dass nicht in erster Linie ein Mangel im Angebot der Bibliothek, sondern Veränderungen der persönlichen Lebenssituation eine Nicht-mehr-Nutzung auslösten, jedoch ein attraktiveres und aktuelleres Medienangebot, erweiterte Öffnungszeiten und die einladendere Gestaltung der Räumlichkeiten zu einem erneuten Bibliotheksbesuch führen könnten.
Informationskompetenz-Vermittlung an Deutschschweizer Fachhochschulen: eine quantitative Inhaltsanalyse der Curricula
Diplomandin: Jasmine Milz
Referent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Korreferent: Prof. Dr. Norbert Lang
In dieser Bachelor-Thesis wird der Stand der Informationskompetenz-Vermittlung an Deutschschweizer Fachhochschulen ermittelt. Dazu werden die Curricula von 12 verschiedenen Studienrichtungen an den Fachhochschulen Bern, Nordwestschweiz, Ostschweiz, Luzern und Zürich mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse untersucht. Die theoretische Grundlage für die Analyse bilden die ACRL Standards. Die Untersuchung macht deutlich, dass von keinem der 54 untersuchten Studiengänge alle 5 Standards komplett abgedeckt werden. Am häufigsten sind das Beschaffen und das Verarbeiten von Informationen Teil des Unterrichts. Weiter konnte festgestellt werden, dass rund ein Drittel der Informationskompetenz-Vermittlung zwar innerhalb von Wahlmodulen stattfindet. Trotzdem haben die meisten Fachhochschulen die Wichtigkeit dieser Kompetenz erkannt und ins Curriculum integriert. Die Einbindung gestaltet sich allerdings sehr unterschiedlich, wie die Vergleiche innerhalb der Fachhochschulen, der Fachbereiche und der Studienrichtungen zeigen.
Green Library – Umweltschutz in der Bibliothek am Fallbeispiel der Zentralbibliothek Zürich
Diplomandin: Barbara Moll
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Gegenstand dieser Bachelor-Thesis ist die Green Library – Umweltschutz in der Bibliothek. Anhand eines Fallbeispiels der Zentralbibliothek Zürich wird untersucht, was eine Bibliothek zum Umweltschutz beitragen kann, resp. wie sie sich aktiv im betrieblichen Umweltschutz engagieren kann. Weiter wird die Frage untersucht, ob eine Bibliothek in Bezug auf umweltfreundliches Verhalten eine Vorbildfunktion ausüben kann, um andere, ähnliche Institutionen und Betriebe zum Nachahmen bewegen zu können. Die Bibliothek wird zudem mit anderen, ähnlichen Medienunternehmen wie bspw. dem Buchhandel verglichen. Das Ziel dabei ist herauszufinden, ob die Bibliothek umweltfreundlicher ist. Die Weiterführung dieser Fragestellung führt zur Überlegung, ob Green Library einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Die Methoden, die in dieser Bachelor-Thesis angewendet werden, sind das Aufzeigen der Stakeholder der Bibliothek, das Erstellen eines Massnahmenkatalogs sowie die Durchführung qualitativer Interviews mit Fragebogen (Leitfaden). Der Massnahmenkatalog basiert auf einer Literaturrecherche sowie eigenen Ideen, die für andere interessierte Bibliotheken als Handlungsempfehlungen dienen können. Beinahe alle Teilnehmenden am qualitativen Interview sind Abteilungsleitende der Zentralbibliothek Zürich. Die Ergebnisse dieser drei Methoden werden einander gegenübergestellt und verglichen.
Die Spitalbibliothek als Informationszentrum: Aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen als Chance für die Ausweitung von Informationsdienstleistungen in Schweizer Spitalbibliotheken
Diplomand: Matthias Nimke
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferentin: Gabi Schneider, M.A.
Auftraggeber: Kinderspitalbibliothek Zürich
Das Kinderspital Zürich erhält einen Neubau. Diese Gelegenheit bietet der Kinderspitalbibliothek die Chance, ihre Informationsdienstleistungen neu zu konzipieren. Im Vorfeld der Erarbeitung eines Konzepts für die neue Spitalbibliothek wird untersucht, welche aktuellen Entwicklungen im Spitalumfeld einen Einfluss haben können auf zukünftige Informationsdienstleistungen in Schweizer Spitalbibliotheken. Der Fokus liegt insbesondere auf mögliche Informationsdienstleistungen für die Patienten. Das aktuelle Thema Förderung der Gesundheitskompetenz der Patienten rückt hierbei in den Mittelpunkt. Um eine gute Verhandlungsposition mit Spitalleitungen einnehmen zu können, wird die Perspektive der Spitäler versucht zu berücksichtigen und werden Strategien und Argumentationshilfen ausgewertet.
