Bachelorarbeiten 2011
Im Abschlussjahrgang 2011 des Voll- und Teilzeitstudiums Informationswissenschaft wurden insgesamt 28 Bachelorarbeiten in den Vertiefungsrichtungen Archivwissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Informationsmanagement und Medienwirtschaft geschrieben.
Einige der besten Diplomarbeiten werden in nächster Zeit in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft publiziert und stehen dann online im Volltext zur Verfügung.
Bei Interesse an einer der anderen Arbeiten wenden Sie sich bitte an Iris Capatt.
Übersicht der Arbeiten
Abstracts
Kantonale Webportale: Information und Partizipationsmöglichkeiten für Bürger und Ausländer - Ein Vergleich zwischen neun Deutschschweizer Kantonen
Diplomandin: Sarah Ackermann
Referent: Prof. Dr. Edzard Schade
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Zu Zeiten des Internets werden Informationen und Dienstleistungen der Behörden Online für die Bevölkerung angeboten. Diese Dienste richten sich in vielen Fällen noch immer stark nach den Verwaltungstrukturen, was den Zugang für die Bürger erwschwert. Die Nutzer der behördlichen Dienstleistungen sind sowohl Bürger als auch Migranten. Ausländer werden häufig nach ihrer Herkunft in die Gruppen EU-Staatsangehörige und Staatsangehörige von Drittstaaten unterteilt. Ein an Ausländer gerichtetes, fremdsprachiges Informationsangebot besteht vor allem zum Thema Bildung. Noch fehlen die demokratischen Partizipationsmöglichkeiten für die Bevölkerung auf den Kantonsportalen, sowohl für die Diskussion wie auch die Ausübung der Bürgerrechte. Des Weiteren sind die Dienstleistungen der kantonalen Behörden nur selten so weit entwickelt, dass eine ganze Transaktion Online durchgeführt werden kann. Es stehen jedoch nicht alle Kantone auf dem selben Level, da einige in bestimmten Themenbereichen mit ihren Dienstleistungen schon weiter fortgeschritten sind als andere. Das E-Government in der Schweiz hat noch einiges aufzuholen.
Wert und Kosten elektronischer Patientendossier
Diplomandin: Angela Aerne
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferent: Prof. Dr. Norbert Lang
Die Langzeiterhaltung elektronischer Patientendossiers steht in einem Spannungsfeld widerstreitender Interessen: Den sich eröffnenden Möglichkeiten durch die neuen Technologien und den Kosten, welche die digitale Langzeitarchivierung verursacht, stehen der immaterielle Wert der Patientendossiers und die effektiven Kosten, welche sie verursachen gegenüber. Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit ist, zu den Fragen bezüglich Kosten und Wert in der digitalen Langzeitarchivierung elektronischer Patientendossiers Antworten bzw. Anhaltspunkte für die weitere Diskussion zu finden.
Zu diesem Zweck wurden die kostentreibenden Faktoren der Langzeitarchivierung elektronischer Akten anhand des OAIS-Referenzmodells aufgefächert und Möglichkeiten zur Kosteneinsparung anhand eines Kostenmodells zur digitalen Langzeitarchivierung identifiziert und evaluiert. Weiter wurden Bewertungskriterien von Patientendossiers zusammengestellt, um so den eventuellen Wertverlust bei Kosteneinsparungen besser Einschätzen zu können.
Social Media-Strategien von ausgewählten traditionellen Massenmedien
Diplomandin: Laura Aeschimann
Referent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Korreferent: Prof. Dr. Urs Naegeli
In den vergangenen Jahren nahm neben der Bekanntheit des Internets auch die Menge an Inhalten stetig zu. Ebenso durchlief das Social Web eine ähnliche Zunahme: Laufend mehr Personen sind auf Social Media-Plattformen wie beispielsweise Facebook, Flickr, StudiVZ oder Xing angemeldet und nutzen diese. Die einen mehr, die anderen weniger. Diverse traditionelle Massenmedien wie Fernsehen, Radio oder Zeitungen haben sich diesen Entwicklungen angepasst und neben ihrem Online-Angebot, das bereits seit mehr als zehn Jahren im Internet zu finden ist, auch Social Media-Angebote geschaffen.
Die Arbeit umfasst eine Online-Inhaltsanalyse, die die Aktivitäten von ausgesuchten Fernseh- und Radiosendern sowie Zeitungen auf den beiden Social Media-Plattformen Facebook und Twitter und dem eigenen Online-Angebot untersucht. Die Medien beinhalten jeweils ein Angebot für Erwachsene und eines für Jugendliche. Die Analyse soll einen Vergleich liefern, wie die Zielgruppe das Verhalten beeinflusst. Zudem wird auch die Beteiligung der Rezipienten evaluiert.
