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Wissensorganisation & -repräsentation

Modul: Wissensorganisation & -repräsentation 3.1 WOR

Niveau: Assessmentstufe, Pflichtmodul

Kontaktlektionen pro Woche: 4

ECTS: 6 ECTS

 

Dozentin:

Sonja Hierl

Gastreferenten: Hr. N. Stettler, Herr P. Clerici, Frau G. Schneider

Modulziele:

Ziel der Vorlesung Wissensorganisation und –repräsentation ist das Aneignen der theoretischen Grundlagen der formalen und inhaltlichen Wissensorganisation und –repräsentation sowie das Erlangen der Fähigkeit zur Anwendung in der Praxis.

Nach Absolvieren der Vorlesung kennen die Studierenden die grundlegenden Prinzipien und Methoden sowie Zielsetzungen und Bedeutung der Informationserschliessung, Wissensorganisation & -repräsentation.

Sie kennen traditionelle Konzepte & Methoden mit Vor- und Nachteilen sowie Eignung und können diese exemplarisch anwenden. Weiterhin kennen sie aktuelle Entwicklungstendenzen und neue Ansätze der Wissensorganisation.

Im Einzelnen:

  • Einführung in die Begrifflichkeit, des Zwecks, der Methoden und des Ablaufs der Wissensorganisation und -repräsentation
  • Theorie der Speichermedien von Wissensorganisation und -repräsentation wie Kataloge, Datenbanken, etc. in Bibliotheken, Archiven, Dokumentationen und Museen
  • Wichtigkeit von Ordnung sowie Bedeutung von und Arbeit mit Sprache im Zusammenhang mit Wissensorganisation und -repräsentation; wichtigste Grundlagen zum Erstellen von Thesauri und Klassifikationen
  • Wichtigste Regelwerke und Normdateien der formalen und der inhaltlichen Wissensorganisation und -repräsentation
  • Inhaltsanalyse durch Indexierung und Abstracting, Kenntnis der Bedeutung von Automatischer Indexierung

Modulinhalte:

Der Kurs setzt sich aus folgenden drei Teilen zusammen.

 

1. Grundlagen

  • Ursachen, Zielsetzungen und Grundlagen der WOR
    (Definition, Zweck, Ablauf der Wissensorganisation, Ursachen und Relevanz)
  • Definitionen
    (Grundlagenbegriffe der WOR)
  • Begriff vs. Benennung
    (Unterschied Begriff-Benennung/Bezeichnung; Synonym- und Homonymkontrolle mit Anwendungen/Übungen)
  •  WOR-Prozess und Arbeitsgänge
    (Arbeitsschritte der Wissensorganisation)
  •  Speichermedien und Fachinformationsdienste
    (Speichermedien, Datenbanken (OPACS und Fachdatenbanken), Subject Gateways, Virtuelle Fachbibliotheken mit Anwendungen/Übungen)
  • Ordnung
    (Ordnungsprinzipien, Ordnungsmerkmale und –elemente, Bestandteile eines Ordnungssystems mit Anwendung/Übung)

 

2. Traditionelle Ansätze

  • Inhaltliche Erschliessung
    (Grundlagen, Inhaltsanalyse, Terminologiekontrolle)
  • Indexing
    (Theorie und praktische Erschliessung mit Schlagwörtern – Übungen)
  •  Abstracting
    (Theorie zum Erstellen von Abstracts, Arten von Abstracts und Referaten,  praktische Anwendungen und Übung)
  • Klassifikation
    (Theorie: Definition, Erstellung, Regeln, Darstellung, Notationen; Praxis: Beispielklassifikationen wie DC, DDC, Anwendungen)
  • Facettenklassifikation
    (Theorie: Definition, Erstellung, Regeln, Darstellung, Notationen; Praxisanwendungen)
  • Register
    (Theorie: Definition, Erstellung, Regeln, Darstellung, Notationen; Praxisanwendungen)
  • Thesaurus
    (Theorie: Definition, Erstellung, Regeln, Darstellung, Notationen; Praxisanwendungen, Beispielthesauri)
  • Formale Erschliessung
    (Grundlagen, bibliographische Elemente, Formen (ISBD, MARC, DC, KIDS), Anwendungsbeispiele und Übungen (Gastreferat))
  • Archivalische Erschliessung
    (Gastreferat)
  • Traditionelle Bilderschliessung
    (Analoge und digitale Erschliessung von Bildern (Gasterferat))

 

3. Neuere Methoden und Entwicklungszendenzen

  • Automatisierte Verfahren
    (Linguistische, morphologische und statistische Verfahren – Theorie und Anwendungsbeispiele)
  • Interactive Indexing, Multimedia-Erschliessung
    (Erschliessung von Multimediadaten, Ansätze und Trends in der Gesichtserkennung)
  • XML und embedded Indexing
    (Theorie: Zielsetzung und Eignung von XML für die inhaltliche Erschliessung, embedded Indexing, Anwendungen)
  • Kataloganreicherung
    (Definition, Zweck und Umsetzung von Kataloganreicherung, konkrete Anwendungsbeispiele)
  • Semantic Web
    (Definition, Zweck und Zielsetzung, Herausforderungen und Probleme, Semantic Web als Gegenstand der Wissensorganistation
  • Ontologien
    (Definition, Zweck, Einsatz in konkreten Projekten, Anwendungsbeispiele und Übungen)
  • Mapping (Topic Maps, Concept Maps und Mindmaps)
    (Theorie und Praxis, Beispiele und Übungen)
  • Kollaborative Erschliessung im Web2.0, Wiki
    (Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur traditionellen Erschliessung, Chancen und Herausforderungen, konkrete Anwendungen und Beispiele)

Modulstruktur:

Kontaktunterricht (58 h)

Selbststudium (120 h)

Prüfung (90 Min)

 

Basis-Literatur (Pflichtlektüre):

  • Vorlesungsunterlagen der Dozentin (PPT-Folien und gedruckter Reader mit ca. 30 Texten)
  • Bertram, Jutta: Einführung in die inhaltliche Erschliessung. Grundlagen – Methoden – Instrumente. Würzburg: Ergon Verlag, 2005
  • Gaus, Wilhelm: Dokumentations- und Ordnungslehre: Theorie und Praxis des Information Retrieval. 5., überarbeitete Auflage. Berlin: Springer, 2005 (eXamen.press)
  • Spree, Ulrike: Seminar und Übung: Wissensorganisation I 2008. http://www.bui.haw-hamburg.de/pers/ursula.schulz/worg1/index.html. Stand: März 2008

Weiterführende Literatur siehe Literaturverzeichnis und Fussnoten in den Vorlesungsunterlagen der Referentin 

 

Prüfung:

  • Gruppenreferat
  • Schriftliche Abschlussklausur
  • Schriftliche Hausarbeit (variierende Aufgabenstellungen)

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