Fotografieportal Schweiz: Eine Machbarkeitsstudie für den Aufbau eines zentralen Zugriffs auf online zugängliche Fotografien in der Schweiz
Diplomandin: Jocelyne Prélaz
Referent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Korreferent: Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann
Die historische Fotografie hat in der Schweiz für diverse Akteure (bspw. Medien, Bildungsundb Kulturinstitutionen) einen hohen Stellenwert. Im internationalen Vergleich liegt die historische Fotoszene bezüglich ihrer Onlinepräsenz jedoch im Rückstand. Gerade weil sich das Internet in den letzten Jahren als unumgängliches Kommunikationsmedium erwiesen hat, besteht ein dringender Handlungsbedarf. Die Fotoszene ist in der Schweiz sehr heterogen, weil die Verantwortung für Kulturfragen bei den Kantonen liegt und die Fotografie erst in den letzten Jahrzehnten als wichtiges Medium und Kulturgut anerkannt wurde. Fotografien sind deshalb an vielen Orten zu finden und dezentral organisiert; weshalb nur die wenigsten Benutzer die aktuelle Lage überblicken.
Es bietet sich eine nahezu unbegrenzte Anzahl an technischen Lösungsmöglichkeiten an, um den Zugang zu fotografischen Beständen erleichtern zu können. Die vorliegende Arbeit stellt jedoch die Frage nach einer umfassenden Lösung. Zu diesem Zweck analysiert sie in einem ersten Schritt bestehende Portale im Ausland. Anschliessend geht sie auf die Situation der
Fotoszene in der Schweiz ein, um für diese abschliessend mögliche Handlungsfelder aufzuzeigen und Empfehlungen zu formulieren.
Das Profil der Schweizerischen Universitätsbibliotheken – Vergleichende Analyse der Bibliotheksstatistik von 1992 – 2007
Diplomandin: Corina Rinaldi
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
In dieser Bachelor-Thesis wird untersucht, wie sich die Schweizerischen Universitäts-bibliotheken in den Jahren 1992-2007 in verschiedenen Bereichen entwickelt haben. Gegenstand der Studie ist eine statistische Auswertung von verschiedenen Kennzahlen in den Bereichen Kundschaft, Personal, Zugänglichkeit, Finanzen, Angebot und Benutzung der insgesamt vierzehn Schweizerischen Universitätsbibliotheken sowie der Schweizerischen Nationalbibliothek. Zudem geben Gespräche mit Direktoren der Universitätsbibliotheken Aufschlüsse über Auffälligkeiten der statistischen Auswertung. Die Ergebnisse der Studie zeigen auf, wie sich die Universitätsbibliotheken in der untersuchten Zeitperiode im Allgemeinen entwickelt haben, und wie sich die Universitätsbibliotheken im gegenseitigen Vergleich in den verschiedenen Bereichen positionieren.
Competitive Intelligence (CI) in Deutschland – Studie zur Wahrnehmung von CI in öffentlichen und privatwirtschaftlichen Institutionen in Deutschland
Diplomand: Stefan Roderer
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer
Korreferent: Prof. Dr. Norbert Lang
Competitive Intelligence (CI; systematische Konkurrenz- und Marktbeobachtung) ist ein Instrument, welches in der globalisierten Wirtschaftswelt immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Konkurrenzbeobachtung ermöglicht es Unternehmen, relevante Informationen zu erhalten, um die richtigen strategischen Entscheide zu fällen und in einem wettbewerbsgeprägten Wirtschaftsumfeld bestehen zu können. In Deutschland hat CI in den letzten Jahren dank wachsendem Ausbildungsangebot an Fachhochschulen und Universitäten sowie durch diverse Konferenzen, welche der Vernetzung von CI-Professionals dienen, immer mehr an Bedeutung gewonnen. Das Ziel der Studie ist es, eine Übersicht über Anwendung und Bedarf von CI in Deutschland zu gewinnen. Anhand einer Online-Befragung wurde der aktuelle Einsatz, die angewendeten Tools, der Bedarf und die Zukunftsaussichten von CI in Deutschland ermittelt. Es wurde ebenso erforscht, welches Entwicklungspotential die Teilnehmer CI einräumen und welche unternehmerischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um CI als
strategischen Schwerpunkt etablieren zu können.