Entwicklung eines Evaluationskonzepts für wissenschaftliche Suchmaschinen
Diplomandin: Katharina Allenspach
Referent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Korreferentin: Gabi Schneider, M.A.
Bei der Suche nach wissenschaftlichen Informationen haben die Recherchen in Suchmaschinen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Da die Universal-Suchmaschinen wie Google, MSN und Yahoo aber wissenschaftliche Informationen nur ungenügend abdecken, wird vermehrt auch auf wissenschaftliche Suchmaschinen, wie Scirus, Google Scholar, BASE oder CiteSeerX zurückgegriffen. Diese differieren sehr stark von den allgemeinen Suchmaschinen, weisen aber auch unter einander verschiedenartige Ausprägungen auf. Unterschiedliche Betreiber, wie Bibliotheken, Universitäten und Forschungsinstitute, sowie auch kommerzielle Betreiber stellen unterschiedliche Anforderungen an die wissenschaftlichen Suchmaschinen. Diese unterscheiden sich desshalb in ihren Dokumentensammlungen, den angewandten Ranking- und Indexierungsverfahren, den angebotenen Suchfunktionen sowie auch in der Art und Weise des Zugriffs zu ihren Dokumenten, wie das Beispiel
von Scirus und BASE zeigt.
Auf den Spuren der Barrieren für ein barrierefreies Webdesign
Diplomandin: Salome Arnold
Referent: Prof. Dr. Norbert Lang
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Das Web hat vielen Menschen Erleichterung in der Verrichtung alltäglicher Angelegenheiten gebracht. Insbesondere für Menschen mit Behinderung, hat der Computer viel Unterstützung gebracht. Weltweit leben mehr als eine Milliarde Menschen mit einer Behinderung, wie die jüngsten Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank zeigen. In der Schweiz ist seit 1. Januar 2004 das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) mit der Behindertenglichstellungsverordnung (BehiV) in Kraft. Die Regierung wird dazu verpflichtet, behinderten Menschen die Teilhabe am Alltag zu erleichtern. Speziell werden darin auch Barrieren im Web erwähnt. Das Feld von Barrieren ist sehr gross und situations- und personenabhängig. Was für die eine Person eine Barriere darstellt, ist für eine andere Person wichtig für den Zugang. Mit Hilfe von bereits existierenden Grundlagen und vier ausgewählten Webites, wurde ein Leitfaden zusammengestellt, der wichtige Pforten für ein barrierefreies
Webdesign öffnen soll.
Was heisst eigentlich "Bibliotheksbenutzer" und wie sind die grossen Unterschiede zwischen den Ländern zu erklären?
Diplomand: Michael Bader
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Der Anteil der Bibliotheksnutzenden an der Gesamtbevölkerung wird in allen erhältlichen Studien extrem unterschiedlich dargestellt. Diese Arbeit untersucht die Marktdurchdringung, also den Anteil der Bibliotheksnutzenden an der Zielgruppe, für die Bibliothekssysteme Deutschlands, Finnlands und der Schweiz. Untersuchungsgegenstand ist die offizielle Bibliotheksstatistik dieser drei Länder. Es wird analysiert, was und wie gemessen wird und ob diese Statistiken überhaupt vergleichbar sind. Um Unterschiede messen und erklären zu können, werden drei zentrale Kennzahlen definiert und mit den ausgewählten Bibliotheksstatistiken verglichen. Die Untersuchung wird für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken separat durchgeführt. Die Arbeit kommt zum Schluss, dass sich die Bibliotheksstatistiken in den untersuchten Variablen in wesentlichen Punkten unterscheiden und somit nur beschränkt vergleichbar sind.
Stärken und Schwächen von Discovery Diensten am Beispiel des EBSCO Discovery Service
Diplomandin: Anina Baumann
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Nutzer ziehen Internetsuchmaschinen wie Google den Bibliotheksressourcen wie Katalog oder Datenbanken vor. Gründe dafür sind die einfache Anwenderoberfläche sowie die guten Resultate, welche durch ein beispielhaftes Relevanz-Ranking erzielt werden. Es sind jedoch immer noch ausschliesslich Bibliotheken, welche den grössten Zugriff zu kontrollierten wissenschaftlichen Texten bieten. Insbesondere wissenschaftliche Bibliotheken müssen also eine Lösung für das Suchen in ihren Ressourcen finden. Mit den Discovery Diensten haben Bibliotheken nun eine Möglichkeit, ihren Benutzern einen einheitlichen Sucheinstieg in die Recherche zu bieten. Diese Dienste sollen einen «One-Stop-Shop» darstellen, welcher alle Vorteile einer Suchmaschine integriert. An der Universitätsbibliothek St. Gallen wurde während weniger Monate der EBSCO Discovery Dienst getestet. Dazu wurden Fokusgruppen durchgeführt, in welchen Benutzende und Experten aus der Bibliothek diesen Dienst testen und darüber diskutieren konnten. Die Arbeit zeigt den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Discovery Dienste, sowie die Auswertung der Fokusgruppen.