Interne Risikoanalyse von Teilaspekten der Bestands - erhaltung anhand des Beispiels Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen
Diplomand: Dominik Ruckstuhl
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferentin: Gabi Schneider
Auftraggeber: Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen
In Bibliotheken, Archiven oder Dokumentationsstellen wird eine grosse Vielfalt von Medienobjekten als Kulturgut aufbewahrt, das für die heutige und zukünftige Generation vor möglichen Risiken geschützt werden soll. Weiträumige Umfragen aus dem Ausland offenbarten gravierende Mängel in der Sache der Bestandserhaltung. In der Schweiz fand bisher keine nationale Auswertung statt. In der vorliegenden Arbeit wird nun am Fallbeispiel der Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen der aktuelle Stand der Bestandserhaltung an einer Institution mittels einer Risikoanalyse ermittelt. Die Bachelor-Arbeit ist in zwei Bereiche unterteilt. Im theoretischen Teil werden die aktuellen Themen bei der Notfallplanung aufgezeigt, während im praktischen Teil die Ergebnisse der Risikoanalyse dargelegt werden. Dabei werden zuerst die Fakten pro Themenblock aufgelistet und danach eine Beurteilung abgegeben. Im Anschluss
daran werden geeignete Massnahmen empfohlen. Ein Resümee der wichtigsten
Ergebnisse der Risikoanalyse vervollständigt die Arbeit.
Informationsmanagement bei Multisourcing im Versicherungswesen
Diplomand: Etienne Ruedin
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Ausgehend von der Frage eines Versicherers, wie viel Schulung Versicherungsmakler bräuchten, damit sie bereit wären, weitere Aufgaben von der Versicherung zu übernehmen, wurde die Zusammenarbeit zwischen Versicherung und Makler im Hinblick auf die angestrebte Automatisierung im schweizerischen Versicherungswesen untersucht. In Expertengesprächen wurden Fragen der Abgrenzung innerhalb der Wertschöpfungskette, des Informationsaustausches und des Informationsmanagements vertieft, da die Sekundäranalyse des allgemeinen Teils des Broker-Panels 2008 und 2009 als empirische Studie nur eine allgemeine Sicht der Makler wiedergibt. Dabei zeigt es sich, dass sich der Einsatz der Informationstechnologie in der Versicherungsbranche bisher nur langsam entwickelt hat. Die Ergebnisse werden mit dem Stand der Forschung verglichen und zwölf Empfehlungen an die Versicherer abgegeben. Jene Beteiligten, welche die Möglichkeiten vollständig nutzen, die heutiges Informationsmanagement bietet, werden dadurch kompetitive Vorteile erlangen.
Medizin-Recherchen im Web aus informationswissenschaftlicher Sicht am Beispiel von PubMed, STN, Netdoktor und Google
Diplomand: Marcel Rusterholz
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer
Korreferent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Die Suche nach medizinischen Informationen im Internet erfreut sich immer grösserer Beliebtheit, allerdings ist das Angebot längst nicht mehr überschaubar und wächst ständig weiter. Dank dem Internet sind die Patienten also informierter, doch es stellt sich die Frage, wie nützlich und verlässlich diese Informationen wirklich sind und wie gut sich verschiedene Informationssysteme für Medizin-Recherchen eignen. Anhand von drei medizinischen Informationsbedürfnissen werden Medizin-Recherchen in vier Informationssystemen mit unterschiedlichen Zielgruppen und Angeboten durchgeführt. Bei der Auswahl der Informationssysteme wurden zwei Online-Fachdatenbanken (PubMed und STN), ein Medizinportal (Netdoktor) sowie eine klassische Suchmaschine (Google) berücksichtigt. Es soll aufgezeigt werden, was man als Nutzer mit informationswissenschaftlichem Hintergrund bei Medizin-Recherchen für Resultate erwarten kann. Dabei werden die angebotenen Retrievalmöglichkeiten speziell berücksichtigt und bei den Recherchen auch entsprechend eingesetzt. Die Qualität der Ergebnisse aus den Recherchen wird in Bezug auf Art und Menge beurteilt.