Neue Jugendbibliotheken braucht die Schweiz!
Diplomandin: Olivia Brechbühl
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Wahl
Während viele Kinder zu den regelmässigen Besuchern von Bibliotheken in der Schweiz zählen, brechen die Nutzerzahlen im Jugendalter stark ein. Um Jugendliche als Kunden zu behalten, müssen unsere Bibliotheken ihr Angebot stärker dieser Zielgruppe anpassen und auf die Interessen junger Menschen eingehen. Anhand von zwei aktuellen Studien wurden Überlegungen dazu angestellt, was Jugendliche bewegt und fasziniert und Schlüsse dazu gezogen, wie Bibliotheken diese Informations- und Unterhaltungsbedürfnisse erfüllen können. Zudem wurden ausgewählte Jugendbibliothekskonzepte aus dem Ausland mit ihren individuellen Angeboten vorgestellt und mit zwei Jugendbibliotheken in der Schweiz verglichen, um Defizite zu erkennen. In einem letzten Teil wurden Konzepte für kleine, mittelgrosse und grosse Jugendbibliotheken in der Schweiz vorgestellt, die diese Defizite beheben und das Dienstleistungsangebot an den State of the Art ausländischer Jugendbibliotheken angleichen.
Lebenslanges Lernen mit E-Learning – eine Herausforderung für kleine und mittlere Unternehmen
Diplomandin: Mirjam Brodbeck
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Während viele Kinder zu den regelmässigen Besuchern von Bibliotheken in der Schweiz zählen, brechen die Nutzerzahlen im Jugendalter stark ein. Um Im Jahr 2000 wurde von der Kommission der europäischen Gemeinschaft das Memorandum zum Lebenslangen Lernen formuliert, welches als Antwort der Europäischen Union auf die Herausforderungen einer Wissensgesellschaft zu verstehen ist. Lebenslanges Lernen gilt weithin als Voraussetzung für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der EU gegenüber den USA und Asien. Für die Umsetzung des Lebenslangen Lernens wird E-Learning als optimale Lösung gesehen. Das bedeutet, dass neben den Grossunternehmen auch kleine und mittlere Unternehmen E-Learning einsetzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Anhand einer Literaturanalyse wurden Voraussetzungen, die kleine und mittlere Unternehmen und ihre Mitarbeiter mitbringen müssen und Eigenschaften, die ein E-Learning-Programm erfüllen muss, formuliert, damit E-Learning erfolgreich in KMU eingesetzt werden kann. Des Weiteren wurde analysiert, wie politische und finanzielle Fördermassnahmen der EU aussehen müssen, damit auch KMU von E-Learning profitieren können. Abschliessend wurde geprüft, ob KMU von der aktuellen E-Learning-Forschung der EU einen Nutzen haben. Dabei wurde festgestellt, dass den KMU von Seiten der europäischen Forschung und Förderung im Bereich E-Learning nur marginal Aufmerksamkeit zukommt.
Bibliotheken im Social Web: Mitläufer oder Akteure?
Diplomandin: Sylvia Doliman
Referentin: Gabi Schneider, M.A.
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Social Media-Anwendungen wie Facebook, Twitter, YouTube oder Flickr haben die Kommunikationskultur und Informationswege der Menschen während der letzten Jahre geprägt und auch verändert. Hochschulbibliotheken – als wissensvermittelnde Institutionen mit hohem Publikumskontakt – sind von dieser Entwicklung betroffen. Die vorliegende Arbeit zeigt auf, wo Hochschulbibliotheken (im deutschen Sprachraum) in Bezug auf ihre Aktivitäten in Social Media Communities heute stehen. Die Social Media-Aktivitäten der Bibliotheken wurden beobachtet. Aufgrund der Ergebnisse der Beobachtung wurden einzelne Bibliotheken als Best Practice-Beispiele ausgewählt und deren Auswahl begründet. Ausgewählte Social Media-Anwendungen werden beschrieben und deren Eignung für den Gebrauch von Bibliotheken exemplarisch, anhand der Best Practice-Beispiele, erläutert und mit auf Bibliotheken angepassten Handlungsempfehlungen aus der Literatur zu Social Media Marketing ergänzt. Ausserdem weist die vorliegende Bachelor-Thesis auf die Bedeutung von Social Media-Anwendungen auf Katalogebene hin. Dies ist insofern von Belang, als dass sich durch die Verfügbarkeit der Web 2.0-Technologien die Recherche-Strategien und -Bedürfnisse des Publikums verändert haben.
Repositories beyond Open Access
Diplomand: Beat Fehr
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Korreferent: Michel Pfeiffer
Auftraggeber: Open Access Team, Universität Zürich
Open Access Repositorien ermöglichen den unentgeltlichen Zugriff auf wissenschaftliche Publikationen. Für das Open Access Repositorium der Universität Zürich ist eine Neukonzipierung vorgesehen. Das Open Access Team der Universität Zürich interessiert sich daher für den gebotenen Funktionsumfang von Repository-Software und die Abgrenzung zu weiteren Systemen im universitären Umfeld. Mit der vorliegenden Literaturarbeit werden deshalb die möglichen Ausprägungen von institutionellen Repositorien in die zwei Richtungen Forschungsinformationssystem und virtuelle Forschungsumgebung verdeutlicht. Zusätzlich werden Beispielsysteme in Bezug auf die enthaltenen Funktionalitäten einander gegenübergestellt. Die Arbeit zeigt, dass ausgehend von Repository-Software den Anspruchsgruppen im universitären Umfeld ein sehr unterschiedliches Angebot geschaffen werden kann. Viele Aufgaben, wie etwa die Forschungsevaluation oder das Verwalten von Drittmitteln, werden aber vorzugsweise mit einem zentralen Forschungsinformationssystem gelöst. Für Repository-Software bleibt in diesem Fall – unter Berücksichtigung der Ausgangslage an der Universität Zürich – die strategische Positionierung im Bereich der virtuellen Forschungsumgebungen.
User Centered Design: Anforderungen an das Kommunikationsdesign von Websites
Diplomandin: Michelle Heuberger
Referent: Prof. Dr. Norbert Lang
Korreferent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Zwischen Website und User bedingt es an Verständigung, ansonsten ist die Kommunikation gestört und wirkt sich negativ auf die User Experience aus. Es ist daher wichtig, dass die Websitenanbieter sich an den Kommunikationsbedürfnissen ihrer Ziel- und Nutzergruppen anpassen. Anhand eines erstellten Kommunikationsmodells für Websites, das auf klassischen Kommunikationstheorien basiert, kann diesen Kommunikationsbedürfnissen entgegengekommen werden. Die Kommunikationsbedürfnisse sind: grafische Ansprechbarkeit, Übersichtlichkeit,
Anknüpfen an die Logik, Verständlichkeit in der Sprache, inhaltlicher Nutzen, Anknüpfung an den Wissensstand und anregende Zusätze. Indem User Centered Design-Methoden bei Webprojekten angewandt werden, lassen sich die Kommunikationsanforderungen der Ziel- und Nutzergruppen ermitteln, sodass eine Website auf sie zugeschnitten werden kann, die sie verstehen und damit auch eine gute User Experience erreicht wird.
Social-Media-Nutzungsforschung: Bedarfsanalyse D-CH – Herausforderungen für die angewandte Medienforschung durch das Social Web am Beispiel der NET-Metrix AG
Diplomand: Nathanael Hofer
Referent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Korreferent: Prof. Dr. Urs Naegeli
Auftraggeber: NET-Matrix AG
Social-Media-Plattformen gehören zu den Angeboten im Web mit der höchsten Reichweite und der längsten Verweildauer. Dies macht sie zu einem interessanten Umfeld für redaktionelle Inhalte und Werbebotschaften. Als Planungsgrundlage für Reichweitenanalysen und Zielgruppendefinitionen sind standardisierte Messinstrumente und vergleichbare Kennzahlen unerlässlich. Wie kann sich die Online-Nutzungsforschung in diesem Marktsegment positionieren und worin besteht der Mehrwert ihrer Leistungen?
In einer empirischen Untersuchung wurden ausgewählte Teilnehmer des Deutschschweizer Medien- und Werbemarktes nach ihrem Social-Media-Engagement und ihrem Bedarf nach zertifizierten Nutzer- und Nutzungsdaten befragt. Eine qualitative Auswertung der Ergebnisse aus den teilstrukturierten Einzelinterviews dient als Grundlage für die Skizzierung verschiedener Leistungsausbaupotentiale mit besonderem Fokus auf die NET-Metrix AG als Studienauftraggeberin.
Kriterien und Empfehlungen für die Archivierung von Farbfotografien
Diplomandin: Jonilla Keller
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferent: Michel Pfeiffer
In der vorliegenden Arbeit werden Faktoren, welche direkt oder indirekt Einfluss auf die Archivierung von historischen Farbfotografien haben, analysiert und auf ihre Wechselwirkungen hin untersucht. Die folgenden Faktoren werden dazu gemeinsam mit ihren Ausprägungen in einer Liste zusammengestellt: Trägermaterial, Schäden von historischen Fotografien, Erschliessung, Lagerraum, Klima, Licht, Luftqualität, Bestandesgrösse, Dubletten, Aufbewahrungsmassnahmen, Inspektion und Kontrolle, Nutzungszweck, mögliche Nutzergruppen und Nutzungshäufigkeit. Diese Liste erlaubt es Nicht-Fachpersonen, welche fotografische Bestände bewirtschaften, die Fotografien und deren Umgebung zu beschreiben. Davon ausgehend werden Empfehlungen abgegeben, wie mit den vorhandenen Fotografien beziehungsweise deren Umgebung umgegangen werden soll. In die Empfehlungen einbezogen werden das Wissen der Mitarbeiter sowie verschiedene Massnahmen zur Langzeiterhaltung von Fotografien. Da eine Vollautomatisierung der Handlungsanweisungen nicht möglich ist, wird die Liste anhand fünf fiktiver Fotografien beispielhaft durchlaufen. Die sich aus der Liste ergebenden Empfehlungen werden durch ausführlichere Anweisungen ergänzt.