Herausforderungen und Perspektiven der Bewertung im Gemeindearchiv
Diplomand: Jürgen Schindler
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferentin: Pia Wittmann
Die Bewertung stellt für Archivarinnen und Archivare eine Kernaufgabe dar. Während in den Archiven auf Bundes- und Kantonsebene professionelle Strukturen vorherrschen, sehen sich Gemeindearchive mit einem grundsätzlichen Problem konfrontiert: In vielen Fällen fehlt qualifiziertes Personal und der Akten- bzw. Aufbewahrungsplan stellt die einzige Bewertungshilfe für Archivverantwortliche in Gemeinden dar. Ziel der Diplomarbeit ist es, ausgehend von der aktuelleren Literatur nach der Beschreibung und Anwendung verschiedener Bewertungsmodelle sowie eines Akten- bzw. Aufbewahrungsplans auf ausgewählte Aktengruppen die zentralen Fragen für die Bewertung in einem Gemeindearchiv herauszuschälen. Das umfasst vor allem die Tauglichkeit von Bewertungsmodellen, die Anforderungen an einen Musteraktenplan und die Qualifikation der Gemeindearchivare.
Online Reputation Monitoring – Einordnung, Konzepte und Anwendungen
Diplomandin: Nicole Simonet
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Mit dem Social Web verändert sich das Nutzerverhalten im Internet. Die Meinungsbildung in Bezug auf Produkte und Unternehmen findet in immer stärkerem Ausmass im Web statt. Unternehmen sind daher einerseits gezwungen, ihre Kommunikationsaktivitäten auf die neuen Medien auszurichten und müssen andererseits die Meinungsbildung im Social Web aktiv mitverfolgen, um aufkommende Themen möglichst frühzeitig erkennen zu können. Es soll
untersucht werden, warum Reputation für ein Unternehmen einen entscheidenden Erfolgsfaktor darstellt und wieweit Reputation vom Unternehmen selbst beeinflusst werden kann. Dazu werden theoretische Ansätze zur Entstehung und zum Management der Unternehmensreputation erläutert. Auf diesen Grundlagen basierend wird in einer empirischen
Untersuchung eine beispielhafte Vorgehensweise von Online Reputation Monitoring geprüft. Dabei werden Möglichkeiten und Grenzen in Bezug auf das Vorgehen und die eingesetzten Anwendungen aufgezeigt.
Open Access-Prinzip: State of the Art in unterschiedlichen Disziplinen
Diplomandin: Christine Stoy
Referent: Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Open Access Literatur wird entsprechend der Budapester Open Access-Initiative als kostenfrei und im WWW öffentlich zugänglich definiert. Die positiven und negativen Aspekte des Open Access-Prinzips werden heute kontrovers diskutiert, wie sich derzeit an den Auseinandersetzungen um den "Heidelberger Appell" zeigt. Die vorliegende Arbeit greift die Thematik auf, indem sie die heutige Situation und die Erwartungen an das Open Access-
Prinzip aus der Sicht der Wissenschaftler betrachtet. Sie stellt am Beispiel der Disziplinen Physik und Soziologie das Publikationsverhalten und die Ursprünge des Prinzips für den deutschsprachigen Raum vergleichend dar. Neben dem Literaturstudium widmet sich die Arbeit in ihrem Hauptteil einer quantitativen Untersuchung. Anhand der Ergebnisse der Online-Befragung mit Antworten von 130 Wissenschaftlern werden der aktuelle Stand und die Erwartungen an die Zukunft des Open Access-Prinzips aufgezeigt. Zusätzlich wird ein Ausblick
auf weiterführende Untersuchungen gegeben.
Musik Information Retrieval - State-of-the-Art und Bewertung von Musiksuchmaschinen
Diplomandin: Martina Thomi
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer
Korreferent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Die wachsende Anzahl an Musik in Form von Audiodateien im Internet und deren Beliebtheit bei Internetnutzern auf der ganzen Welt erfordert praktikable Retrieval-Lösungen. Das Feld des Musik Information Retrievals (MIR) beinhaltet unter anderem die Erarbeitung von Musik Information Retrieval Systemen mit unterschiedlichen, teilweise multimedialen Lösungsansätzen. Die Funktionsweise von MIR-Systemen (= Musiksuchmaschinen), die textbasiert, und solchen, die mit Mustererkennung operieren, wird in dieser Arbeit erläutert.
Des Weiteren werden im Sinne eines bewerteten State-of-the-Art gratis zugängliche Musiksuchmaschinen im WWW betrachtet, die den Bereich Pop/Rock abdecken. Basierend auf diesem State-of-the-Art und auf Zweitbewertungen werden Empfehlungen in Form von Anforderungen an Musiksuchmaschinen formuliert und mögliche Zukunftsszeniaren aufgezeigt.