Drei Methoden zur Anwendung von Wissensmanagement
Diplomandin: Daniela Ladner
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferent: Christoph Müller
Immer mehr Organisationen erkennen den Wert des impliziten Wissens ihrer Mitarbeiter. Um das Wissen nicht zu verlieren, wenn die Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, wird Wissensmanagement angewendet.
In der hier vorliegenden Arbeit wurden drei verschiedene Methoden für eine kleine öffentliche Institution entwickelt um an dieses implizite Wissen zu kommen, dieses zu bewahren und zu speichern. Der Nutzen der Methoden wurde im Staatsarchiv Graubünden getestet, da sie vor dem Problem stehen zwei langjährige Mitarbeiter bald in Pension zu entlassen. Anhand der Reflexionen aus dem Staatsarchiv konnten die Stärken und Schwächen der einzelnen Methoden herausgearbeitet werden.
Medienpräsentation im Lesezentrum Oberdorf
Diplomandin: Melanie Landolt
Referentin: Gabi Schneider, M.A.
Korreferent: Dr. Wolfgang Wahl
Jugendliche sind eine eigenständige Zielgruppe von Bibliotheken und sollten auch dementsprechend behandelt werden. Zu einer guten Jugendbibliotheksarbeit gehören u. a. altersgerecht gestaltete Räumlichkeiten, die verschiedene Plätze zum Lernen, Lesen und Entspannen anbieten sowie ein vielfältiges Medienangebot, welches ansprechend präsentiert wird.
Ausgehend vom Lesezentrum der Sekundarschule Waldenburgertal in Oberdorf, beschäftigt sich diese Bachelor-Thesis mit der Frage, wie eine gute Medienpräsentation für Jugendliche aussehen muss, damit diese einen leichten Zugang zu den Medien finden und zu einer vermehrten Nutzung von Bibliotheksangeboten angeregt werden können. Dazu werden der aktuelle Forschungsstand zu Jugendbibliotheksarbeit und Medienpräsentation erläutert sowie Konzepte aus dem Detailhandel und Best Practice-Bibliotheken vorgestellt. Anhand von Gruppendiskussionen mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule Waldenburgertal werden Meinungen und Wünsche der direkt betroffenen Zielgruppe analysiert. Aufgrund dieser Erkenntnisse werden dem Lesezentrum Oberdorf schliesslich Empfehlungen zu einer optimierten Medienpräsentation gegeben.
eSeniors – auf dem Weg zur digitalen Integration in der Stadt Zürich
Diplomandin: Eliane Leutenegger
Referent: Prof. Dr. Urs Naegeli
Korreferentin: Gabi Schneider, M.A.
Auftraggeber: Stadt Zürich, Dienstabteilung Organisation und Informatik (OIZ)
Erst eine Minderheit der über 65-Jährigen in der Schweiz ist online. Hinsichtlich kompetenter Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wie dem Internet besteht zwischen Jung und Alt ein digitaler Graben. Im Rahmen des Stadtzürcher Legislaturschwerpunkts «eZürich» soll die Medienkompetenz der älteren Bevölkerung durch gezielte Massnahmen erhöht werden. Vorliegende Arbeit thematisiert die digitale Alterskluft und zeigt auf, dass es sich beim Zielpublikum um eine heterogene Bevölkerungsgruppe handelt, deren Einstellung gegenüber den digitalen Medien durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst wird. Auf der Grundlage eines Massnahmenkatalogs werden die bereits bestehenden Fördermassnahmen in der Stadt Zürich analysiert und in Form von Handlungsempfehlungen für «eZürich» weiterentwickelt. Dabei zeigt sich, dass auf Seiten der Stadtverwaltung, die Massnahmen untereinander koordiniert und digitale Inhalte altersgerecht aufbereitet sein sollten. Das heterogene Zielpublikum braucht zudem verschiedene und individuell ausgerichtete Massnahmen, bei denen städtische Institutionen als Multiplikatoren wirken können. Eine gut koordinierte Zusammenarbeit ist dafür unerlässlich.
Jungs lesen weniger als Mädchen. Was können Bibliotheken gemeinsam mit den Schulen tun, um dies zu ändern?
Diplomand: Heinz Mathys
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Dr. Wolfgang Wahl
Seit den PISA-Studien ist belegt, dass Jungs besonders in der Lesefähigkeit – auch bedingt durch den zweiten Leseknick im Übergang von der Kindheit zur Pubertät – auf der Sekundarstufe I gegenüber Mädchen schwächer sind. Die Schulen haben Gegenmassnahmen ergriffen, die sich in den letzten Zahlen von PISA leicht positiv bemerkbar machten. Nun sollen öffentliche Bibliotheken gemeinsam mit Sekundarschulen erreichen, dass männliche Jugendliche vermehrt zum Lesen animiert werden. Im ersten Teil geht die Arbeit auf die Themen Lesen und Geschlecht ein. Im zweiten Teil sollen Anregungen aufzeigen, wie der Kontakt leichter herzustellen ist. Ausserdem sind konkrete Unterrichtsbeispiele für die Beschäftigung mit dem Thema Lesen in öffentlichen Bibliotheken in die Arbeit integriert, damit trotz knappen personellen und zeitlichen Ressourcen die Umsetzung der Leseförderung einfacher klappt.
Konzeption und Realisierung eines multimedialen eBooks
Diplomandin: Claudia Menzi
Referent: Prof. Bruno Wenk
Korreferentin: Gabi Schneider, M.A.
Bisher sind eBooks meist nur digitalisierte Druckerzeugnisse. Von den Möglichkeiten, die ein multimediales eBook bieten könnte, kann man sich nur schwer ein Bild machen. Das Konzept beschreibt, wie ein multimediales eBook gestaltet werden kann. Das konzipierte multimediale eBook wird als Beispiel umgesetzt und dokumentiert. Es kann als Enriched eBook bezeichnet werden, da neben Text auch Bilder, Videos, Audiosequenzen, Hyperlinks und die Funktion Geolocation integriert sind. Die Dokumentation des elektronischen Buches macht die umgesetzten Möglichkeiten nachvollziehbar. Durch die neuen Standards EPUB3 und HTML5 sind viele weitere multimediale Elemente in einem eBook möglich. Diese Potenziale sowie die Risiken betreffend Codecs und der Nutzung von JavaScript werden ebenfalls in der Arbeit diskutiert.
Count the Traffic (CTT) – Die Benutzeraktivitäten am Beispiel der Universitätsbibliotheken Basel und St. Gallen
Diplomandin: Claudia Muhmenthaler
Referent: Prof. Dr. Robert Barth
Korreferent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Bibliotheken haben oft sehr wenig systematisch erfasste Informationen über die Aktivitäten der Benutzer, welche innerhalb ihrer Räumlichkeiten stattfinden. Count the Traffic ist eine einfache und günstige Methode, um quantitative Informationen über die Aktivitäten der Benutzer zu erhalten.
Count the Traffic wird im Rahmen dieser Arbeit in den Universitätsbibliotheken St. Gallen und Basel durchgeführt. Die Untersuchung soll aufzeigen, dass die Methode auch in Wissen - schaftlichen Bibliotheken angewendet werden kann. Die Methode wird kritisch beurteilt und auf Basis der gemachten Erfahrungen werden Empfehlungen für eine zukünftige Count the Traffic Untersuchung gegeben. Ausserdem werden die Vor- und Nachteile der Methode denen von Mystery Shopping, Shadowing und der persönlichen Befragung gegenübergestellt.
Was können Informationssysteme? Eine vergleichende Analyse von BPM-, ECM- und GEVER-Systemen
Diplomandin: Daniela Schär
Referent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Korreferent: Christoph Müller
Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit ist die Erarbeitung eines Musters für das Vorgehen zur Ablösung einer bestehenden Fachapplikation durch ein Informationssystem. Dabei steht die Bestimmung von Anforderungen an ein Nachfolgesystem anhand der Kernprozesse einer Abteilung im Vordergrund. Der aus den Anforderungen abgeleitete Kriterienkatalog ermöglicht eine vergleichende Analyse von drei ausgewählten Informationssystemen, nämlich einem Enterprise Content Management- (ECM), einem Business Process Management- (BPM) und einem Geschäftsverwaltungssystem (GEVER).
Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass sich nur aufgrund des Kriterienkatalogs keine fundierte Auswahl aus den drei Systemtypen treffen lässt. Um das entsprechende Nachfolgesystem zu evaluieren, müssen auch Umweltfaktoren wie beispielsweise die aktuell verwendete Software, die bestehende Software oder der finanzielle Aufwand zur Realisierung eines neuen Informationssystems berücksichtigt werden.
Ein Bild vom Bild der Bibliothek in den Medien: Analyse ausgwählter Deutschschweizer Zeitungsartikel mittels Text Mining
Diplomandin: Rahel Schilter
Referentin: Gabi Scheider, M.A.