Entwicklung und Zukunftsaussichten von "Process Intelligence"
Diplomand: Jan Thöni
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Inhalt der vorliegenden Arbeit ist eine Untersuchung zum Thema Process Intelligence. Der Wettbewerbsdruck steigt mit fortschreitender Globalisierung immer stärker an. Unternehmen sind gezwungen, immer schneller auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren. Die eigenen Geschäftsprozesse im Griff zu haben wird immer wichtiger. Process Intelligence soll es ermöglichen, Prozesse zu überwachen und fürs Unternehmen wichtige Daten zu extrahieren und wichtige Informationen zu liefern, und dies alles in Echtzeit. Diese Informationen können einem Unternehmen helfen, Probleme innerhalb von Prozessen frühzeitig zu erkennen und Gegenmassnahmen zu treffen bevor sie akut werden. In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, woher der Begriff Process Intelligence stammt, welche Entwicklung PI durchgemacht hat. Weiterhin sollen auch die Zukunftsaussichten näher untersucht werden. In einem letzten Punkt sollen schliesslich die Auswirkungen untersucht werden, welche PI aufdas Informationsmanagement hat.
Entwicklung und Vermarktung von Informationsdienstleistungen am Praxisbeispiel des "Schweizer Portals für die Recherche im Internet"
Diplomandin: Ricarda von Ellerts
Referent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Die weltweite Bedeutung des Dienstleistungssektors ist unbestritten. Dennoch richtet sich vielerorts das Produktmanagement nach wie vor an den Sachgütern aus. Dabei ist die Frage nach einer Erfolgssteigerung durch einen Produktmanagementzyklus, der die Besonderheiten von Dienstleistungen berücksichtigt, durchaus zulässig. Auch das World Wide Web als
Handelsplatz sowie die Verbreitung von Informationsgütern müssen im Produktmanagement zunehmend berücksichtigt werden. Zu den Informationsdienstleistungsanbietern zählt auch das Institut für Informationswissenschaft (SII) der HTW Chur, welches das "Schweizer Portal
für die Recherche im Internet" (SPRINT) betreibt. Im Rahmen der Bachelor-Arbeit wird daher die Anwendbarkeit herkömmlicher Produktmanagementmethoden auf Informationsdienstleistungen untersucht. Zudem wird exemplarisch ein Produkt für SPRINT entwickelt und ein Marketingkonzept entworfen.
Buchhandel 2.0 - Potenziale und Herausforderungen des Web 2.0 für den Sortimentsbuchhandel
Diplomandin: Barbara Weger
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer
Korreferent: Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann
Das Internet beeinflusst den Buchhandel und seine Strukturen, Prozesse, Infrastrukturen und Produkte. Web 2.0 verstärkt diese Entwicklung zusätzlich. Insbesondere verändert sich das Informations- und Kaufverhalten des Kunden. Kundenkontakt und Community-Bildung erhalten auf der digitalen Ebene Bedeutung. Die vorliegende Arbeit untersucht die gegenwärtigen und künftigen Potenziale und Herausforderungen von Web 2.0 im Sortimentsbuchhandel der deutschen Schweiz. Es wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt: Daten aus einer Online-Befragung bei Buchhandlungen der deutschen Schweiz und Experteninterviews wurden analysiert und anschliessend ausgewählten Beobachtungen gegenüber gestellt. Daraus ergibt sich ein Bild der gegenwärtigen Situation. Die Arbeit soll für ein einheitlicheres Verständnis rund um das Konzept Buchhandel 2.0 sensibilisieren. Weiter legt sie im Sinn von Handlungsoptionen dar, welche Nutzung von Web 2.0 den Buchhandlungen offen steht und welche sich eher nicht eignet.
Archivsysteme als Grundlage für eine Neupositionierung von Gemeindearchiven
Diplomandin: Rea Selina Wenk
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferentin: Pia Wittmann
Die Thesis befasst sich mit der Rolle von Archivsystemen bei der Neuorientierung von Gemeindearchiven. Als Beispiel-Archiv wird das Gemeindearchiv Vaduz hinzugezogen. Mit Hilfe der Personas-Technik werden die NutzerInnenbedürfnisse abgeklärt, die in einem Katalog von Anforderungen an das Gemeindearchiv Vaduz festgehalten werden. Der Anforderungskatalog
dient als Grundlage zur Analyse der Archivsoftware scopeArchivTM. Dabei wird überprüft welche Anforderungen durch die Software gedeckt werden können. Anschliessend wird die Einführung als möglicher Lösungsansatz diskutiert. Für die Anforderungen die nicht durch die Archivsoftware gedeckt werden können, werden weitere Lösungsansätze eruiert. Abschliessend wird aufgrund der Ergebnisse aus der Bedürfnis- und der Softwareanalyse die Rolle eines Archivsystems bei der Neuorientierung von Gemeindearchiven definiert.
Web-Tutorial zur Förderung der Informationskompetenz in Gesundheitsberufen – am Beispiel von Krankenpflegeberufen
Diplomandin: Regula Wyss
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Informationskompetenz gilt als Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts, die den Alltag vieler Berufsgruppen tangiert. In der vorliegenden Arbeit stehen die Gesundheitsberufe im Zentrum der Betrachtung, wobei am Beispiel der Krankenpflege die zielgruppenorientierte Auslotung für ein Online-Bildungsangebot vorgenommen wird. Die konkrete Zielsetzung der Arbeit besteht in der Erstellung eines Konzepts für ein Web-Tutorial zur Förderung der Informationskompetenz in Krankenpflegeberufen, das auf konzeptuellen,
inhaltlichen und gestalterischen Qualitätsmerkmalen und Standards gründet. Zu
diesem Zweck wurde aktuelle Fach-Literatur recherchiert und bearbeitet, verschiedene Tutorials zum Thema Informationskompetenz analysiert und bewertet, sowie eine Feldforschung mit ergänzenden Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden am Schluss der Arbeit zusammengeführt, um in das Konzept zur Erstellung eines Web-Tutorials zur Förderung der Informationskompetenz in Krankenpflegeberufen einzufliessen.
Web 2.0-Anwendungen auf den Websites der Schweizer Universitätsbibliotheken: Eine Analyse
Diplomandin: Sarah Zgraggen
Referent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Korreferentin: Gabi Schneider, M.A.
Die hier vorgestellte Bachelor-Thesis analysiert die Websites der Schweizer Universitätsbibliotheken im Hinblick auf Web 2.0-Anwendungen. Ausgehend von grundsätzlichen Erkenntnissen über die Web 2.0-Thematik wird auf die Bedeutung solcher Anwendungen für Universitätsbibliotheken geschlossen. Eine Darstellung der relevantesten Web 2.0-Anwendungen – RSS-Feeds, Weblogs, Wikis, Social Tagging und Soziale Netzwerke – wird anhand ausländischer Referenzbeispiele veranschaulicht. Des Weiteren werden vorhandene Suchmöglichkeiten auf den Websites ermittelt. Gegenstand der Analyse sind die vierzehn vorhandenen Websites der Schweizer Universitätsbibliotheken, welche mit einem erarbeiteten Kriterienkatalog untersucht werden. Durch die Analyse wird der Stand der Einbindung von Web 2.0-Anwendungen auf den Websites der Schweizer Universitätsbibliotheken eruiert.
Konzept zur Archivierung und Recherche des Bildbestandes der Abteilung Marketing und Kommunikation der HTW Chur – Langzeitarchivierung von digitalen Bildern mit Embedded Metadata
Diplomand: Christian Züst
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Wir leben heute in einer von Bildern dominierten Gesellschaft. Wurde vor wenigen Jahren noch mehrheitlich analog fotografiert, bietet heute die digitale Fotografie ganz neue Möglichkeiten, welche auch neue Herausforderungen mit sich bringen. Mit diesen neuen Herausforderungen sieht sich nun auch die Abteilung Marketing und Kommunikation der HTW Chur konfrontiert, welche mit dem zunehmenden Bildbestand ihre bisherige Archivierungspraxis überdenken
muss. Die vorliegende Arbeit stellt ein neues, zeitgemässes Konzept zur Handhabung der Bilder dieser Abteilung vor. Im theoretischen Teil der Arbeit werden verschiedene Aspekte der digitalen Bildarchivierung beleuchtet: Metadaten-, Format- und Datenträger-Standards sowie die Problematik der digitalen Langzeitarchivierung. Anschliessend wird die jetzige Praxis der
Archivierung von Bildern der Abteilung analysiert. Um eine Vorstellung der zeitgemässen Bildarchivierung zu erhalten, wurden drei Experten auf diesem Gebiet interviewt. Vor der Erstellung des Konzepts wurden geeignete Programme evaluiert. Im Zuge der Erarbeitung des neuen Konzepts wurden sämtliche Erkenntnisse der oben genannten Bereiche miteinbezogen.