Korreferent: Prof. Bruno Wenk
In Bibliothekskreisen wird ein negatives Image der Bibliothek in der Öffentlichkeit beklagt. Zeitungen beeinflussen die Einstellung der Bevölkerung gegenüber den Themen, über die sie berichten. Daher wurden in der vorliegenden Untersuchung Zeitungsartikel zum Thema Bibliothek aus Zeitungen des Kantons Zürich analysiert. Zur Analyse wurde Leximancer, eine Text Mining Software, verwendet. Das Resultat von Leximancer ist eine Concept Map. Dabei handelt es sich um eine visuelle Darstellung der am häufigsten identifizierten Concepts der Artikel.
Die Analyse der Concept Map hat ergeben, dass im Zusammenhang mit Bibliotheken am häufigsten über Veranstaltungen, den Medienbestand und die Finanzierung geschrieben wurde. Auffallend waren besonders die Präsenz von «Kinder» und «Buch». Bibliotheken werden wohl immer noch als Sammlungen von Büchern wahrgenommen und Kinder zählen zu den Hauptbenutzern. Nicht sichtbar waren erstaunlicherweise die Themen Bibliotheksmitarbeitende, Katalog, Beratung und andere Medienarten als Buch.
Risikoanalyse: Eine Methode für kleine und mittlere Archive in der Schweiz
Diplomandin: Bettina Seifert
Referent: Michel Pfeiffer
Korreferent: Prof. Dr. Niklaus Stettler
Die Tätigkeit kleiner und mittlerer Archive in der Schweiz ist geprägt von einer Vielzahl von Aufgaben und von einem Mangel an personellen und finanziellen Ressourcen. Deshalb ist es für viele dieser Archive schwierig, die sichere und vertrauenswürdige Erhaltung ihrer Sammlung zu garantieren. Die Durchführung einer Risikoanalyse im Rahmen eines umfassenden Risikomanagements kann Archive bei der Bewältigung dieser Herausforderung unterstützen. Die vorliegende Bachelor-Thesis präsentiert einen Entwurf für eine Risikoanalysemethode, die kleine und mittlere Archive in der Schweiz in ihrem spezifischen Kontext anwenden können. Bei der vorgeschlagenen Methode handelt es sich um eine Risiko-Checkliste, welche eine erste Identifikation und Bewertung von konservatorischen und organisatorischen Risiken ermöglicht. Die konzipierte Methode wurde im Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur (ASLA) für eine Risikoanalyse eingesetzt, wodurch wertvolle Erkenntnisse sowohl in Bezug auf die Risiken für das Archiv als auch in Bezug auf die vorgeschlagene Risikoanalysemethode gewonnen wurden.
Die Rolle von Social Media in politischen Konflikten am Beispiel Ägypten
Diplomandin: Andrea Stoessel
Referent: Prof. Dr. Norbert Lang
Korreferent: Prof. Dr. Urs Naegeli
Die Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach der Rolle von Social Media in politischen Konflikten. Besonders in repressiven gesellschaftlichen Systemen weisen Social Media Potentiale zur Bildung einer Gegenöffentlichkeit aus. Aufgrund der Konzeption von Gegenöffentlichkeit im Internet wurden anhand von ausgewählten Beispielen der ägyptischen Revolution im Frühjahr 2011 die potentiellen Funktionen der Social Media zur Bildung einer Gegenöffentlichkeitreflektiert und diskutiert. Dabei erfüllen die einzelnen Social-Media-Anwendungen unterschiedliche Funktionen. So beinhalten Blogs und Facebook eine starke Artikulationsfunktion und wirken emanzipatorisch und identitätsbildend. Twitter hingegen zeichnet sich im Gegensatz zu Facebook durch eine grosse Informationsfunktion aus. Social Sharing Dienste wie YouTube oder Flickr besitzen als eigenständige Anwendungen keine erkennbare Funktion. Ihre Bedeutung ergibt sich erst durch die Einbindung in andere Social Media. Generell vermögen Social Media durchaus Gegenöffentlichkeit herzustellen. Dieser Umstand sollte jedoch nicht losgelöst von weiteren gesellschaftspolitischen Faktoren betrachtet werden.
Evaluation von Web Monitoring Tools zur softwaregestützten Informationsbeschaffung am Beispiel ausgewählter Open Source Web Monitoring Tools
Diplomandin: Ruth Süess
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Korreferent: Prof. Dr. Urs Naegeli
In den letzten Jahren hat das Web Monitoring an Bedeutung gewonnen. Unternehmen und Institutionen haben das Potential der teilweise strategisch relevanten Daten im Web erkannt und wollen diese Informationsquelle nutzen. Aufgrund der riesigen Datenmenge ist ein systematisches Auswerten des Web nach relevanten Informationen ohne Unterstützung von Software kaum mehr möglich. Daher wurden verschiedene Web Monitoring Tools entwickelt.
In der vorliegenden Arbeit wird der Web Monitoring Prozess anhand eines allgemeinen Modells dargestellt. Darauf aufbauend und mit Hilfe von Demoversionen und Produktbeschreibungvon Monitoring Systemen werden Indikatoren zur Evaluation von Web Monitoring Tools ermittelt und ein Kriterienkatalog bezüglich der angebotenen Funktionalitäten erstellt. Dieser Katalog wird anschliessend zur Evaluation von ausgewählten Open Source Tools verwendet.
Archiv- und Selektionspolitik von Radio- und Fernsehunternehmen: Vergleichsanalyse zur Entwicklung einer Selektionsstrategie für das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
Diplomandin: Hedda Vögtlin
Referent: Prof. Dr. Edzard Schade
Korreferent: Michel Pfeiffer
Mit der Einführung file-basierter Archivsysteme rücken Medienarchive vermehrt ins Zentrum des Produktionsprozesses. Zudem spielt die Archivierung von Audio- und Videodokumenten zur Wahrung des kulturellen Erbes eine zunehmende Rolle. Auf diese Neuerungen hat die SRG SSR mit der Entwicklung einer nationalen D+A-Strategie reagiert. Die Unternehmenseinheit SRF hat nun den Auftrag, eine unternehmensspezifische Strategie zur Selektion von Radio- und Fernsehsendungen zu entwickeln, die auf der nationalen D+A-Strategie basiert. Dazu werden in dieser Arbeit die bisherigen Selektionspraxen der konvergierten Unternehmen SF und SR DRS analysiert und die Archiv- und Selektionspolitiken von vier internationalen
Medienunternehmen miteinander verglichen. Operationalisiert werden die aus qualitativen Dokumentenanalysen und Experteninterviews gewonnenen Informationen mithilfe eines Analyserasters, das aus vier Kategorien besteht. Die Arbeit verdeutlicht, welche Aspekte mit Gewissheit Bestandteil einer Archiv- und Selektionspolitik sein müssen und liefert Erkenntnisse über die Stärken und Schwächen der bisherigen Selektionstätigkeit beim SF und SR DRS und Anregungen für eine neue SRF-Selektionsstrategie.
Informationspolitik in Bezug auf elektronische Patientendaten – Ein internationaler Vergleich zwischen der Schweiz, Deutschland und Dänemark
Diplomandin: Andrea Wirth
Referent: Prof. Dr. Urs Dahinden
Korreferent: Prof. Dr. Norbert Lang
Patientendaten unterliegen einerseits dem Arztgeheimnis und damit einem erhöhten Datenschutz, andererseits ist der Zugriff darauf sowohl für die medizinische Forschung als auch die gesundheitspolitische und -ökonomische Planung sehr wichtig. Bei der staatlichen Regulierung des Umgangs mit elektronischen Patientendaten gibt es daher durchaus nationale Unterschiede. Anhand eines internationalen Vergleichs zwischen der Schweiz, Deutschland und Dänemark wurde untersucht inwiefern es im Umgang mit elektronischen Patientendaten Unterschiede geben kann. Dabei stand vor allem die Frage im Mittelpunkt worauf sich denn allfällige Unterschiede zurückführen lassen. Dazu wurde der konkrete Umgang mit den elektronischen Patientendaten der einzelnen Länder (Informationspolitik) sowie mögliche verursachende Umfeldfaktoren in einer deskriptiven Vergleichsstudie beschrieben und miteinander verglichen. Am Schluss der Arbeit wurden Hypothesen über den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Ausprägungen der drei Informationspolitiken sowie einzelnen Umfeldfaktoren gebildet.
«State-of-the-art» Recommender Komponenten
Diplomandin: Marianne Wolff
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Semar
Korreferent: Prof. Dr. Bernard Bekavac
Recommender Systeme, oder Empfehlungssysteme, finden einen immer breiteren Einsatz auf Webseiten aller Art. Sie werden vor allem im Bereich des E-Commerce verwendet. Aber auch andere Seiten benutzen verschiedene Arten von Systemen, um ihren Benutzern und Kunden Produkte oder Inhalte zu empfehlen aufgrund ihrer Interessen. Dafür gibt es je nach Art der vorliegenden Daten und Bedürfnisse der Nutzer unterschiedliche Verfahren.
In dieser Arbeit werden anhand einer Aufstellung der verschiedenen Typen von Recommender Systemen, einer Beschreibung von Datensätzen und vier untersuchten, kostenlos im Internet verfügbaren Open Source Recommendern, Kriterien für die Wahl eines Recommenders erarbeitet. Basierend auf diesen Auswahlkriterien wird eine Entscheidungsmatrix zusammengestellt, die Einzelpersonen und kleinen Unternehmen bei der Wahl eines passenden Open Source Recommenders für den Einsatz auf der eigenen Webseite behilflich ist.



